Scofield nennt 8 Bündnisse Gottes mit den Menschen in der Bibel. Es sind jedoch über 22.

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2 Antworten

Zunächst einmal müssen wir jedem anderen wie uns selbst zugestehen, was auch Paulus für sich meinte:

1Kor 13:12 Denn wir sehen jetzt durch einen Spiegel, undeutlich, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, gleichwie auch ich erkannt worden bin.

"Verschweigen" hört sich so nach Arglist an. Dafür müsste man schon einen besonderen Grund haben, den ich so nicht erkennen kann. Besonders bei Scofield nicht.

Die Scofield-Bibel habe ich im Gebrauch und bin damit sehr zufrieden. Tatsächlich glaube ich, dass es die beste Studienbibel für den Hausgebrauch ist. Sie bietet einen guten Überblick, erläutert wo es Sinn macht, fasst biblische Aussagen zusammen und erschlägt dennoch nicht vom Umfang.

Die Fußnote zu Hebräer 8:8 listet folgende Bündnisse auf:

  • Bund in Eden
  • Bund mit Adam
  • Bund mit Noah
  • Bund mit Abraham
  • Bund mit Mose
  • Bund in Palästina
  • Bund mit David
  • Der neue Bund

Welche Bündnisse fehlen Deiner Meinung nach? Vielleicht ist es leichter die Frage zu beantworten, wenn man diese Gruppe von Bündnissen nach Gemeinsamkeiten hin untersucht. Haben sie vielleicht keine heilsgeschichtliche Relevanz? Sind sie vielleicht eher individuenzentriert statt gruppen- oder menschheitsbezogen usw.?

Dies sollen nur kleine Hinweise sein, die vielleicht weiterhelfen. Letztlich kannst Du nur Vermutungen darüber anstellen. Scofield können wir ja nun leider nicht mehr dazu befragen. Vielleicht gibt es noch ein herausgebendes Kommitee bei Oxford University Press oder man fragt beim Mitternachtsruf an, die ja immerhin das Copyright für die deutschen Texte innehaben und erhält so eine brauchbare Antwort.

Erstmal vielen Dank für Deine fundierte Antwort!

Die Problematik ist die, daß Scofield Bündnisse Gottes mit den Menschen wegläßt oder, wenn er sie beschreibt, falsch beschreibt. Ich war selbst ganz überrascht, als ich das sah:

Bund 1: 1M2,15-17 Eden - Befund: in Eden ist kein Bündnis, sondern ein Gebot

Bund 2: 1M3,14-19 Adam - Befund: mit Adam ist hier kein Bündnis sondern vorgezogenes Gericht

Bund 3: 1M9,9.15.16 Noah - Befund: mit Noah ist das Bündnis nicht erst nach der Flut in Kap. 9, sondern schon in Kap6, sonst wäre Gott garnicht an Noah herangetreten, um ihn zu erwählen

Bund 4: 1M12,2 Abram - Befund: mit Abram ist der Bund erst in Kap. 15, nicht schon bei der Verheißung von Kap. 12

Bund 5: 2M19,5 Moses - Befund: der Bund mit Moses ist mit ISRAEL UND Moses, ist der 3. Bund mit Israel (!) und ist nicht kurz vor (=Kap. 19) der Gesetzgebung vom Sinai (was dann den hier vergessenen 1. Bund mit Israel meinen würde) , sondern erst 2M34,10

Bund 6: 5M30,3 Palästina - Befund: im Deuteronomium findet sich überhaupt kein spezieller Bund - dieser wäre ja sonst in 1M bis 4M vergessen gewesen(!) - schon garnicht in Palästina und in 5M30,3 steht sowieso überhaupt nichts von einem Bund

Bund 7: 2Sam7,16 David - Befund: in 2Sam7,16 wird nichts von einem Bund mit David berichtet, dieser steht in 2Chr7,16.18

Bund 8: Hebr8,8 der Neue Bund - Befund: der Bund Hebr8,8 ist nicht ein Bund, der allen Gläubigen etwas zusichert (cf Sco-Anmerkung bei Hebr8,11 !!), sondern ein Bund Jahwes mit Israel und Juda - nicht mit den Nationen. Diese sind nur in das Rettungswerk hineingenommen cf Roem der Ölbaum Roem11,17

Die Bündnisse, die Sco. wegläßt, sind: Der Bund mit Isaak, der Bund mit Jakob, der 1. und der 2. Bund mit Israel, der Bund mit Aaron, der 1. und 2. Bund mit David, der ewige Bund mit den Kindern Israel, der Bund der Sündenwegnahme mit Israel, der Bund in Jesus' Blut und der Bund des Geistes. Ferner fehlen noch einige Sonderbündnisse (um die es mir aber jetzt nicht geht).

Erklären kann ich mir die Auslassungen nur so: Wie Scofields Kettenverweise immer unvollständig sind und irreführend, so ist es auch bei den genannten Bündnissen, die er beschreibt: Er läßt aus (unvollständig) und er beschreibt grundfalsch (irreführend) - siehe oben. Ich kann mir das WARUM jedoch nicht erklären, darum habe ich die Frage hier gestellt.

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@Flagrant

Mir fehlt die Zeit, vielleicht auch die Fähigkeit um Dir eine befriedigende Antwort zu erarbeiten und zu geben. Ich glaube allerdings kaum, dass Du die auf dieser Plattform erhalten können wirst.

Ich kenne Dich nicht persönlich. Meine Erfahrung ist aber die, dass es Menschen mit unterschiedlich großem "Ordnungsbedürfnis" gibt. Und manch einer erträgt kaum, wenn komplexe Sachverhalte von anderen anders geordnet werden, als man es selbst für richtig hält. Ob das auf Dich zutrifft, weiß ich nicht und dann kannst Du es übersehen, aber so Aussagen wie "immer unvollständig und irreführend ... grundfalsch" können in diese Richtung deuten. Die Suche nach einer perfekten Studienbibel wird nicht von Erfolg gekrönt sein. Selbst von einer von Dir erarbeiteten wird das intersubjektiv sich nie sagen lassen ;-) Scofield hat sein theologisches Verständnis in seine Arbeit einfließen lassen, Thompson auch etc. Ein gewisses Maß an Geistesarbeit bleibt uns einfach nicht erspart und manchmal müssen wir einfach Entscheidungen treffen. Beispiel: Ich persönlich hätte eher Probleme mit der Genfer Studienbibel, wegen ihres reformatorischen Einschlags, während sie für Dich vielleicht am besten zu Deinem theologischen Profil passt. Hätte ich so eine geschenkt bekommen, würde ich sie wohl nicht unbedingt liebgewinnen aber sicher nicht sagen können, dass alles immer und von vorne bis hinten erstunken und erlogen sei. Es gibt traurige Beispiele von Menschen, die sich aufgrund ihrer besonderen theologischen Positionen zu einem grüblerischem Einzelkämpferchristentum außerhalb jeglicher Gemeinschaft berufen sehen. Das wird deswegen so ganz besonders besonders skurril, als das sich eine göttliche Verordnung zu so einer christlichen Lebensweise keinesfalls biblisch stützen lässt. Kritikfähig bleiben, am eigenen theologischen Profil arbeiten ist alles an sich gut und begrüßenswert aber bitte beachte das gesunde Maß. Die Beziehung zum Herrn und den Brüdern im Herrn sollten nie darunter leiden müssen.

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@izreflexxx

Ich teile Deine Ansicht. Nur noch kurz zu den Kettenverweisen: Die habe ich vollständig analysiert und in jedem die beschriebenen Mängel festgestellt. Gelegentlich ließ sich sogar feststellen, daß Sco. kein Griechisch gekannt haben kann. Seine Texte sind nach dem Zeugnis US-amerikanischer Gläubiger von seinem Freimaurer-Mentor vorgelegt worden, sind also garnicht von ihm. In den USA ist Scofield deshalb bei weitem nicht so anerkannt wie bei uns. Ich habe eine zeitlang in den USA gelebt und habe diese Misere erst nach meinen eigenen Feststellungen erfahren.

Liebe Grüße

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@Flagrant

Also die Geschichte mit dem Freimaurertum kannte ich noch nicht. Ich wäre da auch etwas vorsichtig, mich von Verschwörungstheorien infizieren zu lassen. Die wenigen Seiten, die ich zu dem Thema mittels google gefunden habe, halte ich auch für etwas fragwürdig. Seltsamerweise transportieren die meistens auf diese unschöne Art (Diffamierung) nicht sonderlich populäre Ideen. Im übrigen wird Gott seinen Plan in jedem Fall ausführen (lassen). Da braucht man nicht hinter jedem Busch einen Dämon oder Freimaurer vermuten.

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grüße Dich Flagrant! Warum? Er das verschwiegen hat keine Ahnung!Aber hier ein detailliertes über Bündnisse in der Bibel! BUND.

Eine Vereinbarung zwischen zwei oder mehreren Personen, etwas Bestimmtes zu tun oder nicht zu tun; ein Pakt; ein Vertrag. Das hebräische Wort beríth, dessen Etymologie ungewiß ist, erscheint in den Hebräischen Schriften über 280mal; davon kommt es mehr als 80mal in den fünf Büchern Mose vor. Daß seine Grundbedeutung „Bund“ ist — vergleichbar mit dem modernen juristischen Ausdruck „Vertrag“ —, lassen Keilschrifttafeln erkennen, die 1927 in Qatna, einer alten nichtisraelitischen sö. von Hamath gelegenen Stadt, entdeckt wurden. „Der Inhalt der zwei [von 15 gefundenen] Tafeln ist einfach. Tafel A enthält eine Namenliste . . . Tafel B ist eine Liste bezüglich Rationen . . . Liste A ist somit ein Vertrag, in dem die in Frage kommenden Männer . . . sich einverstanden erklären, in jemandes Dienst einzutreten oder gewisse Pflichten auf sich zu nehmen. Liste B, vom gleichen Schreiber geschrieben, illustriert dann die Art des Vertrages. Den Männern sollten ausdrücklich bezeichnete Rationen als Entgelt für ihre Dienstleistungen gegeben werden. . . . der israelitische Begriff des Wortes berit, ‚Bund‘, [war] in der jahwistischen Theologie ein Hauptthema . . . Hier haben wir das erste veröffentlichte außerbiblische Vorkommnis des Wortes aus frühen Zeiten — nicht später als aus dem ersten Drittel des 14. Jahrhunderts v. Chr.“ (Bulletin of the American Schools of Oriental Research, Februar 1951, S. 22).

In einigen Übersetzungen der Christlichen Griechischen Schriften wird das Wort diathḗkē verschieden wiedergegeben, mit „Bund“ oder „Testament [d. h. Letzter Wille]“ (testamentum, Vg). In der Cyclopaedia (1891) von M’Clintock und Strong heißt es jedoch unter dem Stichwort „Bund“: „Die Einführung eines neuen Wortes [neben dem Wort „Bund“], das eine neue Vorstellung vermittelt, scheint aber nicht notwendig zu sein. Die Sept[uaginta] gab . . . [beríth] (das nie [Letzter] Wille oder Testament bedeutet, sondern immer Bund oder Übereinkunft) an allen Stellen im ganzen A. T. mit . . . [diathḗkē] wieder; die Schreiber des N. T., die das Wort übernommen haben, nahmen natürlicherweise an, daß sie ihren Lesern, von denen viele mit dem griechischen A. T. bekannt waren, dieselbe Vorstellung vermittelten. Außerdem wird das, was im A. T. als ‚Bund‘ (beríth) bezeichnet wird, in den meisten Fällen auch im N. T. erwähnt (z. B. 2Kor. iii, 14; Heb. vii, ix; Offb. xi, 19); aber im Englischen [in der KJ] wird das entsprechende griechische Wort oder dieselbe Sache im gleichen Kontext manchmal mit ‚Bund‘ und manchmal mit ‚Testament‘ wiedergegeben (Heb. vii, 22; viii, 8-13; ix, 15).“ (Siehe auch NW, Anhang, S. 1648, 1649.)

Im Buch Hebräer (Heb 7:22; 8:6, 8, 9, 10; 9:4, 15, 16, 17, 20) bezieht sich der Schreiber mit dem Wort diathḗkē unleugbar auf einen Bund im Sinne der althebräischen Sprache; er zitiert sogar aus Jeremia 31:31-34 und nimmt auf die „Bundeslade“ Bezug. In der griechischen Septuaginta wird bei der Übersetzung der Verse aus Jeremia für den althebräischen Ausdruck beríth das Wort diathḗkē gebraucht, das „Bund“ bedeutet. Und in Hebräer 9:20 wird aus 2. Mose 24:6-8 zitiert, wo unmißverständlich von einem Bund die Rede ist.

Anwendung des Wortes. Ein Bund wurde immer zwischen zwei oder mehreren Parteien geschlossen. Er konnte einseitig sein (wenn eine Partei allein für die Einhaltung der Bedingungen verantwortlich war) oder zweiseitig (wenn beide Parteien Bedingungen einzuhalten hatten). Außer den Bundesschließungen, bei denen Gott die eine Partei war, erwähnt die Bibel Bundesschließungen zwischen Einzelpersonen und zwischen Stämmen, Nationen oder Personengruppen. Ein Bundesbruch galt als eine schwere Sünde (Hes 17:11-20; Rö 1:31, 32).

Der Begriff „Bund“ wird auf eine feste Verordnung angewandt, wie zum Beispiel die hinsichtlich des Schaubrots (3Mo 24:8), oder auf die Gesetze Gottes, denen die Schöpfung unterworfen ist, wie die unveränderliche Folge von Tag und Nacht (Jer 33:20); er wird auch in übertragenem Sinne gebraucht, wie in dem Ausdruck „Bund mit dem Tod“ (Jes 28:18). Jehova spricht außerdem von einem Bund in Verbindung mit den wilden Tieren (Hos 2:18). Der Ehevertrag wird als Bund bezeichnet (Mal 2:14). Der Ausdruck „Besitzer (Herren) des Bundes“ hat den Sinn von „Bundesgenossen“ oder „Verbündete“, wie zum Beispiel in 1. Mose 14:13.

Tatsächlich ist jede Verheißung Jehovas ein Bund; sie wird sich mit Sicherheit erfüllen; man kann sich darauf verlassen (Heb 6:18). Ein Bund ist so lange in Kraft, wie seine Bedingungen gelten und eine oder beide Parteien verpflichtet sind, die Bedingungen zu erfüllen. Die Ergebnisse oder die Segnungen, die ein Bund mit sich bringt, mögen jedoch bestehen bleiben, manchmal für immer. Grüß konstandin!

Anhang;Methoden, einen Bund zu ratifizieren. Oft wurde Gott als Zeuge angerufen (1Mo 31:50; 1Sa 20:8; Hes 17:13, 19). Ein Eid wurde geschworen (1Mo 31:53; 2Kö 11:4; Ps 110:4; Heb 7:21). Manchmal war der Bund von einem Zeichen oder Zeugnis begleitet, zum Beispiel wurde ein Geschenk gegeben (1Mo 21:30), eine Säule oder ein Steinhaufen aufgerichtet (1Mo 31:44-54) oder ein Ort benannt (1Mo 21:31). In einem Fall gebrauchte Jehova einen Regenbogen (1Mo 9:12-16). Eine Methode bestand darin, Tiere zu töten und zu zerschneiden, wobei die Bundesparteien zwischen den Stücken hindurchgingen; von diesem Brauch stammt die gebräuchliche hebräische Redewendung „einen Bund schneiden“ (1Mo 15:9-11, 17, 18, Fn.; Jer 34:18, Fn., 19). Manchmal war eine Bundesschließung von einer Feierlichkeit begleitet (1Mo 26:28, 30). Ein Gemeinschaftsmahl konnte veranstaltet werden, wie zum Beispiel in Verbindung mit dem Schließen des Gesetzesbundes (Ob 7; 2Mo 24:5, 11). Die höherstehende Partei übergab der anderen manchmal etwas von ihrer Kleidung oder ihren Waffen (1Sa 18:3, 4). Einige Heidennationen pflegten den Brauch, gegenseitig ihr Blut oder mit Wein vermischtes Blut zu trinken (was eine Übertretung des Verbotes war, das gemäß 1. Mose 9:4 Gott an alle Menschen gerichtet hatte und unter dem Gesetz an die Israeliten), und die Bundespartner stießen gegen den Partner, der später den Bund brechen würde, kräftige Flüche aus.

Die Bibel verwendet den Ausdruck „Salzbund“, um die Dauerhaftigkeit und Unverletzlichkeit eines Bundes anzuzeigen (4Mo 18:19; 2Ch 13:5; 3Mo 2:13). Unter den Völkern des Altertums war es ein Zeichen der Freundschaft, zusammen Salz zu essen; man brachte dadurch seine Ergebenheit und Treue zum Ausdruck. Das Essen von Salz bei Gemeinschaftsschlachtopfern war ein Sinnbild ewiger Treue.

Urkunden. Die Zehn Gebote wurden von „Gottes Finger“ auf Steintafeln geschrieben (2Mo 31:18; 32:16); Jeremia setzte eine Urkunde auf, brachte ein Siegel an und nahm Zeugen (Jer 32:9-15); Tontafeln von Völkern des Altertums wurden gefunden, die die Bedingungen von Verträgen erkennen ließen. Oft waren die Tafeln in Tongefäßen versiegelt.

Die Edenverheißung. Gemäß 1. Mose 3:15 erklärte Jehova Gott im Garten Eden in einer Prophezeiung seinen Vorsatz in Gegenwart Adams, Evas und der „Schlange“.

Wer ist mit den in der Verheißung erwähnten Personen gemeint? Aus der Vision, die der Apostel Johannes empfing, geht hervor, daß die „Schlange“ Satan, der Teufel, ist (Off 12:9). Der von gerechten Menschen lang ersehnte „Same“ der „Frau“ ist mit dem „Samen“ Abrahams, Jesus Christus, gleichzusetzen (Gal 3:16; Mat 1:1). Die Schlange sollte dem „Samen“ die Ferse zermalmen. Jesus Christus wurde zu Tode gebracht, eine Wunde, die nur vorübergehend war, denn Gott auferweckte Jesus von den Toten. Der „Same“ wird jedoch den Kopf der Schlange zermalmen, das heißt, sie wird für ewig besiegt sein.

Wer ist die „Frau“, die mit dem Bund in enger Beziehung stehen würde? Bestimmt nicht Eva, denn sie war Gottes Feindin geworden. Um das Geistgeschöpf Satan, den Teufel, zu besiegen, ‘zunichte zu machen’, müßte der „Same“ der „Frau“ ein Geist sein; ein Mensch könnte das nicht tun (Heb 2:14). Jesus war bei seiner Geburt ein irdischer Sohn Gottes, doch bei seiner Taufe bestätigte Gott ihn als seinen Sohn, indem er den heiligen Geist auf ihn hinabsandte. Zu diesem Zeitpunkt wurde Jesus der geistgezeugte Sohn Gottes (Mat 3:13-17; Joh 3:3-5). Später, bei seiner Auferstehung, wurde er „im Geiste lebendig gemacht“ (1Pe 3:18). Wer war also die „Mutter“ des geistgezeugten Sohnes Gottes, nicht die des Säuglings Jesus? Der Apostel Paulus sagt, daß Abraham, Sara, Isaak, Hagar und Ismael in einem symbolischen Drama Rollen hätten; Isaak stellt diejenigen dar, die eine himmlische Hoffnung haben, Paulus eingeschlossen. Der Apostel führt dann weiter aus, daß „das Jerusalem droben“ ihre „Mutter“ sei. Sie werden von Jesus Christus als seine „Brüder“ bezeichnet, womit er andeutet, daß sie dieselbe Mutter haben (Heb 2:11). Das bildet die Grundlage dafür, daß die in 1. Mose 3:15 erwähnte „Frau“ mit dem „Jerusalem droben“ identifiziert werden kann (Gal 4:21-29).

Aus der Verheißung ging hervor, daß eine gewisse Zeitspanne verstreichen sollte, während deren die „Schlange“ einen „Samen“ hervorbringen und sich Feindschaft zwischen den beiden „Samen“ entwickeln würde. Seit der Äußerung der Verheißung sind rund 6 000 Jahre vergangen. Unmittelbar vor der Tausendjahrherrschaft Christi wird die „Schlange“ in den Abgrund der Untätigkeit geschleudert, und im Anschluß an die 1 000 Jahre wird sie für immer vernichtet werden (Off 20:1-3, 7-10; Rö 16:20).Grüß konstadin

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@konstandin

anhang;Der Bund mit Noah. Jehova Gott schloß mit Noah, stellvertretend für seine Familie, einen Bund hinsichtlich seines Vorsatzes, das Leben von Mensch und Tier zu erhalten, die böse Welt jener Zeit aber zu vernichten (1Mo 6:17-21; 2Pe 3:6). Nachdem Noah 500 Jahre alt geworden war, wurde er Vater von Söhnen (1Mo 5:32). Als Gott Noah seinen Vorsatz mitteilte, waren seine Söhne bereits erwachsen und verheiratet. Noah sollte die Arche bauen und seine Frau, seine Söhne und deren Frauen sowie Tiere und Nahrung mit hineinnehmen; Jehova wollte dafür sorgen, daß auf der Erde „Fleisch“ am Leben blieb, sowohl Menschen als auch Tiere. Noah hielt die Bedingungen des Bundes gehorsam ein, und das führte dazu, daß Jehova Menschen und Tiere bewahrte. Der Bund wurde nach der Flut im Jahre 2369 v. u. Z. vollständig erfüllt, als Menschen und Tiere wieder auf dem Erdboden leben und sich fortpflanzen konnten (1Mo 8:15-17).

Der Regenbogenbund. Der Regenbogenbund wurde zwischen Jehova Gott und allem Fleisch (Menschen und Tiere), vertreten durch Noah und seine Familie, im Jahre 2369 v. u. Z. auf den Bergen von Ararat geschlossen. Jehova Gott erklärte, daß er nie wieder alles Fleisch durch eine Sintflut vernichten werde. Darauf erschien der Regenbogen als Zeichen des Bundes, der so lange bestehenbleibt, wie es Menschen auf der Erde gibt, das heißt für immer (1Mo 9:8-17; Ps 37:29).

Der Bund mit Abraham. Der Bund mit Abraham trat offensichtlich in Kraft, als Abram (Abraham) auf dem Weg nach Kanaan den Euphrat überquerte. Der Gesetzesbund wurde 430 Jahre später geschlossen (Gal 3:17). Jehova hatte zu Abraham gesprochen, als er noch in Mesopotamien in der chaldäischen Stadt Ur lebte, und ihn aufgefordert, in das Land zu ziehen, das er ihm zeigen werde (Apg 7:2, 3; 1Mo 11:31; 12:1-3). In 2. Mose 12:40, 41 (LXX) lesen wir, daß die Israeliten, die in Ägypten in Sklaverei gewesen waren, dort auszogen, nachdem sie genau 430 Jahre in Ägypten und im Lande Kanaan gewohnt hatten, ja „an ebendiesem Tag“. Der Tag, an dem sie aus Ägypten befreit wurden, war der 14. Nisan 1513 v. u. Z., das Datum des Passahs (2Mo 12:2, 6, 7). Daraus kann man schließen, daß Abraham am 14. Nisan 1943 v. u. Z. auf seinem Weg nach Kanaan den Euphrat überquerte, und bei dieser Gelegenheit trat offenbar der abrahamische Bund in Kraft. Gott erschien Abraham noch einmal, nachdem dieser in Kanaan bis Sichem gereist war, und erweiterte dort seine Verheißung, indem er sagte: „Deinem Samen werde ich dieses Land geben.“ Dadurch deutete er den Zusammenhang zwischen diesem Bund und der Edenverheißung an und offenbarte, daß der „Same“ aus einer menschlichen Geschlechtslinie kommen würde (1Mo 12:4-7). Später ergänzte Jehova seine Verheißungen noch weiter, wie dies in 1. Mose 13:14-17; 15:18; 17:2-8, 19 und 22:15-18 zu lesen ist.

Die Bundesverheißungen wurden an Abrahams Nachkommen durch Isaak (1Mo 26:2-4) und Jakob (1Mo 28:13-15; 35:11, 12) weitergegeben. Der Apostel Paulus schrieb, der wahre „Same“ bestehe aus Christus (als primärer Teil des Samens) und aus denen, die in Gemeinschaft mit Christus seien (Gal 3:16, 28, 29).

Gott offenbarte den Zweck und die Auswirkungen des abrahamischen Bundes, indem er sagte, daß durch Abraham der Same der Verheißung kommen werde; dieser Same werde das Tor seiner Feinde besitzen; Abrahams Same durch Isaak werde sehr groß an Zahl sein, ja für Menschen zu jener Zeit unzählbar; Abrahams Name werde groß gemacht werden; sein Same werde das Land der Verheißung besitzen; alle Familien der Erde würden sich durch seinen Samen segnen. (Siehe obige Texte aus 1. Mose.) Diese Verheißungen erfüllten sich buchstäblich als Vorbild der größeren Erfüllung durch Christus. Paulus gibt weiteren Aufschluß über den symbolischen und prophetischen Charakter der Bundesbedingungen, indem er erklärt, Abraham, Sara, Isaak, Hagar und Ismael hätten Rollen in einem symbolischen Drama gespielt (Gal 4:21-31).

Der abrahamische Bund ist ein „Bund auf unabsehbare Zeit“. Seine Bedingungen erfordern, daß er bestehenbleibt, bis alle Feinde Gottes vernichtet und alle Familien der Erde gesegnet sein werden (1Mo 17:7; 1Ko 15:23-26).

Paulus äußert in seiner Abhandlung über den abrahamischen Bund und den Gesetzesbund den Grundsatz, daß „es keinen Mittler [gibt], wo es nur e i n e Person betrifft“, und fügt dann hinzu: „Gott . . . ist nur e i n e r“ (Gal 3:20; siehe MITTLER). Der Bund, den Jehova mit Abraham schloß, war einseitig. In Wirklichkeit war er eine Verheißung, und Jehova knüpfte an ihre Erfüllung keine Bedingungen, die Abraham hätte einhalten müssen (Gal 3:18). Deshalb war kein Mittler erforderlich. Der Gesetzesbund war demgegenüber zweiseitig. Er wurde zwischen Jehova und dem Volk Israel geschlossen, und Moses diente als Mittler. Die Israeliten erklärten sich mit den Bedingungen des Bundes einverstanden und gaben das heilige Versprechen ab, das Gesetz zu befolgen (2Mo 24:3-8). Dieser letztgenannte Bund machte den abrahamischen Bund nicht ungültig (Gal 3:17, 19).

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@konstandin

Anhang;Der Bund der Beschneidung. Der Bund der Beschneidung wurde im Jahre 1919 v. u. Z. geschlossen, als Abraham 99 Jahre alt war. Jehova schloß den Bund mit Abraham und seinem natürlichen Samen; alle männlichen Personen seines Hauses, auch die Sklaven, sollten beschnitten werden. Wer sich weigern würde, sollte von seinem Volk abgeschnitten werden (1Mo 17:9-14). Später erklärte Gott, daß der ansässige Fremdling, der wünschte, das Passah zu essen (jemand, der mit den Israeliten ein Anbeter Jehovas werden wollte), die männlichen Personen seines Haushalts beschneiden mußte (2Mo 12:48, 49). Die Beschneidung diente als ein Siegel der Gerechtigkeit, die Abraham durch Glauben hatte, als er noch unbeschnitten war, und als äußeres Zeichen des Bundesverhältnisses der Nachkommen Abrahams (durch Jakob) mit Jehova (Rö 4:11, 12). Gott erkannte die Beschneidung an, bis der Gesetzesbund im Jahre 33 u. Z. zu Ende ging (Rö 2:25-28; 1Ko 7:19; Apg 15). Obwohl die Beschneidung unter dem Gesetz durchgeführt wurde, zeigte Jehova wiederholt, daß er mehr an ihrer symbolischen Bedeutung interessiert war, und gab den Israeliten den Rat, ‘die Vorhaut ihres Herzens zu beschneiden’ (5Mo 10:16; 3Mo 26:41; Jer 9:26; Apg 7:51).

Der Gesetzesbund. Der Gesetzesbund wurde zwischen Jehova und der Nation Israel im 3. Monat nach ihrem Auszug aus Ägypten geschlossen, im Jahre 1513 v. u. Z. (2Mo 19:1). Es handelte sich um einen nationalen Bund. Ein Israelit stand durch Geburt unter dem Gesetzesbund und befand sich so in diesem besonderen Verhältnis zu Jehova. Das Gesetz war schriftlich niedergelegt worden; es war ordentlich angeordnet und nach Bestimmungen gruppiert. Das Gesetz, das Engel durch die Hand eines Mittlers, Moses, übermittelten, wurde am Berg Sinai durch Tieropfer (an Stelle von Moses, dem Mittler oder „Bundesschließer“) in Kraft gesetzt (Gal 3:19; Heb 2:2; 9:16-20). Bei dieser Gelegenheit sprengte Moses die Hälfte des Blutes der geopferten Tiere auf den Altar und las dann das Buch des Bundes dem Volk vor, das sich bereit erklärte, gehorsam zu sein. Darauf sprengte er das Blut auf das Buch und auf das Volk (2Mo 24:3-8). Unter dem Gesetz wurde eine Priesterschaft aus dem Hause Aarons, aus der Familie Kehaths, aus dem Stamm Levi, eingesetzt (4Mo 3:1-3, 10). Das Amt des Hohenpriesters wurde auf die Nachkommen weitervererbt; von Aaron ging es auf seinen Sohn Eleasar über, von Eleasar auf Pinehas und so weiter (4Mo 20:25-28; Jos 24:33; Ri 20:27, 28).

Die Bedingungen des Gesetzesbundes besagten, daß die Israeliten ein Volk für den Namen Jehovas, ein Königreich von Priestern und eine heilige Nation sein und seinen Segen erhalten würden, wenn sie den Bund hielten (2Mo 19:5, 6; 5Mo 28:1-14); wenn sie den Bund brächen, würden sie verflucht werden (5Mo 28:15-68). Sein Zweck war, Übertretungen offenbar zu machen (Gal 3:19); die Juden zu Christus zu führen (Gal 3:24); als ein Schatten der künftigen guten Dinge zu dienen (Heb 10:1; Kol 2:17); die Juden vor falscher, heidnischer Religion zu schützen und die wahre Anbetung Jehovas zu erhalten; die Linie des verheißenen Samens zu schützen. Der Gesetzesbund wurde dem Bund mit Abraham hinzugefügt (Gal 3:17-19), und der natürliche Same Abrahams, der durch Isaak und Jakob kommen sollte, wurde durch den erstgenannten Bund zu einer Nation organisiert.

Der Gesetzesbund war auch für Nichtisraeliten von Nutzen, denn sie konnten Proselyten werden, indem sie sich beschneiden ließen, und viele der Vorzüge des Gesetzes genießen (2Mo 12:48, 49).

Wie ‘veraltete’ der Gesetzesbund?

Der Gesetzesbund ‘veraltete’ aber in gewissem Sinne, als Gott durch den Propheten Jeremia bekanntgab, daß es einen neuen Bund geben werde (Jer 31:31-34; Heb 8:13). Im Jahre 33 u. Z. wurde er aufgehoben auf der Grundlage des Todes Christi am Marterpfahl (Kol 2:14) und durch den neuen Bund ersetzt (Heb 7:12; 9:15; Apg 2:1-4).

Der Bund mit dem Stamm Levi. Jehova schloß einen Bund mit dem Stamm Levi. Der gesamte Stamm sollte dazu abgesondert werden, eine Organisation für den Stiftshüttendienst zu bilden. Auch sollte er die Priester stellen. Dieser Bund wurde im Jahre 1512 v. u. Z. in der Wildnis Sinai geschlossen (2Mo 40:2, 12-16; Mal 2:4). Aaron und seine Söhne — sie stammten aus der Familie Kehaths — sollten als Priester dienen, und die übrigen Familien des Stammes Levi sollten den anderen Verpflichtungen nachkommen; dazu gehörte das Aufbauen der Stiftshütte, ihr Transport und vieles mehr (4Mo 3:6-13; Kap. 4). Später verrichteten die letzteren auch Dienst im Tempel (1Ch 23). Die Einsetzungszeremonien der Priester erfolgten vom 1. bis 7. Nisan 1512 v. u. Z., und mit dem Dienst wurde am 8. Nisan begonnen (3Mo, Kap. 8, 9). Die Leviten hatten im Land kein Erbe, erhielten aber von den anderen Stämmen den Zehnten und hatten Enklavenstädte, in denen sie wohnten (4Mo 18:23, 24; Jos 21:41). Weil Pinehas hinsichtlich der ausschließlichen Ergebenheit gegenüber Jehova Eifer bekundete, schloß Gott mit ihm einen Bund des Friedens,

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@konstandin

Anhang;einen Bund für ein Priestertum auf unabsehbare Zeit für ihn und seine Nachkommen (4Mo 25:10-13). Der Bund mit den Leviten war bis zum Ende des Gesetzesbundes in Kraft (Heb 7:12).

Der Bund mit Israel in Moab. Kurz bevor die Israeliten im Jahre 1473 v. u. Z. ins Land der Verheißung einzogen, schloß Jehova mit ihnen im Land Moab einen Bund (5Mo 29:1; 1:3). Moses wiederholte und erklärte hier einen großen Teil des Gesetzes. Der Zweck des Bundes bestand darin, die Israeliten zur Treue gegenüber Jehova zu ermuntern, bestimmte Änderungen einzuführen und einige neue Gesetze zu erlassen, die die Israeliten benötigten, als sie ihr Nomadenleben aufgaben und im Land seßhaft wurden (5Mo 5:1, 2, 32, 33; 6:1; vgl. 3Mo 17:3-5 mit 5Mo 12:15, 21). Dieser Bund endete mit der Aufhebung des Gesetzesbundes, denn er war ein Bestandteil des Gesetzes.

Der Bund mit König David. Der Bund mit David wurde während seiner Herrschaft in Jerusalem (1070—1038 v. u. Z.) geschlossen. Die Bundesparteien waren Jehova und David, stellvertretend für seine Familie (2Sa 7:11-16). Gemäß den Bedingungen des Bundes sollte ein Sohn aus der Linie Davids den Thron für immer besitzen und ein Haus für den Namen Jehovas bauen. Mit diesem Bund beabsichtigte Gott, den Juden eine Königsdynastie zu geben, Jesus, dem Erben Davids, das gesetzliche Recht auf den Thron Davids, den „Thron Jehovas“, zu verleihen (1Ch 29:23; Luk 1:32) und ihn als den Messias zu kennzeichnen (Hes 21:25-27; Mat 1:6-16; Luk 3:23-31). Dieser Bund schloß keine Priesterschaft ein; die levitische Priesterschaft diente in Verbindung mit den Königen der Linie Davids; Priesterschaft und Königtum waren unter dem Gesetz streng getrennt. Da Jehova dieses Königtum immer anerkennen und sich immer seiner bedienen wird, ist der Bund von ewiger Dauer (Jes 9:7; 2Pe 1:11).

Der Bund für ein Priestertum nach der Weise Melchisedeks. Dieser Bund wird in Psalm 110:4 erwähnt, und der Schreiber des Hebräerbriefes wendet diesen Text in Hebräer 7:1-3, 15-17 auf Christus an. Es ist ein Bund, den Jehova mit Jesus Christus allein geschlossen hat. Anscheinend bezog sich Jesus auf diesen Bund, als er mit seinen Nachfolgern einen Bund für ein Königreich machte (Luk 22:29). Gemäß dem Eidschwur Jehovas sollte Jesus Christus, der himmlische Sohn Gottes, ein Priester nach der Weise Melchisedeks sein. Melchisedek war ein König und ein Priester Gottes auf der Erde. Jesus Christus sollte ebenfalls beide Ämter innehaben, jedoch nicht auf der Erde, sondern im Himmel. Er wurde nach seiner Himmelfahrt für immer ins Amt eingesetzt (Heb 6:20; 7:26, 28; 8:1). Der Bund bleibt ewig in Kraft, da Jesus unter Jehovas Leitung für immer als König und als Hoherpriester dienen wird (Heb 7:3).

Der neue Bund. Jehova sagte durch den Propheten Jeremia im 7. Jahrhundert v. u. Z. einen neuen Bund voraus und erklärte, daß dieser anders sein werde als der Gesetzesbund, den Israel gebrochen habe (Jer 31:31-34). Als Jesus Christus in der Nacht vor seinem Tod am 14. Nisan 33 u. Z. die Abendmahlsfeier einführte, kündigte er den neuen Bund an, der durch sein Opfer rechtsgültig werden sollte (Luk 22:20). Am 50. Tag nach seiner Auferstehung und 10 Tage nachdem er zu seinem Vater aufgefahren war, goß er auf seine Jünger, die sich in einem Obersaal in Jerusalem versammelt hatten, den heiligen Geist aus, den er von Jehova empfangen hatte (Apg 2:1-4, 17, 33; 2Ko 3:6, 8, 9; Heb 2:3, 4).

Die Parteien des neuen Bundes sind auf der einen Seite Jehova und auf der anderen Seite das „Israel Gottes“, die Geistgezeugten in Gemeinschaft mit Christus, die seine Versammlung oder seinen Leib bilden (Heb 8:10; 12:22-24; Gal 6:15, 16; 3:26-28; Rö 2:28, 29). Der neue Bund ist durch das vergossene Blut (das Opfer des menschlichen Lebens) Jesu Christi wirksam geworden, dessen Wert er nach seiner Auffahrt in den Himmel Jehova darbot (Mat 26:28). Wenn jemand von Gott für die himmlische Berufung erwählt wird (Heb 3:1), nimmt Gott den Betreffenden in seinen Bund auf, der über dem Opfer Christi geschlossen wurde (Ps 50:5; Heb 9:14, 15, 26). Jesus Christus ist der Mittler des neuen Bundes (Heb 8:6; 9:15) und ist der primäre Teil des Samens Abrahams (Gal 3:16). Aufgrund seiner Stellung als Mittler des neuen Bundes hilft er denen, die in den Bund aufgenommen worden sind, durch die Vergebung ihrer Sünden, Glieder des wirklichen Samens Abrahams zu werden (Heb 2:16; Gal 3:29). Jehova erklärt sie für gerecht (Rö 5:1, 2; 8:33; Heb 10:16, 17).

Diese geistgezeugten, gesalbten Brüder Christi werden Unterpriester des Hohenpriesters, eine „königliche Priesterschaft“ (1Pe 2:9; Off 5:9, 10; 20:6). Sie verrichten eine priesterliche Tätigkeit, einen „öffentlichen Dienst“ (Php 2:17), und werden als „Diener eines neuen Bundes“ bezeichnet (2Ko 3:6). Diese Berufenen müssen den Fußstapfen Christi genau und treu bis zum Tod folgen; Jehova wird sie dann zu einem Königtum von Priestern machen, zu Teilhabern an der göttlichen Natur; er wird sie als Miterben Christi im Himmel mit Unsterblichkeit

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@konstandin

Anhang;und Unverweslichkeit oder Unvergänglichkeit belohnen (1Pe 2:21; Rö 6:3, 4; 1Ko 15:53; 1Pe 1:4; 2Pe 1:4). Der Zweck des Bundes besteht darin, aus den Nationen ein Volk für den Namen Jehovas als Teil des „Samens“ Abrahams herauszunehmen (Apg 15:14). Diese Personen bilden die „Braut“ Christi und sind die Körperschaft, die Christus in einen Bund für das Königreich aufnimmt, damit sie mit ihm regieren (Joh 3:29; 2Ko 11:2; Off 21:9; Luk 22:29; Off 1:4-6; 5:9, 10; 20:6). Der Zweck des neuen Bundes erfordert es, daß er so lange in Kraft ist, bis alle Glieder des „Israels Gottes“ zu unvergänglichem Leben im Himmel auferweckt worden sind.

Jesu Bund mit seinen Nachfolgern. Am Abend des 14. Nisan 33 u. Z., nach der Feier des Abendmahls des Herrn, schloß Jesus einen Bund mit seinen elf treuen Aposteln. Er verhieß ihnen, daß sie auf Thronen sitzen würden (Luk 22:28-30; vgl. 2Ti 2:12). Später zeigte er, daß sich diese Verheißung auf alle geistgezeugten ‘Sieger’ erstreckte (Off 3:21; siehe auch Off 1:4-6; 5:9, 10; 20:6). Am Pfingsttag setzte er diesen Bund in Kraft, indem er die Jünger, die in dem Obersaal in Jerusalem versammelt waren, mit heiligem Geist salbte (Apg 2:1-4, 33). Wer in allen Prüfungen zu ihm halten und einen Tod gleich dem seinigen sterben würde (Php 3:10; Kol 1:24), würde mit ihm regieren und an seiner Königreichsherrschaft teilhaben. Der Bund zwischen Jesus Christus und diesen Mitkönigen bleibt für immer in Kraft (Off 22:5).

Verschiedene andere Bundesschließungen: a) Bund Josuas und der Vorsteher Israels mit den Bewohnern der Stadt Gibeon, sie am Leben zu lassen. Obwohl es sich um Kanaaniter handelte, die verflucht waren und von den Israeliten vernichtet werden sollten, wurde ein Bund als so bindend betrachtet, daß die Gibeoniter am Leben gelassen wurden. Aber der Fluch wurde dadurch erfüllt, daß sie der Versammlung Israels als Holzsammler und Wasserschöpfer dienen mußten (Jos 9:15, 16, 23-27). b) Bund Josuas mit Israel, daß sie Jehova dienen wollten (Jos 24:25, 26). c) Bund der älteren Männer Gileads in Mizpa mit Jephtha, um ihn als Haupt der Bewohner Gileads einzusetzen, falls Jehova ihm den Sieg über die Ammoniter gewährte (Ri 11:8-11). d) Zwischen Jonathan und David (1Sa 18:3; 23:18). e) Zwischen dem Priester Jehojada und den Obersten der Karier-Leibwache und der Läufer (2Kö 11:4; 2Ch 23:1-3). f) Bund Israels mit Jehova, die fremdländischen Frauen fortzuschicken (Esr 10:3). g) Jehova verhieß, seinen Knecht als einen Bund des Volkes oder für das Volk zu geben (Jes 42:6; 49:8). h) In Hebron zwischen David und allen älteren Männern Israels (1Ch 11:3). i) Während der Herrschaft Asas ein Bund des Volkes, Jehova mit ganzem Herzen und ganzer Seele zu suchen (2Ch 15:12). j) Bund Josias mit Jehova, die Gebote Gottes gemäß dem Gesetz zu halten (2Ch 34:31). k) Die „Prahler“, die in Jerusalem regierten, bildeten sich fälschlicherweise ein, sie seien in Sicherheit, da sie „mit dem Tod einen Bund geschlossen“ hätten (Jes 28:14, 15, 18).Gruß konstadin!

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@konstandin

Kommentar vom Fragesteller: Danke für Deine Arbeit! Du hast ja sehr viel Text beigebracht. Den hast Du aber nicht selbst erarbeitet, oder? Da braucht man ja Wochen dazu. Sag, woher ist das alles?

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@Flagrant

Das ist eine Textkopie aus einem Programm mit dem Namen "Watchtower Library", welches von einer bestimmten Endzeitgruppe verwendet wird. Falls Du Zugang zu einem solchen Programm hast: Er findet sich in der Rubrik Einsichten, Einsichten Band 1, Stichwort Bund.

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@izreflexxx

Grüße Sie! ja Das ist richtig Herausgeber Jehovaszeugen Einsichten Band 1,Stichwort Bund.Danke izreflexxx!

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@konstandin

In deutschen Foren hat sich das Du als Anrede durchgesetzt, so wie Du es bei Deinem Beitrag auch verwendet hast. Darf ich das Siezen nun als bewusste Distanzierung verstehen und wenn, womit habe ich mich darum verdient gemacht?

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@izreflexxx

izreflexxx, ich schätze Deine Antworten hier. Aber meinst Du nicht, daß Du hiermit unseren Antworter konstandin bloßstellst oder vielleicht vor den Kopf stößt? Ich glaube nicht, dass er irgendwas beabsichtigt hat. Er hat sich vielmehr viel Arbeit gemacht und versucht, mir eine umfassende Antwort zu geben. Ich lese aus seiner Antwort "Grüße Sie! ja Das ist richtig ... " eine Freude, daß ein anderer (Du) die Quelle kennt wie er. Ich freue mich mit ihm.

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@Flagrant

Ich danke euch für die aufmunternden Worte es war nur eine Höflichkeitsform und wie der Herr Flagrant sagte freue ich mich das ich nicht der einzige bin der das weis wo es steht und war sehr überrascht! DH!

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@konstandin

Okay. Hätt ja sein können, dass ich etwas falsch gemacht habe und hätte es ggf. gerne gewusst.

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@izreflexxx

Ja, Du hast etwas falsch gemacht Ireflexxx.

Nimmt nicht jeder sein "Wissen" irgendwoher?

Izreflesxxx, wenn Du so kritisch bist, erkläre mir einmal

  1. Korinther 4:7 . . . In der Tat, was hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du [es] nun wirklich empfangen hast, warum rühmst du dich, als hättest du [es] nicht empfangen?

Egal ob von Gott oder Menschen!

Asserdem hat Dein Kommentar überhaupt nichts mit der Beantwortung der Frage zu tun.

Konstandin, ich finde es gut das Du hier so klar das mitteilst, was Du für richtig erkannt hast. Auf welche Art und Weise Du dies mitteilst ist vollkommen zweitrangig.

Christliche Liebe wird in diesem Zusammenhang wie folgt definiert:

  1. Korinther 13: 4 Die Liebe ist langmütig

[Antwort schon x mal gelesen oder geschrieben]

und gütig.

[Ah, ein Haar in der Suppe: Er "siezt!"] [suchen wir das Gute in den Antworten?]

Die Liebe ist nicht eifersüchtig

sie prahlt nicht

bläht sich nicht auf

5 benimmt sich nicht unanständig, blickt nicht nach ihren eigenen Interessen aus, läßt sich nicht aufreizen. Sie rechnet das Böse nicht an. 6 Sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, sondern freut sich mit der Wahrheit. 7 Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, erduldet alles.

LG

Jens

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