Schwule oder lesbische Bürgermeister/innen in Deutschland

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12 Antworten

Bestimmt gibt's die, nur fällt mir keiner ein, der es so herausstellt wie Klaus W. Aber wo wir gerade bei dem sind, der Vorvorgänger des Hamburger Bürgermeisters war auch schon als schwul bekannt, bevor er ins Amt kam.

Vor einiger Zeit ging mal durch die Medien, daß ein Ort oder eine Stadt in Bayern einen Bürgermeister hat, der nicht nur schwul, sondern auch noch evangelisch und in der SPD ist....

"Im Zuge des Antidiskriminierungsgesetzes im Prinzip ja heute kein Problem mehr." - Doch, er soll ja auch gewählt werden. Und ganz ehrlich, abgesehen davon, daß ich kein Freund von Bürgermeister-Direktwahlen bin: Wenn mir bei jemand die politische Grundausrichtung zusagt, dann ist es mir egal, ob er schwul ist. Wenn sich aber jemand hinstellt, seine Veranlagung als sein Markenzeichen präsentiert und dann unterschwellig auch noch sagt "Wer mich nicht wählt, hat wohl was gegen Schwule", dann hat der bei mir verschissen.

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Das Sexualleben anderer Leute kümmert mich nicht.

Insbesondere bei Politikern ist es mir lieber, dass sie gute Politik betreiben. Zu wem sie sich hingeogen fühlen, will ich gar nicht wissen. Und ganz nebenbei bemerkt ist das seit Klaus Wowereit schon kein Problem mehr. Das spätere Antidiskriminierungsgesetz hat daran keinen Anteil gehabt.

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Die Fragestellung stört mich massivst denn sie liest sich für mich nicht nur diskriminierend sondern auch geprägt von fehlender politischer Bildung. Die Intimsphäre sollte Arbeitgeber einen feuchten Kehrricht angehen. Wir wählen sie, wir bezahlen sie. Sie sollen unseren Willen umsetzen. In kleinen Gemeinden werden sie wohl hier und da nicht bezahlt. Da wird die eine oder andere Gemeinde eh froh sein wenn jemand diese Arbeit macht. Also mit wichtigeren Fragen beschäftigt sein als mit dieser. Wie bei dem gewählten und hier schon beschriebenen bayuwarischen Bürgermeister. Seine Gemeinde hat seine politischen Qualitäten dringend nötig so weit ich den Beitrag dazu erinnere.

Vielleicht geht es uns ja zu gut wenn wir uns solche Fragen leisten können. Politisch betrachtet. Da Du aber einen Zusammenhang mit dem Grundgesetz herstellst:

Wir dürfen uns schämen angesichts der gerade wieder aktuellen Diskussion.

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Kommentar von Spassbremse1
24.08.2012, 09:50

Schämen sollte sich jemand, der etwas absichtlich missverstehen WILL :(

Ein Politiker, der sich outet - egal wofür - ist ein Kraft- und Hoffnungsquell, für all die, die im Alltag diskriminiert werden, ausgegrenzt, beschimpft und mehr. Du projizierst deine schlechten Gedanken auf dein gegenüber - nicht gut.

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Ich beantworte einfach mal: Wer mir jetzt spontan einfällt ist Michael Adam (früher Bürgermeister in Bodenmais, heute Landrat in Regen / Bayern). Das war vor allem spektakulär, da er öffentlich dazu steht und das im tiefsten Bayerischen Wald ist. Aber auch dort scheint es Leute zu geben denen dann die Kompetenz doch wichtiger war als die sexuelle Ausrichtung^^

Ansonsten: Ole von Beust stand offen zu seiner Homosexualität. In München sitzt eine "Rosa Liste" im Stadtrat und ist auch an der Stadtregierung beteiligt

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Kommentar von Spassbremse1
24.08.2012, 17:45

DANKE! DU hast meine Frage verstanden - genau wie Biene Maja

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Weshalb wäre das wichtig? Entscheidend ist die Wahrnehmung der Verantwortung, sonst nichts.

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Kommentar von Spassbremse1
23.08.2012, 08:26

wo habe ich behauptet es ist wichtig?

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Mir ist die sexuelle Ausrichtung anderer Menschen völlig Schnuppe und ich verstehe nicht, warum die Homosexualität einiger Menschen immer Gesprächsthema ist. Wenn jemand Hetero ist, interessiert es doch auch niemanden.

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Kommentar von Spassbremse1
23.08.2012, 08:12

Mich interessiert es, weil im Realen allzu oft gegen das LADG verstoßen wird und ich denke, dass Menschen mit diesen Ausrichtungen viel Bewirken können in Puncto Toleranz und Akzeptanz.

Wenn ich einige Posts hier so lese, sträuben sich mir die Nackenhaare. Wir leben im Jahr 2012!

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Mein Gott, die sexuelle Orientierung spielt doch bei solchen Ämtern überhaupt keine Rolle.

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Kommentar von Spassbremse1
24.08.2012, 07:22

Das steht auch nirgends in meiner Frage. Mein Interesse liegt einzig und allein daran, ob wir bereits in Puncto Toleranz nach vorne gehen! Scheinbar nicht, wie der Fragethread hier beweist!

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"... Gibt es weitere Städte/Gemeinden in Deutschland, in denen es Schwule oder Lesben bis in diese Ämter geschafft haben? Und vor allem, die auch öffentlich dazu stehen...."

Ja, diese gibt es... auch in noch "höheren" Ämtern - Zitat KW: "...und das ist auch gut so"

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Kommentar von Parsifal271
23.08.2012, 16:00

Noch höher? Über Wowereit, der ja eher Ministerpräsident eines Bundeslandes als Bürgermeister einer Stadt ist, kommt doch nur noch der Bundeskanzler. Und soweit ich weiß, ist die derzeitige Amtsinhaberin mit einem Mann verheiratet.... ;-)

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Da gibt es sicherlich mehrere die sich noch nicht getraut haben sich zu outen. :o)

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Kommentar von Spassbremse1
24.08.2012, 20:45

Schade - das wäre ein Schritt in die richtige Richtung!

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Guido Westerwelle,Ole von Beust aus Hamburg

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Guten Morgen :-)....darf ich fragen inwiefern die sexuelle Orientierung bei der Berufswahl, bzw. in div. Ämtern ausschlaggebend ist?

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Kommentar von Spassbremse1
23.08.2012, 07:56

Herr Wowereithat sich damals bei Amtsübernahme dazu öffentlich bekannt. D.h. nicht, dass er Details berichtet hat, sondern lediglich einen Damm gebrochen hat.

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Kommentar von Wenne
23.08.2012, 08:03

Das Problem wird bei politischen Ämtern wohl die Meinung der Wähler sein. Bei uns gibt es noch sehr viele die Wert darauf legen dass der Kandidat den sie wählen auch 'normal' ist.
Was 'normal' ist entscheidet zwar jeder selbst, aber auch in unserer aufgeklärten Welt wird noch viel in 'Schienen' gedacht ;-P
Somit muss ein Kandidat eigentlich sehr gut sein wenn er den Stimmenverlust durch ein eventuelles Outing kompensieren kann. ;-)
Bei der Berufswahl sollte es zwar auch keine Auswirkungen haben, tut es aber dennoch. Dieses jahrhundertealte 'Schienendenken' kann man nicht in wenigen Jahren aus den Köpfen der Bevölkerung heraus bringen.
Weder die sexuelle Orientierung, noch Hautfarbe, Glauben oder so.
Bis wirklich alle begriffen haben was Toleranz ist werden wohl noch ein paar Generationen vorbei ziehen. ;-)

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ich denke nicht, dass schwule oder lesben in den ämtern besser entscheiden, als diese profilneurotischen klugschwätzer, die wir heute regierung nennen und die hetero sind....

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Kommentar von Spassbremse1
23.08.2012, 08:10

davon war doch auch gar nicht die Rede ... wo habe ich behauptet, dass sie besser entscheiden oder anders? Und als Klugschwätzer habe ich Heteros auch nicht bezeichnet .

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Kommentar von TETTET
24.08.2012, 10:47

Und ich dachte immer unser Aussenminister wäre schwul...

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