Schwindel und Bonommenheit nach Migräne?!

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3 Antworten

das Gefühl, alles wie im Traum wahrzunehmen und nicht ganz in der Welt zu sein, habe ich, wenn mein Blutdruck zu hoch ist. Beim ersten mal bin ich in die Apotheke um Blutruck zu messen, der obere Wert lag bei etwa 180. Habe dann meinen Arzt angerufen. Der ist rausgekommen und hat mir nach dem Blutdruck messen ( den unteren Wert weiß ich nicht mehr,aber war auch zu hoch) eine Spritze gegeben und Tabletten da gelassen. Nimmst du deine Blutdruck- Tabletten regelmässig? Bei mir wurde es nach der Spritze besser. Ansonsten alle Art von Aufregung, Kaffee / Cola vermeiden und deine Blutdrucktabletten nehmen.

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Das Benommene geht im Allgemeinen tatsächlich nur durch Warten weg, und zwar von selbst. Ein solcher Migräneanfall ist sehr zehrend, vor vor allem die Aura dabei. Danach braucht dein Gehirn Zeit, um sich zu erholen und zu regenerieren.

Du solltest die Sache nicht auf die leichte Schulter nehmen. Migräne ist eine schwere Erkrankung, die einem das ganze Leben vermasseln kann.

Da du Migräne mit Aura hast, hast du sogar die schwerere Form. Medikamente gegen die Aura gibt es nicht (es gibt Antiepileptika, denen nachgesagt wird, bei Dauereinnahme die Auren seltener und weniger schwer zu machen, aber die will ich dir jetzt nicht anraten, zumal das ohnehin nur ein Arzt könnte). Behandelbar sind hauptsächlich nur die Schmerzen, auch wenn sie akut da sind, und zwar entweder durch klassische Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Aspirin in relativ hoher Dosierung, oder aber mit den speziellen Migränemitteln, den Triptanen, von denen es einige schwächere Sorten auch rezeptfrei (für viel Geld und in kleinen Mengen) in der Apotheke gibt.

Wegen deiner Aura darfst du nicht mit östrogenhaltigen Pillen verhüten. Manchmal bewirken solche Pillen auch erst eine Migräne mit Aura. Gleichfalls darfst du nicht rauchen. Beides (östrogenhaltige Pille, Rauchen) erhöht das Schlaganfallrisiko bei Migräne mit Aura drastisch. Bluthochdruck ist ebenfalls in dieser Hinsicht ungünstig. Deshalb versuche als allererstes die Risikofaktoren (sofern vorhanden) zu reduzieren.

Es gibt Untersuchungen, gemäß denen Patienten mit Aura-Migräne häufiger zu Übergewicht, Bluthochdruck, Insulinresistenz, metabolisches Syndrom, Diabetes II, Schlaganfällen, Herzinfarkten neigen als Nicht-Migräniker, aber auch als Migräniker ohne Aura.

Deshalb meine Frage: neigst du vielleicht zu Übergewicht?

Es gibt viele Hinweise, die darauf hindeuten, dass Migräneanfälle sehr stark durch Unterzuckerungen verursacht werden. Viele Menschen neigen zu Unterzuckerungen, wenn sie sich zu kohlenhydratreich (insbesondere zuckerreich) ernähren. Diese Unterzuckerungen treten überwiegend einige Zeit nach einer Mahlzeit oder nach körperlichen und geistigen Anstrengungen (auch Stress) auf.

Sie können auch Bluthochdruck bewirken, und das geht so: Wenn dein Gehirn ausschließlich von Glukose lebt (wie es bei kohlenhydratreicher Ernährungsweise üblich ist), die letzte Nahrung schon ein wenig zurückliegt und die winzigen Kohlenhydratspeicher in der Leber (für das Gehirn) sich dem Ende zuneigen, dann löst es eine Stressreaktion aus. Es zwingt den Organismus, die Glukose selbst herzustellen. Da aus Fett keine Glukose hergestellt werden kann, wird sie aus Körpereiweißen (den Prozess nennt man Glukoneogenese) produziert, und zwar aus deiner Haut, deinen Muskeln, deinem Bindegewebe. Der Körper frisst sich also gewissermaßen selbst auf, nur um das Gehirn mit ausreichend viel Zucker zu versorgen. Dies geschieht unter massiver Beteiligung des Stresshormons Cortisol. Eine häufige Nebenwirkung ist: Ständiger Bluthochdruck (= Stresssymptom). Ferner: Man fühlt sich gestresst (obwohl eigentlich kein Anlass vorliegt). Dies ist mit ein Grund, warum der Volksmund über ständig gestresst wirkende Menschen sagt, sie hätten eine dünne Haut (sie bekommen mit der Zeit tatsächlich eine dünne Haut).

Ich würde dir raten, einmal den folgenden Unterzuckerungstest zu machen:

http://www.migraeneinformation.de/molmain/main.php?docid=691

Wenn du dabei viele Punkte erreichst, solltest du an der Sache dranbleiben. Auf der Seite findest du noch weitere hilfreiche Online-Tests (oben rechts im Kasten).

Man rät dort übrigens, sich bei Migräne eher fettreich und kohlenhydratarm (LCHF) zu ernähren. Dafür sprechen in der Tat viele Indizien.

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Kommentar von Ursulala
02.09.2013, 13:03

Und hier noch eine lustige Werbung zu Unterzuckerungen:

Du bist nicht du, wenn du hungrig bist:

http://www.youtube.com/watch?v=C4fcCOuhfYE

Die einen werden in solchen Situationen völlig unrund (bis hin zur Persönlichkeitsveränderung), die anderen bekommen Migräne, manche beides.

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Geh zum Arzt.

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Kommentar von EvilLights97
02.09.2013, 10:43

war ich schon so oft. Muss man 2 - 3 Tage Abwartenda geht es von alleineweg meinen die Ärzte immer

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