Schwester in Obhut

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4 Antworten

Nein eigentlich nicht. Vielleicht, kommt mal das Jugendamt vorbei, und schaut sich bei euch um. Womöglich werdet ihr auch befrag.

Ok, meine Eltern müssen ja vor Familiengericht, wird es da nur um meine Schwester gehen oder wie ?

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@halil1414

Vorerst ja. Es kommt darauf an, welche Vorwürfe deine Schwester erhebt.

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@Goodnight

aja.. Die Pädagogin hat gemeint, dass dem kleinen nichts passieren wird weil meine Schwester auch gesagt hat, er wäre unser Liebling... Also müssen wir uns keine große Sorgen machen.. Herzlichen Dank..

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Die Inobhutnahme ist ein ziemlich drastischer Schritt. Das Recht gewährt große Freiheiten bei der elterlichen Erziehung. Der Staat überwacht allerdings, ob die Erziehung zielführend ist. Die Kriterien sind in §1 SGB VIII beschrieben. Es kommt darauf an, zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Person heranreifen zu können. Inobhutnahme kommt nur in Betracht, wenn eine akute Gefahr für das seelische, leibliche oder geistige Wohl eines Kindes besteht und sicher wahrscheinlich ist (vgl. §42 SGB VIII in Verbindung mit §1666 BGB). Die mit der Familie betrauten Sozialpädagogen/Sozialarbeiter MÜSSEN tätig werden, wenn eine solche Gefahr droht, da sie sich sonst strafbar machen können (vgl. §13 StGB), da sie einen Schutzauftrag gegenüber Deiner Schwester wahrnehmen. Dabei muss die Einschätzung des Gefährdungsrisikos sowohl im Zusammenwirken mehrere Fachkräfte (Sozialarbeiter) als auch unter Beteiligung der Personensorgeberechtigten (Eltern) und des Kindes stattfinden. Die Verantwortung liegt beim Familiengericht.

Das lässt folgenden Schluss zu:

  • Deine Eltern haben sich unkooperativ gezeigt.

  • Es drohte eine gegenwärtige Gefahr für das Wohl Deiner Schwester.

Wie gesagt: Die Entscheidung der Inobhutnahme wird niemals leichtfertig getroffen. Die Hindernisse sind sehr groß, gerade weil das Gesetz das Recht auf Erziehung den Eltern zugesteht, aber auch die Pflicht (Obliegenheit)!!! Ich nehme Dir nicht ab, dass Du davon nichts gewusst haben willst, dass da was nicht ganz in Ordnung ist bei Euch.

Sollte nämlich keine gegenwärtige Gefahr bestehen, dann wäre es möglich gewesen -die Hilfeannahme Deiner Eltern vorausgesetzt- Hilfen zur Erziehung anzubieten (§27ff. SGB VIII).

Da die Erziehung offensichtlich im Sinne des Gesetzes nicht zielführend ist, ist möglicherweise mit einer weiteren Befassung des Jugendamtes mit den PSB zu rechnen. Die Annahme von Hilfen zu Erziehung kann auch "erzwungen" werden, wenn Eltern uneinsichtig sind.

Es ist sehr viel besser, wenn Eure Eltern intensiv mit dem Jugendamt kooperieren und insbesondere ihr erzieherisches Verhalten verändern. Ansonsten könnte irgendwann sicher auch bei Deinem Bruder ein erzieherisches Defizit (Abweichung von den in §1 SGB VIII genannten Kriterien) festgestellt werden.

Also im Interesse aller würde ich an Deiner Stelle darauf hinwirken, dass Deine Eltern wirklich Gehorsam üben gegenüber dem Sozialarbeiter. Ich bin ansonsten kein Fan von Obrigkeitshörigkeit aber hier ist es sehr wahrscheinlich, dass Deine Eltern sich wirklich ändern müssen...

Das ist eine Meinung und keine Rechtsberatung.

aus der Ferne lässt sich kaum eine Diagnose abgeben.

Aber es kann alles in recht eigenartigen Bahnen verlaufen. In Verbindung mit "dem weißen Ring" kann ihr eine Opferentschädigung gezahlt werden, die dann von den Schädigern, also den Eltern eingeklagt werden könnte.

Ganz sicher werden die Eltern das staatliche Kindergeld als auch Unterhaltskosten an denjenigen zahlen müssen, der die Schwester in Obhut genommen hat (vermutlich das Jugendamt).

Wenn die Schwester beim Arzt war, und der irgendwelche Blutergüsse oder Verletzungen nachweisen konnte, kommen die Eltern erstmal in Erklärungsnot. Da wäre es wenigstens hilfreich, sich die Auseinandersetzungen, deren Ursache und dem Ablauf schriftlich zu notieren, damit man ggf. Gegenargumente hat. Manche Verletzungen von Jugendlichen bringen diese sich auch selber bei oder sind bei einem Streit mit Freunden beigebracht worden.

Wenn die Eltern sich absolut unschuldig fühlen, wäre wohl ein Anwalt ratsam, wenn aber doch Teile davon sich als wahr bestätigen sollten, bringt die Verweigerung des Einverständnisses wenig, als nur weitere Kosten und eine "Unterschrift" durch das Gericht.

Ich denke, die wo deine Schwester in Obhut genommen haben, haben das schon kontrolliert was sie gesagt hat. Es wird mit sicher seine gründe gehabt haben.

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