Schwester heult wegen Therapeutin?

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11 Antworten

Eine Therapie ist eine anstrengende und fordernde Sache. Da man dort mit vielen Dingen konfrontiert wird, die man sonst lieber unter den Teppich kehrt und die einem unangenehm sind oder einen sogar verletzen, kann es natürlich sein dass man nach einer Sitzung deprimiert ist oder das Bedürfnis zu weinen hat.

Stell es dir in etwa wie eine Operation ohne Narkosemittel vor. Deine Schwester verbindet ihre Wunden zwar, aber das heilt sie nicht, die Therapeutin hilft deiner Schwester die Wunden aufzureissen um sie behandeln zu können.

Klingt zwar grausig, ist aber momentan noch der einzige Weg psychische Störungen und Krankheiten zu behandeln.

Was ihr, also du und deine Mutter tun könnt, ist für deine Schwester da zu sein, sie zu unterstützen und ihr zu sagen (und das auch einzuhalten) dass sie sich vor euch nicht verstecken muss und dass ihr ihr helfen werdet wenn sie euch braucht.

Wenn die Schwester euch vertraut, wird sie euch auch sagen wenn in der Therapie wirklich was nicht stimmen sollte. Bis dahin gibt es keinen Grund sie abzumelden.

Ihr könnt auch mit der Therapeutin sprechen und um Rat fragen was ihr als Familie tun könnt, wenn es deiner Schwester nach einer Sitzung nicht gut geht.

Hallo, eine Therapie bedeutet immer eine Auseinandersetzung mit den Problemen, die man hat. Das heisst auch, dass auch ungute Stimmungen hochkommen! Es kann ein langer Prozess von Gefühlsschwankungen geben, bis eine gewisse Stabilität eintritt...

Allerdings muss die Chemie zwischen Therapeutin und Patientin stimmen! Oft ist es ganz schwierig über die Patienten herauszufinden, ob diese Gefühlsausbrüche, wie du sie beschreibst, von der Therapie (Konfrontation mit den Problemen) oder von der Therapeutin (Antipathie) ausgelöst werden.

Wenn deine Schwester darüber nicht reden möchte, müsst ihr das akzeptieren! 

Es würde aber die Möglichkeit geben, mit der Therapeutin das Gespräch aufzunehmen. Deine Mutter soll selber vorbeigehen und über die Stimmungsschwankungen der Tochter mit ihr reden.

Sie wüsste dann 1. wie sie damit umgehen könnte und 2. ob diese Therapeutin kompetent und sympathisch ist...

Ich wünsche euch Glück und ich finde es schön, dass du dich deiner Schwester so annimmst! LG

Deine Mutter sollte mal mit der Therapeutin sprechen.

Sie wird ja nicht ohne Grund dahin gehen und es ist absolut normal und richtig, dass die Therapie Gefühle weckt. Manchmal tut eine Therapie auch furchtbar weh.
Der weg ist niemals leicht. Gesund werden ist harte und teilweise schmerzliche Arbeit.

Es muss ja einen Grund geben, wieso deine Schwester die Therapie macht. Wenn sie darüber nicht reden möchte, dann müsst ihr das akzeptieren.

Eine Therapie kann sehr anstrengend sein, es kommen dabei  starke Emotionen hoch. Es kann durchaus im Sinne einer Heilung sein, wenn deine Schwester diese Emotionen äußern kann, anstatt sie (vielleicht??) wie früher zu unterdrücken. Du solltest deiner Schwester also nicht wünschen, sie möge doch bitte so scheinbar unkompliziert (und für Euch problemlos?) sein wie früher - wünsche ihr doch, dass es ihr bald besser geht und sie ihre Probleme bearbeiten kann und neue Lösungen für sich selbst findet.

Ich denke nicht, dass Deine Mutter gegen den Willen deiner Schwester die Therapie einfach beenden und sie bei der Therapeutin abmelden kann. Auch wenn Deine Schwester noch minderjährig ist - sie ist die Patientin. Wenn die Therapeutin der Meinung ist, Deine Schwester hat die notwendige geistige Reife für die Entscheidung "Fortsetzung der Therapie oder nicht", dann kann sie die Therapie fortsetzen.

Eine Therapie ist kein Spaziergang. Je nachdem, was dort besprochen und bearbeitet wird, kann das emotional sehr belastend und erschöpfend sein, ich kenn das sehr gut, dass man danach komplett durch ist.

Muss also nicht sein, dass die Therapeutin Deine Schwester "kaputt"macht, sondern dass sie jetzt einfach die ganzen Konflikte bearbeitet.

Sprich mal in Ruhe mit Deiner Schwester, was die für ein Gefühl bei der Therapeutin hat. Wenn sie sich gut aufgehoben und verstanden fühlt, solltet Ihr das erstmal respektieren.

dercoolemax 04.07.2017, 23:21

Nunja ich bin auch in psychischer Behandlung bei einem echten Psychologen (wobei nirgends in der Frage steht das Therapeut gleich ausgebildeter Psychologe bedeutet ) es ist vollkommer Schwachsinn zu behauptet dass das Aufarbeiten von inneren Konflikten belastend und erschöpftend wirkt wenn das der Fall ist. macht der Psychologe was falsch man soll doch die Probleme lösen und sich dadurch besser fühlen nicht schlechter !!!!!!!!!!!!!!!!!!!?!

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Es wäre besser therapeutin zu wechseln. Die mutter soll sie einfach nicht mehr dorthin lassen aber evt vorher ein gespräch zu 3.

Wieso ist sie denn in Therapie? Da geht man ja nicht hin, wenn man nicht einen guten Grund hat.

Hey, also 1. Aggressives Verhalten 'erbt' man nicht, sondern es wird anerzogen.
Von deinem Text vermute ich, dass deine Schwester noch recht jung ist.
Du solltest mal in Erfahrung bringen, weshalb sie in Therapie ist. Kinder Müssten nicht therapiert werden, wenn die Eltern nicht so vieles falsch machen würden.
Psychische Probleme sind nicht angeboren, sondern werden über jahre 'erlernt und anerzogen'.
Ich verstehe nicht, weshalb es immer die Kinder sind, die in Therapie geschickt werden.
Du solltest mal mit deinen Eltern über den Grund der Therapie reden.
LG

Sportmausss 29.06.2017, 22:24

Also meine Schwester wollte in die Therapie, und nach dem Grund werde ich sie gleich mal fragen!;)

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zentangle 29.06.2017, 23:25

Es gibt durchaus geerbte und andere psychische Erkrankungen, die nicht eifach "anerzogen" sind!

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Cruzix1902 29.06.2017, 23:41

@zentangle Welche sind das denn?

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"Aggressionen von meinem Vater vererbt hat"

Das ist ein eher faktenfreies hypothetisierendes Gelaber. Das sagt die Dame womöglich einfach daher und ahnt gar nicht, wie es in Deiner Schwester wirkt.

Kurz gesagt: es gibt keine Beziehung zwischen zwei Menschen, die immer glücklich macht und aufbaut. In jeder gibt es mal Krisen.

Wenn einer von beiden aus der Begegnung JEDES mal gedrückt geht, ist aber wohl offensichtlich, dass sie nicht förderlich ist und abgebrochen werden sollte.

Meldet sie sofort dort ab! Habe leider schon erleben müssen, wie Therapeuten ganze Familien zerstören!

Meldet sie dort ab und bringt sie bei einer anderen Therapeutin unter. Wenn sie nicht drüber reden will und sauer wird deswegen, einfach machen und nicht groß drüber reden. Stellt sie vor vollendete Tatsachen.

zentangle 29.06.2017, 23:19

Der Patient sollte immer als Erster über Veränderungen in der Therapie gefragt werden! Sonst nimmt man in Kauf, dass er sich verweigert weiterhin an sich zu arbeiten; das ist ja wohl kein Ziel!

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Secretstory2015 30.06.2017, 00:01
@zentangle

Den Patienten zu befragen, erscheint mir in diesem Falle alles andere als sinnvoll, da sie sich ohnehin dem gegenüber verschließt.

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