Schwerpunktwahl Maschinenbau-Master?

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3 Antworten

Dir ist schon klar, dass zwischen Produktentwicklung und Verfahrenstechnik ein deutlicher Unterschied ist?

Ersteres ist typisch Wirtschafts-Ingenieurwesen, letzteres ein richtiges Maschineningenieur-Fach.

Ich rate zum Wechsel auf Verfahrenstechnik. Da hast du dann die Technik pur. Für spätere Querschnitts-Tätigkeiten hast du mit deinem Beginn Wirtschafts-Ingenieur genug Wissen gesammelt.

Studierst du an einer Uni? Da werden üblicherweise auch Management-Elemente im Maschinenbau gelehrt. Der Diplom-Ingenieur alter Schule wurde immer für Management-Aufgaben ausgebildet und die hat er auch ausgeübt.

industrialeng 30.06.2017, 18:44

Ich möchte später nicht unbedingt in Schnittstellenpositionen arbeiten. Daher wechsel ich auch zu Maschinenbau, nur fällt mir die Schwerpunktwahl sehr schwer: Einerseits glaube ich, dass man mit Produktentwicklung flexibler ist, andererseits finde ich Verfahrenstechnik interessanter.

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HansH41 30.06.2017, 18:50
@industrialeng

Dein letzter Satz stimmt schon. Anderseits ist Verfahrenstechnik sehr weit differenziert. Erst wenn man sich damit beschäftigt, sieht man, was alles Verfahrenstechnik ist.

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industrialeng 30.06.2017, 18:52
@HansH41

Und um noch Ihre Frage zu beantworten: Ich studiere zur Zeit in einer HS, werde zum Master hin aber in einer Uni studieren. Formalia für die Zulassung sind auch bereits geregelt.

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industrialeng 30.06.2017, 18:53
@HansH41

Habe zudem bedenken, dass mir man dann nachsagt, ich wüsste nicht, was ich will.

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HansH41 30.06.2017, 18:56
@industrialeng

Das ist vernünftig. Die Unis bieten viel mehr Möglichkeiten, sind ja auch drastisch größer - und bekommen viel mehr Drittmittel von der Industrie.

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Bist mit beiden sehr gut bedient auf dem Arbeitsmarkt, wenn du auch was kannst. Also ich kann dir sagen, Job finden wird nicht schwer, eher einen Job der so bezahlt ist, wie du es dir vorstellst. Ich würde mich an deiner Stelle fest deine Interesse klammern, da du dort mehr Leistung bringen wirst. Das sichert dir sowieso ein besseres Einkommen, ist ja logisch wenn man mit Sachen zutun hat, die einen interessieren. Lg Sunny

industrialeng 30.06.2017, 18:42

Danke für die schnelle Antwort!

Würde denn der Wechsel der Schwerpunkte (im Bachelor hatte ich Produktentwicklung) denn nicht wie ein Bruch wirken und bei den Personalern den Eindruck hinterlassen, dass man nicht weiß, was man möchte?

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HansH41 30.06.2017, 18:53
@industrialeng

Nein. Dafür ist ja der formale Abschluss Bachelor da, dass man anschließend sich ein endgültiges Ziel such, dann hat man den Überblick, den man nach dem Abitur noch nicht hat.

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Hamburger02 30.06.2017, 19:19
@industrialeng

Nein, die Gefahr ist minimal. Positiv wirkt aber, wenn du möglichst breit aufgestellt bist, da werden deine Einsatzmöglichkeiten erweitert.

Sollte ein Personaler in die Richtung nachfragen und du begründest es wie oben in deinem Text mit Schwerpunkt "breites Interesse an vielem", wird das akzeptiert.

Letztlich wird von jedem Ingenieur Flexibilität erwartet. Selten wird man genau dort eingesetzt, was man auch studiert hat. Ein Master weist dich aus, dass du grundsätzlich in der Lage bist, dich in komplexe Themen einzuarbeiten und genau darauf kommt es an.

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ARbeite einfach zwei, drei Jahre in der Schnittstelle dieser Bereiche, also Anlagenbau Verfahrenstechnik. Dann kannst Du klar sagen, was Dir eher liegt und was Dir an Fachwissen noch fehlt. Und dann suchst Du Dir dafür den perfekten Master!

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