Schwermetallabfall oder halogenierter?

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3 Antworten

Ich würde mal behaupten, dass das von Labor zu Labor unterschiedlich gehandhabt wird.

Prinzipiell ist es doch aber so: halogenierte organische Lösungsmittel enthalten üblicherweise keine Schwermetalle (weil deren Salze sich darin nicht lösen), Schwermetallsalzlösungen enthalten eher keine halogenierten organischen Lösungsmittel.

u.U. muss man vorher aufarbeiten, z.B. uneglöste Schwermetallsalze vom Lösungsmittel abfiltrieren, wässrige Lösungen mit dem Scheidetrichter von organischen trennen.

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Kommentar von Christianwarweg
26.05.2016, 11:32

Achso, Halogenide, also Iodid, Chlorid, Bromid und Fluorid in anorganischen Lösungen, die dann auch Schwermetalle enthalten könnten, gelten nicht als "halogeniert"; das ist speziell für organische Lösungsmittel, die gesondert entsorgt werden müssen und die nicht mit starken Basen behandelt werden dürfen.

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Dafür gibt es normalerweise extra Kanister. Im Zweifelsfall aber lieber zu den Schwermetallen, damit die Halogenierten Schwermetallfrei bleiben.

In Laboren wo Organometallchemie betrieben wird, gibt es in der Regel den Kanister "Schwermetallehaltige Lösungen in halogenhaltigen organischen Lösungsmitteln" oder so ähnlich.
In den meisten stehen nur Schwermetallhaltige wässrige Lösungen, ggf. mal nen Labor weiter schauen, ob die so einen Kanister da haben.

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Was ist den mit Substanzen, die sowohl Schwermetall als auch halogenide enthalten? Nicht eine Mischung sondern so als Substanz vorliegen? Beispielsweise Alcianblau

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Kommentar von Christianwarweg
26.05.2016, 16:53

Wässrige Schwermetallabfälle.

"Halogeniert" ist in dem Zusammenhang eigentlich immer, wenn C-X (X = Halogen) im Molekül vorliegt. Halogenidionen sind kein Problem.

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