Schwerkrank aber keiner hilft mir?

8 Antworten

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Nach 1 Woche Duloxetin merkst du sicher noch nichts. Duloxetin ist ein Antidepressivum aus der Gruppe der SNRI (selektive Serotonin und Noradrenalin Wiederaufnahme-Hemmer) und ist zur Behandlung von Depressionen und Angstzuständen zugelassen. Wie jedes Antidepressivum braucht Duloxetin nach erreichen der Zieldosis (60-120mg) 2-5 Wochen täglicher Einnahme bis es wirkt. Am Anfang hat man nur die Nebenwirkungen, doch die legen sich in der Regel nach einigen Wochen wieder (bis auf den Libidoverlust falls betroffen). Detailinformationen zu Duloxetin hier.

Falls du nicht auf Duloxetin ansprechen solltest, musst du es mit einem anderen Medikament versuchen. Die meisten Menschen müssen mehrere Antidepressiva durchprobieren bis sie eines finden das wirklich hilft. Dies ist insofern ultra mühsam, da man immer 2-5 Wochen warten muss um zu wissen ob es was bringt und jedes Mal zu Beginn der Einnahme die Nebenwirkungen am stärksten sind. Hier eine Übersicht über alle Antidepressiva auf dem Markt inkl. Detailinfos zu jedem einzelnen Medikament.

Wichtig sind jedoch nicht nur Medikamente, sondern auch eine Psychotherapie. Mit einer Psychotherapie meine ich eine richtige Psychotherapie mit einem Konzept und nicht das Gespräch beim Arzt, der einfach Medikamente verschreibt. Es gibt verschiedene Formen der Psychotherapie mit unterschiedlichen Behandlungsansätzen. Mache dich im Internet schlau über die Grundprinzipien dieser Formen und vereinbare einen Termin bei einem Psychologen, welcher diese Therapieform anbietet. Eine Psychotherapie ist ein hoch effektives Verfahren, welches jedoch einige Zeit (Monate, wenn nicht länger) braucht bis es wirkt.

PS: Leide selbst unter Depressionen und Angstzuständen (Panikattacken) und habe schon diverse Medikamente durchprobiert. Momentan bin ich bei Duloxetin ;-)

Ich habe eben als Nebenwirkungen serotonin syndrom gelesen.Ich habe Angst vor diesem syndrom. Außerdem schlafe ich weniger und fühle mich trotzdem ausgeschlafen.

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@Luise94

Außerdem muss ich erbrechen ab und zu

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@Luise94

Erbrechen, Übelkeit und Schlafstörungen machen noch lange kein Serotonin-Syndrom aus. Eine solches Syndrom ist vor allem bei extrem hohen Dosen (Duloxetin ab ca. 240mg) und der kombinierten Einnahme mehrerer Antidepressiva eine Gefahr. Ein Serotonin-Syndrom äusser sich vor allem durch folgende Symptome:

  • Pulsanstieg
  • Schwitzen
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • schnelle Atmung
  • Blutdruck Anstieg
  • Grippegefühl
  • akutes Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Pupillenerweiterung
  • Unruhe und innere Spannungszustände
  • Halluzinationen
  • Störung des Bewusstseins
  • motorische Unruhe
  • Hypomanie
  • Koordinationsstörungen
  • Zittern (Tremor)
  • rasche unwillkürliche Muskelzuckungen
  • muskuläre Krämpfe
  • Krampfanfälle (Gehirn)
  • gesteigerte Reflexe
  • pathologische Reflexe (krankhaftes Reflexverhalten)

Das du manchmal Erbrechen musst ist keine Überraschung: Übelkeit ist bei den Nebenwirkungen unter "sehr häufig" (über 10% der Patienten davon betroffen) aufgeführt, Erbrechen unter "häufig" (1-10%). Schlafstörungen sind ebenfalls unter "häufig" zu finden. Eine detailierte Liste aller möglichen Nebenwirkung von Duloxetin inkl. Häufigkeitsangaben hier: http://deprimed.de/duloxetin/

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Auch das Gehirn ist ein Organ, und wenn du so starke Depressionen hast etc. bist du organisch krank - denn nichts anderes ist das, eine Erkrankung, d.h. Störung der Biochemie im Gehirn.

Andererseits hilft es dir gar nichts, dir hier von Laien Ferndiagnosen geben zu lassen.

Offenbar hat man dir ein Medikament gegeben, das keine Wirkung zeigt. Vielleicht hast du auch die falschen Einnahmeempfehlungen bekommen.

Wenn du jemanden hast, der sich um dich kümmert, bitte ihn oder sie, dich freiwillig in eine Klinik einzuweisen, und wenns nur für ein paar Tage ist. Denn wenn du nicht mal fähig bist, dich zu waschen, brauchst du echte, professionelle Hilfe, und zwar dringend.

Dort kann man auch sehr viel besser eine optimale Medikamentierung einstellen.

Ich sag das alles auch nicht ohne Hintergrund: Ich war bereits einmal in der Lage, einer Freundin helfen zu müssen, und das war das beste, was wir tun konnten.

Nach dem was Du so berichtest,denke ich auch, dass eine Klinik für Dich das beste wäre. Und zwar eine psychosomatische, nicht unbedingt eine psychiatrische Klinik. Ich kenne auch Leute, denen man dort helfen konnte. Zum Beispiel die psychosomatische Klinik in Gengenbach soll sehr gut sein. Wenn Du durch das neue Medikament "dulexetin" so eine Verschlechterung Deines Gesundheitszustandes erlebst, kann auch das der Grund sein. Ich wünsche Dir gute Besserung und dass Du Ärzte findest, die Dir richtig helfen können.

Bedenklicher psychischer zustand?

Ich weise seit meiner frühesten kindheit verhaltensauffälligkeiten auf und leide seid über einem jahrzehnt an einer vielzahl psychiatrischer symptome.

In meiner kindheit wurde bei den zahlreichen psychiater und psychologen immer nur festgestellt dass eine fülle an psychiatrischen symptomen und verhaltensauffälligkeiten besteht, jedoch keine eindeutige krankheit festgestellt werden kann. Mit 14/15 wurde dann ADS diagnostiziert. Ich habe deshalb keine medikamente genommen. Im laufe der letzten jahre hat sich die symptomatik weitestgehend geändert.

Bei einem psychiatrieaufenthalt nach einem zusammenbruch aufgrund einer antidepressiven-medikation die anscheinend ungeeignet war wurde mir eine narzisstisch-histrionisch kombinierte persönlichkeitsentwicklungsstörung, dystymie (unterform der depression), angststörungen und diverse phobien sowie anzeichen für sich entwickelnde weitere störungen im bereich der persönlichkeits und affektiven störungen (bipolar, manisch und schizoide persönlichkeit) diagnostiziert.

Ich wurde auf eigenen wunsch ohne medikation weiterbehandelt und nach einem 6 wöchigen aufenthalt entlassen. Ich suchte mir daraufhin privat einen psychiater. Mein aktueller psychiater, therapeut, mentor und coach ist einer der renommiertesten ärzte und therapeuten unserer region und ein "hohes tier" im sozialbereich. Er hat mir sertralin 50mg und truxal 45mg verordnet. Aufgrund einer unverträglichkeit wurde truxal durch trittico ersetzt.

Ich konnte nach dem ersten einnahmetag tief und gut schlafen bin aber mit dem gefühl monate lang im koma gelegen zu haben erwacht. Kurz darauf habe ich die übrigen medikamente aufgrund exzessiven alkoholkonsum anlässlich meines 18. Geburtstages einige tag lang ausgelassen und dann absprache mit meinem arzt aus verschiedenen gründen abgesetzt.

Zurzeit befinde ich mich im kreislauf von etwa einwöchigen schweren manischen episoden die durch schlaflosigkeit, übermäßigem antrieb und leben über dem limit gekennzeichnet sind und darauffolgenden schweren depressiven episoden (nicht mehr aus dem bett aufkommen, suizidgedanken) der wechsel zwischen den zuständen erfolgt meist durch einen zusammenbruch. Nebenbei stehen belastende lebensumstände und andere symptome wie persönlichkeits-krisen, angstzustände etc... im raum.

Ich kann nicht mehr schlafen, mir geht es grottenschlecht und ich weiß beruflich/schulisch nichtmehr weiter. Ich bin auch andauernd körperlich krank und geschwächt. Ich bin klug und gebildet und will einen guten beruf ergreifen aber es geht derzeit nichts weiter. Ich will auch nichtmehr in die psychiatrie und keine medikamente mehr.

Wie kann ich einen weg für mich finden? In erster linie werde ich das mit meinem arzt besprechen jedoch ist der nächste termin erst in einigen wochen und ich will persönliche ratschläge von betroffenen und spezialisten unter euch.

Danke fürs durchlesen und für die erhoffte hilfe

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Derealisation, Angst und Panikstörung, Depressionen

Guten Morgen,

ich leide seit letztem Sommer an Angst und Panikstörung. Es ging aber schon einen Sommer vorher (2011) los. Allerdings war mir da nur schlecht. Meißt im Bus. Über den Winter war alles weg. Und letzten Sommer ging es dann wieder los. An meine erste Panikattacke werde ich mich wohl immer erinnern können. Ich brauche denke ich nicht weiter darauf einzugehen, da ihr das wohl selber kennt. Nun ich muss sagen, dass mein Leben 2012 ein auf und ab war. Viellt kommt meine Krankheit deshlb?! Seit Oktober habe ich nun auch Schlafstörungen. ich schlafe 3 - 4 Nächte pro Woche. Das ist wirklich hart. Seit circa 4 Wochen habe ich derealisation. Meine Panikattacken sind aber seit dem komplett weg. Die Angst ist dafür vermehrt. Angst zu sterben, Angst vor Angst, Angst umzukippen, Angst verrückt zu werden, ICh habe sogar Angst zu schlafen. Gleichzeitig aber auch Angst zu wenig Schlaf zu haben. Das ist Widerspruch aber mach das mal mein Bewußstsein klar! Nun die Angst ist ja soweit inordnung. Ich lebe seit 6 Monaten damit. Aber die Derealisation ist etwas ganz neues für mich. Ich leide erst kurz darunter und doch stand ich schon edliche Male vorm durchdrehen. Es macht mich wütend und traurig zugleich. Ich lebe alles wie in einem Traum. Bekomme zuhause nichts mehr hin und habe meinen Job aufgebenmüssen. Das schlimmste aber ist, dass meine Freundin hochschwanger ist und ich sie nicht unterstützen kann. Entweder ich laufe bedrönt durch den Tag, da ich kein Schlaf hatte, oder ich trüme den Tag durch. Ich rede kaum noch und bekomme halt nichts mehr hin. Ich habe nur noch wenige Glücksmomente und verliere langsam den Spaß am leben. Suizidgedanken bis jetzt ausgeschlossen. Dennoch ist das sehr belastend für meine Beziehung. Ich bin gerade mal 20 Jahre alt. Umso ängstlicher macht mich das. Ich möchte aufkeinenfall mein restliches Leben so verbringen. Ich möchte einfach wieder der alte sein. Ich fange am 25.01.13 eine Verhaltensterapie an. Mein Neurologe hat mir Sertralin 100 verschrieben. Also meine Theralie ist im anlauf. Die Tabletten nehme ich aber erst am ersten Tag meiner Therapie. Also am 25. Die letzten 2 Tage hatte ich vereinzelte Stunden, in denen die derealisation abkling. Ich freute mich immer "jaa es geht weg" und dann war es doch wieder da. Gestern Abend habe ich mit meiner Freundin geredet. Sie sagte mir wie sehr sie das auch belastet. Sie fing an zu weinen und sagte "ich will nur das du der ALTE wirst. Tja ich mußte dann auch weinen und sagte das will ich auch. Wir kuschelten noch eine weile bis sie ins Bett ging. Und seit dem sie dann weg war fühle mich wieder so real in der Welt. Ich habe viel nachgedacht, dass ich vor der Therapie ab heute gegen mein selbstbild angehe. Ich will Sport machen und progressive Muskelentspannung. Ich habe das Gefühl, als wenn es irgentwie klick gemacht hat und es viellt weg ist!? Allerdings habe ich auch diese Nacht nicht geschlafen. Habt Ihr irgt. welche Erfahrungen? Danke für alle Sinnvollen Beiträge.

MfG

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