Schwerkraftersatz durch Zentrifuge in Raumkapsel?

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5 Antworten

Berechnungen in einem Astroforum: Also ca. 0,1 Umdrehungen pro Sekunde (bzw. einer Umdrehung in 10 Sekunden) in einem Kreisel von 25 Metern Radius erzeugen 1g. D.h. die müssten sich sehr schnell drehen oder sehr groß sein (wenn sich z.B. das ganze Raumschiff drehen soll)

CtrlAltDel 30.09.2014, 11:01

aha, verstehe 25 Meter Radius für eine Raumkapsel klingt schon sehr unrealistisch.

Da es bei der Zentrifugalkraft aber wohl auch auf den Radius ankommt (F=mw^2r) andere Idee: Die Raumkapsel selbst, die durchaus kompakt sein kann, wird lediglich in geringfügige Rotationsbewegung (=w) gesetzt. Für den Schlaf begeben sich die Astronauten in kleine externe Kapseln (in der Größe eines Sargs), die dann radial vom Mutterschiff aus an einem leichten Seil befestigt auf die entsprechend benötigte Radiuslänge (=r) abgeseilt werden. Nach Absolvierung der täglich benötigten Schwerkraftkur werden die externen Kapseln wieder eingefahren.

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unlocker 30.09.2014, 21:30
@CtrlAltDel

ähnliches wurde glaubich auch in Raumfahrer-Foren diskutiert. (astronews.com oder raumfahrer.net) Sollten dann aber zwei gegenüberliegende sein, und wenn man die einholt wird vermutlich der Drehteil schneller so wie bei einer Eistänzerin wenn sie die Arme anlegt. Überlegen kann man ja viel. Inwieweit das realisierbar wäre ist eine andere Frage. Kannst ja mal in die entsprechenden Foren schaun

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Dein Gedankengang ist nicht schlecht, jedoch gibt es diese Anwendung schon. Künstliche Schwerkraft wird erzeugt in dem man z.B. ein Raumschiff in Rotation versetzt. U.a. ist ein weiterer Effekt der Rotation, dass sich eine stabilere Flugbahn ergibt.

Such mal bei Wikipedia nach "Nautilus X". Dieses Raumschiff ist leider nur ein Gedankenspiel von der Nasa gewesen, also kein Projekt. Wenn das neue SLS Schwerlastraketensystem um 2020 einsatzbereit ist wäre es möglich das dieses Konzept in die Tat umgesetzt wird.

Eigentlich sollte eine kleine aufblasbare Zentriefuge an der ISS getestet werden, aber scheinbar zögert man diesen Demonstrator noch hinaus weil noch viel Forschungsarbeit in Bereich aufblasbare Module und die Wirkung von Zentriefugalkraft auf den Organismus notwendig sind.

Natürlich. Konsumierst du keinen Sci-Fi-Literatur/Filme?! ;-))

Leider sind unsere "Raumschiffe" und "Raumstationen" bisher total mickrig und pillepalle. Da einfach Zentrifugen einzubauen würde die voll aus der Bahn werfen und viel zuviel Energie verbraten. Daher kommts...

CtrlAltDel 30.09.2014, 10:47

naja, ich meine kleine Zentrifugen innerhalb der Raumkapsel, wo lediglich zwei Mann reinpassen, absolut reibungsfrei gelagert, so dass keine Reibungsverluste auftreten. Einen Drehmomentausgleich und damit Stabilität für die Kapsel würde man dadurch erreichen, indem man zwei gegenläufige Zentrifugen vorsieht, dann heben sich die Drehmomente auf.

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ArchEnema 30.09.2014, 14:54
@CtrlAltDel

Ist halt schwer umzusetzen. Sobald einer sich rumdreht fängt das Ding an zu eiern. Da brauchst du stabile Aufhängungen, was sich wieder mit "reibungsfrei" beißt.

Das ist auf der Erde und mit großen Zentrifugen beherrschbar. Aber auf der ISS willst du keinen Exzenter haben, sonst schießt du dich aus der Umlaufbahn. ;-)

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CtrlAltDel 30.09.2014, 22:03
@ArchEnema

Man könnte doch die Bewegungen der Astronauten durch Bewegungs-Sensoren in den Raumanzügen genau erfassen und durch entsprechende rechnergestützte Gegenbewegungen kompensieren (mittels eines Roboters)

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ArchEnema 30.09.2014, 22:34
@CtrlAltDel

Die Muskeln der Astronauten atrophieren zu lassen ist einfacher und billiger. Die Leute haben etwa den Status von Soldaten und sind entsprechend duldsam und einfach zu ersetzen. ;-))

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CtrlAltDel 01.10.2014, 08:49
@ArchEnema

warum die Astronauten nicht gleich während der gesamten Reise von ca. 3 Jahren in ein künstliches Koma versetzen? Dadurch verbrauchen sie weniger Sauerstoff, sind jederzeit unter Kontrolle zu halten, brauchen weniger Platz, Nahrung etc. ...

Kurz vor der Landung weckt man sie dann auf und unterzieht sie einem intensiven Muskeltraining, damit sie nach der Landung wieder die notwendigsten Tätigkeiten selbständig durchführen können.

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Und du meinst nicht, daß alle weltweit an diesem Projekt beteiligten Wissenschaftler und Ärzte nicht auch schon auf diese Idee gekommen wären, wenn es funktionieren würde?

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