Schwererziehbar ins Heim oder was machen?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

ein paar Leute scheinen zu denken, daß da jemand wie die Saalfrank kommt und das ganze gradebiegt, indem sie Erziehungsfehler (die überall da sind) aufdeckt und durch das bessere Verhältnis dann eine glückliche Familie herstellt. Schwererziehbare haben oft ein Problem, sich vorzustellen, daß ihre Taten anderen wehtun, bzw. es ist ihnen egal, hauptsache sie bekommen, was sie wollen. Sie tun das nicht um Aufmerksamkeit zu erreichen, oder um der Mutter eins auszuwischen. Da tuts auch nicht der Familienhelfer, der dreimal die Woche für zwei Stunden kommt und versucht das Familienleben zu verbessern. Das braucht eine umfassende Therapie mit Leuten, die da erfahren sind um das Kind zu lenken. Schwererziehbare sind oft gewalttätig und gern auch bewaffnet unterwegs. Sie sehen nur sich selbst und ihre Wünsche. Das ist für Eltern nicht zu schaffen, auch nicht mit Hilfe von Familien/Erziehungshelfern.

Deine Freundin tut sich da ganz ehrlich keinen Gefallen und dem Kind auch nicht. Sie ist überfordert und das Kind gerät naturgemäss immer weiter aus dem Ruder, versaut sich die ganze Zukunft. Das Kind in ein Heim zu geben, heißt nicht, daß sie es aufgibt. Es heißt das dann Fachleute dafür sorgen, daß das Kind wieder in ordentliche Bahnen kommt. Die Quote derer, die das nicht schaffen, ist zwar leider hoch, aber immer noch wesentlich besser, als wenn diese Kinder daheim bleiben und dann noch unter 18 bereits vorbestraft sind. Sehr hilfreich ist es, wenn sich deine Freundin dann mit den Erziehern kurzschließt und dem Kind auch im Heim zeigt, daß sie es liebt. Aber ich (obwohl ich Heime nicht mag) sehe eigentlich bei Schwererziehbaren keine andere Möglichkeit.

Dem Jugendamt vertrauen. Das bedeute ja nicht das sie ihr Kind nicht mehr sehen darf. Und nein, nicht raushalten. Sie braucht Unterstützung !!

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