Schwerbehinderung Steuerfreibetrag von 48,0 € im Monat

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Der Steuerfreibetrag / Pauschbetrag wird nur auf der Steuerkarte des Betroffenen gut geschrieben, der Steuerfreibetrag / Pauschbetrag, kann nicht auf den Ehepartner übertragen werden, oder auf denjenigen, der eine höhere Steuer bezahlt.

Behindertenpauschbetrag Rechtsstand: 6. März 2007 Wegen der außergewöhnlichen Belastungen, die einem behinderten Menschen unmittelbar infolge seiner Behinderung erwachsen, kann er die Bemessungsgrundlage für seine Einkommensteuer durch einen Behinderten-Pauschbetrag vermindern. Einen Behinderten-Pauschbetrag erhalten 1. behinderte Menschen, deren Grad der Behinderung auf mindestens 50 festgestellt ist; 2. behinderte Menschen, deren Grad der Behinderung auf weniger als 50, aber mindestens auf 25 festgestellt ist, wenn dem behinderten Menschen wegen seiner Behinderung nach gesetzlichen Vorschriften Renten oder andere laufende Bezüge zustehen, oder die Behinderung zu einer dauernden Einbuße der körperlichen Beweglichkeit geführt hat oder auf einer typischen Berufskrankheit beruht. Den Nachweis dieser Voraussetzungen hat der Steuerpflichtige in der Regel durch Vorlage der vom Versorgungsamt oder dem Amt für Soziale Angelegenheiten getroffenen Festsetzung des GdB zu erbringen. Die Höhe des Behinderten-Pauschbetrags richtet sich nach dem dauernden Grad der Behinderung. Er beträgt bei einem Grad der Behinderung von 25 und 30 / 310 Euro, von 35 und 40 / 430 Euro, von 45 und 50 / 570 Euro, von 55 und 60 / 720 Euro, von 65 und 70 / 890 Euro, von 75 und 80 / 1.060 Euro, von 85 und 90 / 1.230 Euro, von 95 und 100 / 1.420 Euro. Für behinderte Menschen, die hilflos sind, und für Blinde erhöht sich der Pauschbetrag auf 3.700 Euro. Der Pauschbetrag für Behinderte steht auch behinderten Kindern zu. Kann der Pauschbetrag von einem Kind nicht in Anspruch genommen werden, so ist er auf die Eltern übertragbar, sofern diese für das Kind einen Kinderfreibetrag oder Kindergeld erhalten. Statt des Pauschbetrages können die Aufwendungen, die unmittelbar infolge der Behinderung entstehen, als außergewöhnliche Belastung geltend gemacht werden. In diesem Fall wirkt sich aber nur der Teil steuermindernd aus, der die so genannte "zumutbare Belastung" (Eigenbelastung) übersteigt. Die Höhe der Behinderten-Pauschbeträge wurde seit 28 Jahren nicht mehr den tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnissen angepasst. In dieser Sache war ein Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht anhängig (Az. 2 BvR1059/03). In seiner am 6. März 2007 veröffentlichten Entscheidung, die nicht begründet wurde, entschied das Gericht, dass die Behindertenpauschbeträge nicht erhöht werden müssen. Für die Ablehnung der Klage gilt die gleiche Begründung wie früher bereits in einem ähnlichen Fall: Die behinderten Menschen haben das Recht, ihren durch die Behinderung entstehenden Mehraufwand zu belegen.

Wenn ihr bei der Steuereerklärung eine die gemeinsame Veranlagung wählt ist es egal, weil es sich bei der Steuererklärung ausgleicht. Ansonsten ist es immer besser Freibeträge bei dem Eintragen zu lassen der die meiste Steuer bezahlt, bzw den höchsten Steuersatz hat.

Welche Vorteile würde mir eine Schwerbehinderung GdB 50 bringen, oder hätte ich dadurch keine Vorteile auf meine Situation bezogen?

Ich bin 22 und habe meinen Hauptschulabschluss mit 3er-Schnitt im Jahr 2013 erfolgreich abgeschlossen. Danach bin ich durch alle Raster durchgefallen und schließlich ist eine vom Jobcenter auferlegte Eingliederungsmaßnahme in einem Berufsbildungswerk gescheitert. In der Zwischenzeit wurde zudem noch eine Kostenübernahme für eine stationär berufliche Rehabilitation für psychisch Kranke von der Rentenversicherung abgelehnt.

Bis vor einigen Monaten hatte ich vom Jobcenter lediglich die Auflage bekommen, meinen Gesundheitszustand zu verbessern, in Form einer Therapie. Seit geraumer Zeit bin ich aber nicht mehr beim Jobcenter gemeldet.

Ich bin in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis seit 2017 und lebe bei einem Elternteil. Als meine Arbeitszeit dann vor einigen Monaten erhöht wurde, verdiente ich mehr und dann haben wir keinen Antrag mehr beim Jobcenter gestellt. Ich verdiene zwar immer noch weniger als 400 Euro, aber immerhin reichte es bisher zum Überleben. Versichert bin ich soweit ich weiß noch bis 23 in der Familienversicherung der Krankenkasse.

Mein IQ liegt je nach Fachgebiet zwischen 85 und 115 und ich habe keine Lernschwäche. Ich habe nur gesundheitliche Probleme (Depression, Komplexe PTBS). Insofern ich nach einer Therapie jemals wieder arbeitsfähig sein sollte, werde ich wohl erst einmal eine Ausbildung beginnen müssen.

Meine Frage wäre jetzt, ob ihr irgendwelche Vorteile erkennt, die mir eine Schwerbehinderung mit einem GdB von mindestens 50 bringen würde?

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