Schwerbehindertenausweis und zugfahren ICE und ic?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn ich das richtig verstehe, gilt für Fernverkehrszüge wie den ICE keine Freifahrtberechtigung sondern nur für Nahverkehrszüge während eine Begleitperson in allen Zügen kostenlos mitfahren darf. Logik der Deutschen Bahn ist irgendwie nicht nachvollziehbar.

Am 1. September 2011 wurde die Freifahrtregelung für schwerbehinderte bzw. schwerkriegsbeschädigte Menschen erweitert. Die Deutsche Bahn hat mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales vereinbart, die 50 km-Regelung nach § 147 Abs. 1 SGB IX für schwerbehinderte Menschen zum 01. September 2011 aufzuheben. Damit wird für schwerbehinderte Reisende, die die Voraussetzungen der Freifahrtberechtigung erfüllen, durchgängig eine bundesweite kostenfreie Nutzung der Nahverkehrszüge der DB Regio AG (Produktklasse C) – S-Bahn, Regionalbahn (RB), Regionalexpress (RE) und Interregio-Express (IRE) – ermöglicht. IC/EC-, ICE- und D-Züge sind Fernverkehrszüge und daher nicht von der Reglung betroffen. Fernverkehrszüge können unentgeltlich nur benutzt werden, wenn sie für Fahrkarten des Verkehrsverbundes freigegeben sind. Diese neue Freifahrtregelung gilt ohne jegliche Einschränkung auf Verkehrsverbünde oder Streckenverzeichnisse. Die Beförderungsbedingungen für besondere Personengruppen wurden entsprechend angepasst.

Die unentgeltliche Beförderung von Begleitpersonen oder Hunden gilt in allen Zügen des Nah- und Fernverkehrs, im DB AutoZug und City Night Line (außer Sonderzügen und -wagen), auf Buslinien im Nah- und Fernverkehr, in Zügen der sonstigen Eisenbahnen, auf dem Bodensee, Bereich Überlinger See, im Nordseeinselverkehr, in Sitzwagen von Nachtzügen.

Nachzulesen unter:

http://www.bahn.de/p/view/service/barrierefrei/barrierefreies_reisen_handicap.shtml#6a

Hier besonders die Punkte 6a bis f.

Logik der Deutschen Bahn ist irgendwie nicht nachvollziehbar.

Das ist nicht die Logik der Deutschen Bahn sondern die gesetzliche Regelung.

0
@Rolf42

Bis vor einem Jahr galt die kostenlose Beförderung sogar nur in einem Umkreis von 50 km um den Wohnort sowie in S-Bahnen und in Verkehrsverbünden.

Durch die zunehmende Zahl der Verkehrsverbünde wurde diese Regel aber langsam sinnlos, so dass eine Gültigkeit in allen Nahverkehrszügen bundesweit beschlossen wurde.

Die Freifahrtregelung für Schwerbehinderte ist aber weiterhin nicht dafür gedacht, kostenlose Fernreisen zu ermöglichen.

Infos: http://www.oepnv-info.de/?seitenID=32

0
@Rolf42

Lieber Rolf42. Die Deutsche Bahn ist mittlerweile ein privatrechtlich organisiertes Staatsunternehmen.

D. h., dass der Staat nur in ganz wenigen Bereichen die Kontrolle hat. Die Preisgestaltung liegt dabei nicht im Aufgebanbereich des Staates und wird daher auch nicht per Gesetz beschlossen sondern durch den Vorstand bzw. Aufsichtsrat beschlossen dem die Länder bzw. der Bund zustimmen.

Hier ein Artikel wobei schon im ersten Satz klargestellt wird wer die Preise festlegt:

http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/preiserhoehung-bahn-kunden-zahlen-fuer-energiewende/4752116.html

Noch unverständlicher und unlogischer wird es, wenn man weiß, dass eine Begleitperson nicht zwingend einen Schwerbehinderten begleiten muss. Und wenn eine Begleitperson schon anwesend ist, darf diese kostenlos fahren und der Schwerbehinderte nicht.

Sorry. Nicht logisch.

0
@Airwalker

Die Regelung ist eigentlich einfach, ein Mensch mit Behinderung muss zahlen wenn der Zug nicht zum öffentlichen Nahverkehr gehört. Falls der Mensch mit Behinderung in seinem Ausweis das Merkzeichen B dann hat eine Begleitperson frei Fahren aber nur wenn der Mensch mit Behinderung dabei ist. Die Logik dahinter ist in meine Augen durchaus nachvollziehbar. Der Mensch mit Behinderung möchte von A nach B da muss er zahlen wie jeder andere auch, wenn er aber zusätzliche eine Begleitperson benötigt, das ist das ein Nachteil der unter bestimmten Umständen ausgeglichen wird. Im übrigen muss die Begelitperso9n selbstverständlich Zahlen wenn der Schwerbehinderte nicht dabei ist

0

Selbst wenn man den IC oder ICE Zuschlag entrichtet, berechtigt es Schwerbehinderte nicht im IC oder ICE zu fahren. Um möglichst bequem und ohne viele Umstiege zu reisen, muss der volle Reisepreis für IC oder ICE entrichtet werden, obwohl bundesweit freie Fahrt für Schwerbehinderte mit Ausweis und Wertmarke seit 2011 möglich ist.

Du kannst kostenlos mitfahren - gilt auch für den ICE.

Für deine Tochter wird es günstiger, wenn du für sie eine Bahncard ausstellen lässt. Dann muss sie nicht mehr den vollen Kinderpreis bezahlen.

Ich kann airwalker nur zustimmen.

Bei Benutzung des ICE muss das schwerbehinderte Kind eine Fahrkarte lösen, die begleitende Person ist kostenfrei. Eine Wertmarke für freies Fahren ermöglicht kostenlose Fahrten des Schwerbehinderten und dessen Begleitperson in Nahverkehrszügen und Zügen eines Verkehrsverbundes.

Zu empfehlen bei einer Fernreise im ICE ist die kostenlose Sitzplatzreservierung.

Ich wünsche Euch allzeit gute Fahrt.

Aber da Kinder bis zu einem gewissen alter frei fahren. Wäre die Begleitperson trotzdem frei?

0
@twinsmom

Du solltest bei der Bahn Nachfragen, den das ist ein Sonderfall.

0

Was möchtest Du wissen?