Schwerbehindertenausweis bei Skoliose.. Vor und Nachteile?

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9 Antworten

So, wie Du Deine Erkrankung beschreibst, macht es überhaupt keinen Sinn, dass Du einen Schwerbehindertenausweis beantragst. Du würdest, da Du keine großartigen Einschränkungen durch Deine Erkrankung hast, niemals über 50 GdB der Schwerbehinderung kommen und alles unter 50 bietet keine Vorteile. Diese ganzen Vergünstigungen, die man dank eines Schwerbehindertenausweises bekommen kann, greifen erst ab einem Schwerbehindertengrad von mindestens 50.

Ich würde jetzt mal, so wie Du es beschreibst, von einem Schwerbehindertengrad von maximal 20 ausgehen, welchen Du bekommen könntest ... wenn überhaupt.

Du kannst es natürlich versuchen, aber ganz ehrlich ... ich glaube nicht, dass Du da irgendetwas erreichen wirst. Da muss man wirklich schon ganz andere körperliche oder geistige Einschränkungen bieten, um wirklich einen Schweregrad der Behinderung zu erhalten, der einem Vorteile bringt.

Ich habe einen Schweregrad von 100 ... aber, ich liege seit nunmehr 17 Jahren fast ausschließlich im Bett oder auf der Couch, kann kaum am aktiven Leben teilnehmen und leide unter stärksten Schmerzen. Da macht es dann Sinn, einen solchen Ausweis zu beantragen und auch noch zusätzliche Kennbuchstaben (also z.B. die Berechtigung für einen Schwerbehindertenparkplatz, für eine kostenlose Begleitperson oder freies Rundfunk und Fernsehen) zu beantragen.

Sorry, aber ich würde mir da an Deiner Stelle diese Mühe des Antrags gar nicht erst machen.

Ich wünsche Dir aber natürlich trotzdem alles Gute und drücke die Daumen, dass die Beschwerden nicht schlimmer werden.

Hallo,

ich denke auch nicht dass du einen Schwerbehindertenausweis bekommst, ich vermute dir werden nur 10-30 GdB zugesprochen, was ohne weitere schwerere Erkrankungen oder nachweisbaren Einschränkungen nicht ausreichend sein wird um die "Schwerbehindertengrenze" von 50GdB zu knacken.

Langstreckig operierte Skoliosen bekommen im Regelfall etwas mehr, die haben eher eine Chance einen Schwerbehindertenausweise zu kriegen. (Bei mir wurden 11 Wirbel versteift, habe dafür einen GdB von 40 zugesprochen bekommen. Mit diversen anderen Erkankungen hab ich es dann gerade so auf die 50 geschafft).

Ich nutze meinen Ausweis nur sehr selten. Als Angestellter kann er hilfreich sein, aber ebenso auch Steine in den Weg legen, das kommt sehr auf die Firma usw an. Manche zahlen lieber Strafen als jemanden mit Behinderung einzustellen... andere sind brav und man kann die Vorteile nutzen. Man ist jedoch nicht verpflichet den Ausweis  anzugeben, hat in dem Fall aber natürlich auch kein Anrecht auf die dazugehörigen Vorteile. 

Mit dem was du beschreibst, bekommst du zu 100% keinen Grad der Behinderung.

Da müssen schon weitaus mehr, sehr viel mehr an Einschränkungen vorliegen als das von dir beschriebene

Und einfach so auf einem Schwerbehindertenparkplatz Parken . mit Schwerbehindertenausweis -- ist auch nicht. Dazu musst du bei deiner Stadt einen  blau weisen Parkausweis beantragen. Und der Kostet auch noch Geld.

Welche unglaublichen Vorteile erwart ihr denn?

Du und deine Mutter müsst euch einmal schlaumachen welche Voraussetzungen für einen Schwerbehinderten Ausweis erforderlich sind und welche Erleichterungen dadurch entstehen.

Lese das einmal durch, dann weist du wie deine Aussicht auf einen Schwerbehindertenausweis ist:

http://www.mittelstand-und-familie.de/assets/Uploads/LeitfadenSchwerbehinderung.pdf

Der Ausweis für die Benutzung von Schwerbehindertenparkplätzen kostet kein Geld ... Ich habe dafür definitiv keinen einzigen Cent bezahlt.

Voraussetzung für die Benutzung dieses Parkplatzes ist aber ein GdB von mindestens 60 und die zusätzliche Eintragung des Kennbuchstabens aG (außergewöhnliche Gehbehinderung). Das bekommt man wirklich erst dann, wenn man gar nicht mehr oder kaum noch selbstständig gehen kann.

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@Sternenmami

Bei uns in der Stadt kostet dieser Sonderparkausweis extra. das weis ich, da ich selbt GdB von 70 habe und einen Parkausweis haben wollte.

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Ich will ja nicht mal unbedingt einen Ausweis aber das muss ich meiner Mutter irgendwie verklickern aber sie ist da so festgefahren o.o

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bei der Beurteilung, ob eine (Schwer-)Behinderung vorliegt, ist nicht das Vorliegen einer Erkrankung maßgebend, sondern wie schwer sich die Erkrankung in deinem beruflichen, sozialen und privaten Leben negativ auswirkt und wie stark die Erkrankung ausgeprägt ist.

du schreibst selbst, dass du keine großen Einschränkungen dadurch hast. damit bekommst du keinen Grad der Behinderung und schon gar keinen Schwerbehindertenausweis.

Also Vorteile hättest Du im Arbeitsleben: mehr Urlaubstage (5 Tage mehr), dann einen besonderen Kündigungsschutz.

Aber Du musst erstmal einen Ausweis mit mind. GdB 50 bekommen.

Aber Du hast ne Diagnose, einen Versuch ists wert. Ich weiß ja nicht, wie das bei Deiner Krankheit ist, ich denke, die kann sich (leider), wenn Du älter wirst, verschlimmern, oder?

Alles Gute :)

Echte Vorteile bringt Dir erst ein Grad der Behinderung von 50 (oder 30 bzw. 40 mit Gleichstellung). Hier hättest Du dann im Berufsleben einen besonderen Kündigungsschutz, die Freistellung von Mehrarbeit (also keine Überstunden) oder 5 Tage mehr Urlaub. Doch einen Grad der Behinderung von 50 muss Dir erst einmal zuerkannt werden ......

Ich glaube so weit kommt es nicht :'D

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Die Vorteile richten sich nach dem Grad der Behinderung,der in dem Ausweis eingetragen wird.

Wenn du hoch eingestuft wirst ,darfst du mehr Erleichterungen nutzen.(die ich im einzelnen nicht kenne,kann man googlen). Aber der verstärkte Kündigungsschutz .Du hast auch ermäßigten Einlass,zB Museum usw.

Nachteilig ist es mit Sicherheit,bei einer Bewerbung,denn die Angst,dich nach einer Einstellung nicht so leicht entlassen zu können,ist bei dem Arbeitgeber natürlich vorhanden.

Vorteile " hat es schon..je nach dem wie man das sieht.

Wenn du keine beeinträchtigungen hast,würde ich es fürs erste sein lassen.Ich bezweifle sowieso das du einen bekommst 🤗

Genau das denke ich nämlich auch.. Mir geht es eigentlich Prima auch wenn ich jetzt chronisch Erkrankt bin ich bin kein absoluter Pflegefall..

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@WasjaKatja

Sicher bin ich mir natürlich nicht,da ich kaum Erfahrung damit habe.Aber allein schon scheint es logisch das man eher einen zugestellt bekommt,wenn man Körperlich beeinträchtigt ist.Und da du ja selber sagst,das du es nicht bist,denke ich nicht das es eine fremde Person anders sieht.

Vorteile hat es aber das sieht jeder anders.Ob ich jetzt als junger Kerl hier parke oder paar Stellen weiter weg,wäre mir egal.

Aber wie gesagt ich denke eher nicht 😇

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Ich hab mal gehört, dass man dann auf den "besseren" Parkplätzen parken kann. Das wäre schon mal ein Vorteil. :)

Ist das nicht bei einer Gehbehinderung?

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@WasjaKatja

Kann sein. Ich dachte jetzt man dürfe bei allen Arten von Behinderungen dort parken. :)

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@miraestelle

Nee, dürfen sie nicht. Nur mit bestimmten Merkzeichen im Ausweis und die sind schwer zu bekommen.

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Auf diesen besseren Parkplätzen kann man nur dann parken, wenn man außergewöhnlich geheingeschränkt ist, also im Rollstuhl sitzt oder nicht dazu in der Lage ist, mehr als 50 Meter ohne Hilfe zu laufen. Das trifft auf die Fragestellerin wohl nicht zu.

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