Schweigeplicht

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14 Antworten

Wiederholt sind wir mit Fragen zum Beichtgeheimnis konfrontiert.

Daher hier einige Informationen dazu:

Kirchenrecht

Das Beichtgeheimnis ist im kanonischen Recht (1983) unbedingt behauptet ("Das Beichtgeheimnis ist unverletzlich", can. 983 §1 CIC) und die direkte Verletzung desselben wird mit Exkommunikation bestraft (can. 1388 CIC).

Es wurde aber auch schon zuvor in der Kirche anerkannt und gilt somit rechtsgeschichtlich als eine der ältesten Datenschutzvorschriften. Es bindet den Beichtvater und "falls beteiligt, den Dolmetscher und alle anderen ..., die auf irgendeine Weise aus der Beichte zur Kenntnis von Sünden gelangt sind" (can. 983 §2 CIC).

Dabei ist es unerheblich, ob die Beichte durch die Absolution "erfolgreich" beendet wird.Der evangelische Geistliche hat ebenfalls das in den Pfarrdienstgesetzen der Landeskirchen geregelte Beichtgeheimnis zu beachten.

Es ist gegenüber jedermann „unverbrüchlich“, selbst eine Entbindung durch den Betroffenen ist daher, anders als beim davon zu unterscheidenden Seelsorgegeheimnis, nicht möglich.

Daneben existiert im Bereich der Kirchenverwaltung die „Amtsverschwiegenheit“, von der durch die vorgesetzte Kirchenbehörde entbunden werden kann.

Deutschland: Staatliches Recht

Zeugnisverweigerungsrecht

Sowohl im deutschen Zivil- als im Strafprozess sind Geistliche in Ansehung desjenigen, was ihnen bei Ausübung der Seelsorge anvertraut ist, zur Verweigerung des Zeugnisses berechtigt.

Für den Strafprozess folgt dies aus §53 Absatz 1 Nr. 1 der Strafprozessordnung, für den Zivilprozess aus §383 Absatz 1 Nr. 4 der Zivilprozessordnung (ZPO).

Entgegen dem Wortlaut des §385 Absatz 2 ZPO verpflichtet selbst eine (kirchenrechtlich meist unwirksame, s.o.) „Entbindung“ nicht zum Zeugnis.

Für die römisch-katholische Kirche ergibt sich das aus Artikel 9 des Reichskonkordats und für andere Religionsgemeinschaften aus dem Gleichheitsgrundsatz.

Wer Geistlicher in diesem Sinne ist, bestimmt sich nicht nach einem bestimmten Status (Priesterweihe, Ordination), sondern nach der Funktion, zur Seelsorge berufen zu sein.

Auch Pastoralreferenten, nicht-ordinierte Seelsorger, Gemeindediakone usw. kommen deshalb als Inhaber des Aussageverweigerungsrechts in Frage.

Nichtanzeige geplanter Straftaten

Für Geistliche besteht gem. §139 Abs. 2 Strafgesetzbuch auch keine Anzeigepflicht, selbst wenn sie in ihrer Eigenschaft als Seelsorger von dem Vorhaben eines Hochverrats, Landesverrats, Münzverbrechens, Mordes, Totschlages, Raubes, Menschenraubes oder eines gemeingefährlichen Verbrechens glaubhaft Kenntnis erhalten.

Damit nimmt das staatliche Recht auf den Gewissenskonflikt des Geistlichen und die Glaubwürdigkeit der betroffenen Religionsgemeinschaft Rücksicht.

Reformvorhaben des Bundesinnenministeriums

Im Januar 2008 plante erstmals eine Bundesregierung unter Federführung des Bundesinnenministers Wolfgang Schäuble den Abhörschutz für Geistliche ( §100c Abs. 6 StPO) einzuschränken. Dies traf auf heftige Proteste seitens der christlichen Kirchen.

In der ab 1. Januar 2009 geltenden Fassung des BKA-Gesetzes findet dieses Vorhaben keine Entsprechung.

Das bezieht sich nicht nur auf die römisch/katholische Kirche und die Evangelische Kirche, sondern auch auf Religionsgemeinschaften die in diesen Kirchen sind.

Beispiel:

Der "Marburger Kreis", benannt nach seinem Entstehungsort Marburg, ist evangelisch ausgerichtet und gehört auch zur EKD (Evangelische Kirche Deutschlands).

Die Mitglieder, die in diesem Kreis als Seelsorger tätig sind, unterliegen ebenso dem Beichtgeheimnis. Obwohl sie keinerlei Theologische Ausbildung, über ein Studium gemacht haben. Es sind Laien-Geistliche.

Ihr Status ist im Hinblick auf das Beichtgeheimnis aber dem eines Pfarrers gleichgestellt.

Gruß Michael

der arzt hat bei kindern keine schweigepflicht!! erst ab dem 14. geburtstag dürfen die ärzte nichts mehr sagen, vorausgesetzt es handelt sich nicht um was lebensbedrohliches.. und ab dem 16. oder 18 nich ganz sicher dürfen sie nichts mehr sagen.. wie es beim pfarrer ist weiß ich nicht grundsätzlich denk ich würde ein amoklauf gemeldet werden

Die Schweigepflicht beim Pfarrer bezieht sich hauptsächlich auf die katholische Beichte und beim Arzt auf seine medizinische Arbeit. Wenn man Leben retten kann sollte man es tun.

JeanRutti 01.12.2009, 21:06

man kann auch beim ev. pastor beichten

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bcdpcb 01.12.2009, 21:28
@JeanRutti

vielleicht sollt ich mal öfters in die kirche gehn...HAHA ;)

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wenn man eine straftat verhindern kann, darf man die schweigepflicht brechen.

wenn du dem pfarrer oder dem doc aber erzählst dass du bereits ein vergehen begangen hast dann darf er das nicht anzeigen, bzw es wäre nicht vor gericht verwertbar.

Koechlein1948 01.12.2009, 21:08

Der Doktor ja , denn er verletzt kein Behandlungsgeheimniss.

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Susanna86 01.12.2009, 21:18
@Koechlein1948

das ist total irrelevant, ob das was du ihm erzählst mit seinem beruf zu tun hat.

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Schweigepflicht ist Schweigepflicht!! Ob du beim Doc beichtest oder beim Pfarrer über deine Krankheiten erzählst, dass muss er für sich behalten!!! Und nicht nur die haben Schweigepflicht!

Außer sie können damit eine Straftat verhindern..

bcdpcb 01.12.2009, 21:27

"Außer sie können damit eine Straftat verhindern.."

Eben!

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ich bezweifle dass jemand vor einem Amoklauf (jemals) in die Kirche geht oder sich um seine Gesundheit kümmert. Wenn doch wäre es dem Pfarrer nahe zu legen ihn davon abzubringen.

wenn andere in gefahr sind , darf er sein schweigen brechen, oder sogar wenn die person selbst sich in gefahr begeben will ( z.B. selbstmord)er macht sich sonst strafbar machen

Koechlein1948 01.12.2009, 21:03

Ich habe den beichtvater von Jürgen Bartsch kennengelernt.Bei dem hat der Kindermörder gebeichtet.Er hat so darunter gelitten,das er heute noch in Psychlogischer Behandlung ist.

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JeanRutti 01.12.2009, 21:05
@Koechlein1948

nach der tat darf er nur einen hinweis geben aber den täter nicht beim namen nennen

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klar gibt es da ausnahmen - gefahr in verzug. das briefgeheimnis z.b. kann auch "verletzt" werden.

darf er. er kann dann zwar angezeigt werden, wird aber höchstwahrscheinlich nicht verurteilt.

ich glaub bei sowas ist er verpflichtet es zu melden, sonst wäre es ja fahrlässige tötung oder sowas

Um andere Menschen zu schützen kann man das machen

dann lest mal hier::http://www.gutefrage.net/frage/darf-der-pfarrer-das-beichtgeheimnis-brechen-wenn-es-sich-um-mord-handelt es geht um das beichtgeheimnis

Der Pfarrer ( der Kath.) darf es sagen,es sei denn er würde es in der Beichte hören.Dann hat er zu schweigen

drsnuggles1980 01.12.2009, 21:02

klaro. ist ja auch wichtiger, das beichtgeheimnis. ich lach mich krank...

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Bei Gefahr darf das Schweigen gebrochen werden

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