Schweigepflicht bei Pfändung?

7 Antworten

nein das ist schon rechtens. Die Schweigepflicht hat er übrigens gegenüber seinen Mandanten und sonst niemanden. Wenn er deinen Lohn pfändet, wirst du wohl kaum der Mandant sein (außer du hast seine Rechnung nicht gezahlt). Er hat ja nicht den Pfüb per Fax geschickt (das wird ja von Amts wegen mit der Post gemacht), sondern nur etwas nachgefragt oder eine Forderungsaufstellung etc. geschickt. Ich kiann mir durchaus vorstellen wie unangenehm dir das ist. Das ist auch nichts was man möchte, das andere es wissen, aber der Anwalt hat alles richtig gemacht!

Nein, der Anwalt hat nicht gegen seine Schweigepflicht verstoßen. Er kann ohne weiteres ein Fax senden, denn er weiß ja nicht, wer es liest. Er würde auch kein Fax schicken, wenn es sich nicht um eine eilige Sache handeln würde. Und im übrigen, wenn Du eine Lohnpfändung laufen hast, glaube nur nicht, daß nicht schon vor dem Fax mehrere davon wußten. So etwas geht schnell in einer Firma rund. Laß es künftig nicht zu Lohnpfändungen kommen, dann hast Du auch keine Schwierigkeiten.

Einen Pfändungs und Überweisungsbeschluss an den Arbeitgeber stellt der zuständige Gerichtsvollzieher zu.

Der Anwalt der Gegenseite hat damit nichts zu tun.

Sofern der Anwalt der Gegenseite Auskünfte von deinem Arbeitgeber will, dann muss er das bei Gericht beantragen. Und dann stellt das Gericht dem Arbeitgeber eine entsprechende Mitteilung zu. Aber nicht der Anwalt.

Denn der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet auf Schreiben eines Anwaltes zu reagieren.

Die ganze Sache ist also im Hinblick auf den Datenschutz und auf die erforderlichen Wege komplett falsch gelaufen.

Daher kann ich mich nur den Usern hier anschließen, die dir raten den Landesbeauftragten für Datenschutz ein zu schalten.

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