Schweigepflicht bei Jugendpsychologen?

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1 Antwort

Der Psychologe darf ohne deine Einwilligung auch nichts mit deinen Eltern besprechen, was du ihm erzählst. Wenn jedoch eine Gefahr für Leib und Leben besteht, für dich oder andere (z.B. Suizidgefahr, Misshandlung usw.) werden deine Sorgeberechtigten hinzugezogen.

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colacoca2 11.06.2016, 11:12

Aber was hat das für einen Sinn? Wenn die Jugendlichen das wissen, erzählen die dem Therapeuten doch erst recht nichts von Selbstmordgedanken, was den Weg für eine Genesung doch schier unmöglich macht..
Hat der Therapeut hier die Pflicht oder die Möglichkeit die Eltern hinzuzuziehen?

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SadMelli 11.06.2016, 11:26
@colacoca2

Da bin ich jetzt ehrlich gesagt überfragt, aber ich denke, da hängt es vom Einzelfall ab. Wenn der Psychologe den Eindruck hat, dass du dich jeden Moment vor den Zug werfen könntest, würde er dich wahrscheinlich sowieso in eine Klinik einweisen und dann würden deine Eltern ja automatisch hinzugezogen werden.

Bei mir war es damals so, dass meine Therapeutin vorher mit mir besprochen hat, inwiefern sie meine Mutter über das was wir besprochen haben informiert. In einem Fall, in dem es jedoch brenzlich wurde (da will ich jetzt mal nicht ins Detail gehen) hat sie meine Mutter jedoch ohne meine Erlaubnis informiert.

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colacoca2 11.06.2016, 11:29
@SadMelli

Und wenn die Psychologin wissen würde, dass sie es durch die Information der Eltern nur schlimmer machen würde, würde sie es ihnen dann trotzdem sagen? 

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SadMelli 11.06.2016, 11:37
@colacoca2

Wie gesagt, ich denke, es kommt darauf an, wie akut deine Gefährdung ist. Wenn sie den Eindruck hat, dass du nicht akut gefährdet bist, und du möchtest, dass das unter euch bleibt, wird sie sicherlich nichts sagen. Ab 14 hast du ja auch ein gewisses Selbstbestimmungsrecht.

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