Schwebender Kauf?

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6 Antworten

Hier liegst du nicht ganz richtig.

Mit der Einigung wird der Kaufvertrag geschlossen. Das heisst, wir haben hier einen voll gültigen Kaufvertrag.

Allerdings haben wir, wenn die Kaufsache erheblich von der Soll-Beschaffenheit abweicht, zumindest einen Sachmangel.

In diesem Fall ist der Verkäufer zur Nachbesserung verpflichtet. Kann oder will er das nicht, so muss er die Ware zurücknehmen, das Geld zurückgeben und ist darüber hinaus schadensersatzpflichtig. Nicht Person A hat hier eine Entschädigung zu zahlen. Wenn, dann der Verkäufer.

Lässt sich nachweisen, dass der Verkäufer die Mängel kannte und nicht erwähnte, haben wir einen arglistig verschwiegenen Mangel.

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Kommentar von ChinaRobert
07.09.2016, 12:50

Danke für deine ausführliche Antwort, falls du die Zeit hast würd ich dir gerne eine Folgefrage stellen: Der Kaufvertrag ist ja dann zumindest mündlich Geschlossen. Darf der Verkäufer dann mit dem Gegenstand weiter Handel treiben? Dieser wird im Internet weiterhin Angeboten, ein Fehler ist dadurch unwahrscheinlich da der Verkäufer den Preis reduziert hat.

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Kommentar von Droitteur
07.09.2016, 14:54

Er kann im Prinzip den Gegenstand schon weiter verkaufen. Eventuell kann er bloß nicht alle Kaufverträge "erfüllen" und macht sich ggf schadensersatzpflichtig. Für dich sollte nur Letzteres eine Rolle spielen; womöglich ist das aber ein Hinweis darauf, dass er doch gewerblich handelt.

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Wenn der Artikel nicht den zugesicherten Eigenschaften entspricht und (egal, ob mündlich oder schriftlich zugesichert) Unterlagen fehlen, hast du das Recht, vom Kaufvertrag zurück zu treten. Ob du das allerdings zivilrechtlich durchsetzen kannst zu welchen Kosten, steht auf einem anderen Blatt.


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Kommentar von ChinaRobert
07.09.2016, 12:42

Mal ne Frage hinterher (hoffe ist ok, klar muss ich das noch Anwaltlich klären lassen) wenn du da was zu weißt: Wenn der Verkäufer den Gebrauchsgegenstand weiter zum Verkauf anbietet und den Preis reduziert, hat das rechtlich eine relevanz? Er sucht ja aktiv nach anderen Käufern obwohl der Kauf laut ihm ja abgeschlossen sei.

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Schwierige Situation, bei fehlendem Kaufvertrag könnte es schwierig werden das ganze vor Gericht zu beweisen. Theoretisch bei einem Kauf über das Internet hat jeder eine 14 tätige Wiederrufsfrist in der ohne Angabe von Gründen der Artikel zurück gesendet werden kann und man 100% der Kaufpreises erstattet bekommen muss. Das muss nachweisbar sein also auch die Übergabe des Geldes mit dem Geldbetrag. 

LG

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Kommentar von ChinaRobert
07.09.2016, 12:37

Das Geld wurde ja nachweislich überwiesen und der Eingang bestätigt. Weißt du wie es aussieht wenn der Verkäufer den Gebrauchsgegenstand immernoch im Internet anbietet und den Preis reduziert? So kann man ja nicht von einem versehen sprechen dass der Artikel noch zum Verkauf angeboten wird.

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Kommentar von kevin1905
07.09.2016, 13:01


Theoretisch bei einem Kauf über das Internet hat jeder eine 14 tätige Wiederrufsfrist

Nein, nicht bei dem Vertragsschluss zwischen 2 Privatleuten.

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Kommentar von Droitteur
07.09.2016, 14:48

Der Verkäufer ist nur dann ein Unternehmer, wenn er auch ein solcher ist. Dazu wird er nicht allein durch einen "voll gültigen Kaufvertrag".

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Der Kaufvertrag wurde abgeschlossen und ist gültig. Da er allerdings nicht das liefert, was er versprochen hat (Qualität ist deutlich schlechter) ist er im Schuldnerverzug. Die beiden Möglichkeiten sind entweder, dass er einen angemessenen Preisnachlass gewährt oder das geforderte Produkt in der im (mündlich) vereinbarten Vertrag nachliefert. Du kannst ihm hierzu eine Frist setzen. Nach dieser Frist darfst du vom Kaufvertrag zurücktreten und das Geld zurückfordern. (Österreich - Einzelheiten mit einem Anwalt klären)

Ob man wirklich zu einem Anwalt geht und Rechtliche schritte einleitet hängt vom Kaufpreis ab, wenn es zu wenig ist, wird es den Aufwand nicht wert sein.

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Man schickt keine Vorauszahlung, wenn man den Artikel selbst abholen kann. Dann gilt Barzahlung gegen Abholung. Und falls der Artikel nicht über die zugesicherten Eigenschaften verfügt, wars das dann.

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Kommentar von Interesierter
07.09.2016, 12:44

Das bringt den Fragesteller nun unheimlich weiter!!?

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Bei anwalt erkundigen - so als laie müsstes du im recht sein - etwas versprechen und ncht halten geht nicht problem wäre nur dass du keinen beweis dafür hast, ansonsten die angaben aus dem internet und den gegenstand mit den angaben vergleichen- der qualitätsunterschied allein sollte dir schon recht geben

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Kommentar von RVPTQR
07.09.2016, 12:27

könnte aber bei privat anbietern anders aussehen*

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