schwarzen Schimmel behandeln / entfernen?

2 Antworten

Mit Spiritus.

Nur das Entfernen wird vermutlich nicht reichen. Vielleicht ist die Feuchtigkeit nur durch das Laminat entstanden - dann hast du Glück gehabt. Wenn es aufsteigende Feuchtigkeit von der Bodenplatte/Fundament ist, hat man kaum eine Chance ausser richtig die dicke Kohle in die Hand zu nehmen.

Alternativ hilft es für den schmalen Geldbeutel, wenn man das Kellergeschoss etwas heizen kann und einen oder noch besser zwei Wohnraumlüfter einbaut - falls möglich.

Der Keller wird dann zwar auch nie trocken, aber trockener. Wahrscheinlich soviel, dass es zumindest zu keiner Schimmelbildung mehr kommt.

Der Putz an der verschimmelten Stellen wird abgeklopft. Vorher sollte der Schimmel mit hochprozentigen Alkohol abgetötet werden. Atemschutzmaske, Schutzbrille und gutes Lüften nicht vergessen.

Dann wird in einer kurz über dem Fußboden gefrästen waagerechten Nut im Putz/Mauerwerk rundum im Raum ein 18mm dickes gelötetes Kupferrohr eingelegt - quasi in Scheuerleistenhöhe - und mit Kalkzementputz eingeputzt. Das Rohr sollte möglichst dicht hinter der Putzoberfläche und möglichst weit unten liegen.

Über ein Rücklaufbegrenzer (RTL-Ventil) wird die Heizrohrschleife an die wassergeführte Heizung angeschlossen. Nach Wärmebeaufschlagung des unteren Wandbereiches tritt dort nie wieder Schimmel auf und der gesamte Raum wird temperiert, da die Warmluft vom unteren Wandbereich nach oben wandert und die Wandoberfläche erwärmt und trocknet.

Sofern es keinen Trockner gibt, kann die Wäsche dann auch bei entsprechender Lüftung im Raum getrocknet werden.

Die feuchte Luft aber nie in andere (kalte) Kellerräume lüften, es sei denn, die bekommen ebenfalls eine solche Heizrohrschleife und haben dann die gleiche Temperatur.

Siehe „Temperierung“ im Internet

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Musste grad hier in den Antworten zur Frage wieder den „Fachbegriff“ „aufsteigende Feuchtigkeit“ lesen.

Schon der umstrittene Dämmgegner Konrad Fischer sagte, dass es keine aufsteigende Feuchtigkeit gibt und ich komme durch eigene Erfahrungen am 95 Jahre altem Haus auch zu dem Ergebnis.

Daher rate ich bei Feuchteproblemen gerne zur Heizleiste (in Wohnräumen)oder Temperierung nach Großeschmidt (in Kellerräumen) da hierdurch die Wand vom der Raumluftkondensatbildung ausgeschlossen wird abtrocknet.

Nach meinen Erfahrungen fand dann immer eine Trocknung statt, sodass ich davon ausgehe, dass aufsteigende Feuchtigkeit ein Marketing-Gag ist, um den Leuten mittels aufwändiger Sanierung das Geld aus den Taschen zu ziehen.

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