Schwarze Elemente im Blues?

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Man hat immer wieder versucht, die "schwarze" Musik der USA auf musikalische Quellen/Traditionen in Afrika zurückzuführen, doch gelungen ist dies eigentlich nicht. Selbst der als "afrikanische Wüsten-Blues"-Musiker Ali Farka Touré verwendete aus meiner Sicht  eindeutig Delta-Blues  -Rhythmus und -Akkorde, die in afrikanischer Musik so nicht vorkommen, d.h. er importierte den nordamerikanischen Blues zurück nach Afrika Aber lies dies mal:

. Die Anfänge
Um die schwere Arbeit etwas zu erleichtern, sangen die Sklaven Arbeitslieder, sogenannte Worksongs.
Meistens gab es einen Vorsänger, der einen Vers sang, und die anderen sangen nach. Den Musikstil brachten die Sklaven zum Teil aus ihrer Heimat Afrika mit, sie bauten aber auch zunehmend Eigenschaften der europäischen Musik (Amerikaner sind ja hauptsächlich eingewanderte Europäer) ein.
Die Sklaven wurden zum Teil in den Religionsunterricht geschickt, wo sie Bekanntschaft mit Kirchenmusik machten, so kam später auch die berühmte Hammondorgel in den Blues. Der afrikanische Gesangsstil
geht mehr in Richtung Sprechgesang und es wurde die Pentatonik und sog. Blue Notes gebraucht, das sind (für europäische Ohren schräg klingende) Töne, die nicht im europäischen Tonsystem verwendet wurden. Die Arbeiter (hauptsächlich die Männer) sangen über ihr Leid, sie liessen sich durch Erlebnisse inspirieren, durch ihren Alltag, die Arbeit, die unglückliche Liebe, Betrug, etc. Von den Worksongs leitete sich nicht nur der pessimistische Blues mit den vornehmlich traurigen Inhalten sondern auch der eher
optimistische Negrospiritual und der Gospelsong ab, bei dem es um biblische Inhalte und gute Hoffnung geht.
(Aus Geschichte des Blues, pdf)

An der Art wie gesungen wird, "die stimme kling schwarz"
Es ist bewiesen, dass schwarzen Menschen ein anderes spectrum beim singen haben, bzw. Es ihnen leichter fällt.

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