Schwangerschaftsabbruch. Letzes Ultraschall?

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8 Antworten

Hallo

Der Arzt muss feststellen, in welcher Woche Du bist. Er macht somit einen Ultraschall. Ein guter Arzt wird den Bildschirm wegdrehen und den Ton ausschalten. Ausser Du möchtest es sehen und hören.

Bist Du denn schwanger? Wurde diese durch einen Frauenarzt festgestellt? Warst Du bei einem Beratungsgespräch, z. B. bei Pro Familia.

Eine Abtreibung ist mit einer Bedenkfrist von 3 Tagen danach möglich. Bis zur 9. Woche medikamentös oder/und (bis zur 14. Woche nach letzter Mens) durch Absaugung.

Falls Du Fragen zu den Methoden hast, teile es einfach mit.

Wünsche Dir alles Gute.

Freundlichen Gruss

tm

In der Schweiz läuft es so, dass man beim Gynäkologen ein Gespräch bzgl. des Schwangerschaftsabbruches hat. Dort wird über die Abbruchvarianten, den Grund des Abbruches, Komplikationen etc. gesprochen. Auch wird ein Ultraschall durchgeführt, um festzustellen wie weit man schwanger ist und ob mit der Schwangerschaft alles io ist. Anhand des Ultraschalles, damit kann die genau Schwangerschaftswoche festgestellt werden und anhand der Situation wird besprochen, wie der Abbruch stattfinden wird. Ob medikamentös oder chirurgisch.
Auch können die Herztöne gehört werden. Evtl. erhält man noch eine Blutentnahme und einen vaginalen Abstrich.

Medikamentös: Man erhält Mifegyne Tabletten, welche schon Blutungen und
Bauchschmerzen verursachen können, sowie evtl. Übelkeit etc. 2 Tage später
erhält man Prostaglandintabletten, welche die Blutung/Ausstossung
auslösen/verstärken. Entweder werden die Tabletten geschluckt oder in die
Scheide eingeführt.  Zu diesem Zeitpunkt ist man mind. 4h ambulant im
Spital/Arztpraxis zur allg. und Blutungskontrolle. Die Prostaglandintabletten
verstärken nicht nur die Blutung, sondern verursachen meistens auch noch
Bauchschmerzen (Menstruation ähnlich). Es kann sein, dass das Kind während des ambulanten Aufenthaltes ausgestossen wird, kann aber auch später erfolgen. 

Zur Kontrolle ob die Schwangerschaft wirklich beendet ist und alles Gewebe
ausgestossen ist hat man 2 Wochen später nochmals eine Nachkontrolle mittels Ultraschall.

Chirurgisch: Der Eingriff wird Saugcurettage genannt. Man tritt ambulant ins
Spital ein. Erhält eine kurze Vollnarkose und eine Infusion.  Beim Eingriff wird die Frucht und damit die Schleimhaut abgesogen. Meist ist man
dann zur Kontrolle der Blutung und zum Erwachen aus der Narkose noch 4-6h im Spital. Evtl. wird auf Wunsch während des Eingriffes auch eine Spirale
eingesetzt. Auch nach diesem Eingriff findet eine Nachkontrolle statt.

Ich nehme an, dass in Deutschland das Vorgehen ähnlich sein wird.

armeskaenguru 07.07.2017, 09:59

Hallo

In Deutschland ist eine Beratung bei einer anerkannten Beratungsorganisation Pflicht. Dann gibt es in Deutschland eine Bedenkfrist von 3 Tagen. Zudem zahlt in Deutschland die Krankenkasse nicht, nur auf Antrag und wenn das Einkommen ungenügend ist. Weiter werden in Deutschland zu 80% Absaugungen gemacht, in der Schweiz und den meisten Ländern zu 75% medikamentös.

Freundlichen Gruss

tm

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Deamonia 31.07.2017, 11:14

Also ich kann jetzt nur vom Absaugen sprechen, da war ich mit allem drum und dran ca. 1,5 Stunden in der Praxis. Der Eingriff dauerte ca. 15-20min und ich musste hinterher auch nur 20min warten, bevor ich gehen konnte. Am meisten Zeit hab ich im Wartezimmer verbracht ^^  

Wartezimmer - Voruntersuchung - Narkose - Absaugung - Aufwachen - kurz warten - Heim gehen

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Bist du dir wirklich sicher, ob du es abtreiben willst? Jeder
Embryo ist einmalig und hat schon unverwechselbare Fingerabdrücke (50-51 Tage Trennung der Finger). Er ist eine einzigartige, menschliche Individualität und möchte auch gerne leben. Bei den meisten Frauen hinterlässt eine Abtreibung psychische Probleme (PAS-Syndrom). Denke daran, es ist mehr als nur ein Zellhaufen und schon nach 28 Tagen pumpt sein eigenes Herz das Blut durch den kleinen Körper. Du kannst es ja auch zur Adoption freigeben und würdest so einer Frau, die keine Kinder bekommen kann und schon Jahre wartet, unendlich glücklich machen. Ich wünsche dir den Mut, dich doch noch für dein Kind zu entscheiden, auch wenn vielleicht alle dagegen sind.

Alles Liebe dir, Katy  

ninaxx2 10.07.2017, 11:57

Der Embryo möchte nicht leben, der Embryo kann nicht denken da kein Gehirn

Der Embryo ist ein Embryo und kein Mensch, du emotionalisierst das ganze absichtlich um Schuldgefühle zu erzeugen.

Was soll das mit den Fingerabdrücke?? Und??? Soll das die Fragestellerin weich machen um ein Kind zu kriegen das sie nicht möchte?

Ein Embryo 1 Gramm schwer, 1mm groß - KEIN MENSCH

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KatyMacOlell 10.07.2017, 18:30
@ninaxx2

Sorry, mal ehrlich: was habe ich selbst davon, wenn ich „die Fragestellerin weich machen“ würde? Ich interessiere mich sehr für die medizinische Embryologie und finde, dass viele zu wenig über
die Entwicklung des Embryos wissen und auch über die psychischen Folgen unter denen viele nach einer Abtreibung leiden. Deshalb entscheiden sich manche Frauen für die Abtreibung und bereuen es später. Ein Embryo ist zum Beispiel nicht nur Zellhaufen, kann mit 11 Wochen Wärme, Berührung, Licht und Lärm empfinden. Außerdem:
mit sechs Wochen ist ein Embryo ca. so groß wie ein Gummibärchen ( > 1mm), mit neun Wochen ca. 35 mm und mit elf Wochen circa 70 mm. Das Gewicht habe ich dazu leider nicht, aber vielleicht findest du es ja. Auch fühlt ein Embryo Gefahr,
da sein Herz, wenn der Muttermund brutal eröffnet wird, zu rasen beginnt, kurz bevor er mitsamt der Plazenta in Stücke gerissen wird (Absaugung) oder der Embryo in Stücke geschnitten wird (Ausschabung).

Das mit den Fingerabdrücken ist ziemlich faszinierend… Die Finger trennen sich am 50. bis 51. Tag. Ein zehn Wochen junger Embryo besitzt schon Fingerabdrücke. Ich finde so etwas spannend. Ich meine nach zehn Wochen… Genauso die Füße: Trennung der Zehen am 54. Tag. Die Füße eines zehn Wochen alten Embryos wurden von Dr. Russel Sacco aus Portland, Oregon in den 70er Jahren fotografiert und wurden zum Symbol des Lebens erklärt. Sie sind als orginalgetreue Nachbildung als Anstecker z.B. bei Kaleb e.V. erhältlich (ebenso die Hände).  

Kein Mensch? Du denkst, dass ein Embryo mit der Geburt plötzlich
zu einem Menschen mutiert… Das ist sehr unlogisch.  Frühgeborene (24. SSW) wären dann eher Mensch als Normalgeborene und es ist
auch ziemlich komisch. „Der Mensch entwickelt sich nicht zum Menschen, sondern als Mensch!“ und „Ein Mensch wird nicht Mensch, sondern ist Mensch … in jeder Phase seiner Entwicklung, von der Befruchtung an.“ – Professor Dr. Erich Blechschmidt, weltberühmter Humanembryologe, langjähriger Direktor des
anatomischen Instituts Göttingen, Autor zahlreicher Fachwerke (beide Zitate).  

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ninaxx2 11.07.2017, 23:48
@KatyMacOlell

Also das mit dem Spüren von Schmerz stimmt nicht, aber gut, du bist anderer Meinung,das kannst du gerne sein. Ich habe genug dazu gelesen und Relexe sind kein Schmerzempfinden.

Einige interpretieren in Reflexartige Bewegungen, Regungen, Zuckungen,  Gefühle und Schmerzen 

Ein Embryo fühlt keine Gefahr.  Es hat kein Gehirn soll aber schon intuitiv schon eine gefährliche Situation einordnen können ??!!!

du schreibst du interessierst dich für Embryologie.. Aber deine Wortwahl ist teilweise bewusst oder unbewusst, emotionalisiert, nicht sachlich.

wenn der Muttermund brutal geöffnet..

Brutal - Das ein bewusst emotional gewählter Begriff

Wie soll der Muttermund geöffnet werden.. Sanft, Zärtlich, Brutal??

Er wird einfach geöffnet - Weder Brutal, noch Sanft 

Man kann den Eingriff auch Sachlich schildern und diese Begriffe nicht benutzen den sie tragen zu keiner Aufklärung bei.

Abtreibungen sind heutzutage sehr sicher, sauber, und weniger gefährlich als natürliche Geburten. Ich will hier nichts gegeneinander aufwiegen, das sind einfach Fakten

Ein Mensch ist geboren, auf der Welt. Ein menschlicher Embryo, gehört zur Spezies Mensch - allerdings in der Entwicklung, und vor einer gewissen Zeit nicht lebensfähig und für mich nicht mit einem geborenen fühlendem lebendem Menschen zu vergleichen

Es ist ein Zellhaufen, in der Entwicklung - nicht mehr nicht weniger

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KatyMacOlell 12.07.2017, 21:30
@ninaxx2

Das mit dem Spüren von Schmerzen habe ich noch nicht richtig verstanden und ich habe auch bis jetzt noch keinen gefunden, der es mir erklären kann.

„Ein Reflex ist eine unwillkürliche, stereotype Reaktion des Nervensystems auf einen Reiz.
Das Vorhandensein bzw. Nicht-Vorhandensein von Reflexen und ihre Intensität erlauben Rückschlüsse auf den Funktionszustand des peripheren und zentralen Nervensystems. Die Untersuchung der Reflexe ist daher ein wichtiger Teil der neurologischen Untersuchung.“ (http://flexikon.doccheck.com/de/Reflex) Wenn
aber schon reflexartige Bewegungen beim Embryo durch das Nervensystem möglich sind und Berührungen am Kopf wahrgenommen werden, wieso sollte der Embryo am Kopf keinen Schmerz empfinden (aus medizinischer Sicht betrachtet)?

„Fakten“ – bedeutet auf der einen Seite, dass man sachlich Daten schildert, auf der anderen Seite aber auch, dass man die Realität wiedergibt. Und um die Realität korrekt wiederzugeben nutzt man Adjektive. Was wäre die Realität ohne Emotionen? Langweilige, sachliche Fakten kann sich jeder aus dem I-net heraussuchen, aber
die Adjektive beschreiben den Sachverhalt näher - halt wie er wirklich ist und das erfahrene bzw. gesehene kann wiedergegeben werden. Der Muttermund wird brutal geöffnet, ganz sicher nicht sanft oder zärtlich oder irgendetwas anderes. Du kannst dich in einem OP-Praktikum davon überzeugen.

Abtreibungen sind so sicher, dass „es zu Verletzungen
der Uteruswand kommen [kann], die Blutungen oder Schock zur Folge haben können. Nach einem operativen Eingriff sind auch Nachblutungen oder Infektionen möglich. In einigen Fällen kommt es zu Spätfolgen wie wiederkehrende Unterbauchschmerzen, Störungen im sexuellen Bereich und Sterilität.“ = sachliche Fakten :-) (http://www.netdoktor.de/schwangerschaft/abtreibung/)

Die meisten normalen Geburten gehen gut aus und stellen keine Gefahr für die schwangere Frau und ihr Kind da. Beide leben. :-) Bei einer Abtreibung kostet es dem Kind das Leben und viele Frauen berichten, dass sie sich auch wie lebendig begraben fühlen:

„Verdunkelt ist seit deinem Tod – / mein ganzes Wesen./ Zerstörrt – entehrt – getötet – bist nicht du allein./ Es starb mit dir – ein Teil von mir!“ (Gedicht „Schatten“; Rahel)

„Es ist ein Zellhaufen, in der Entwicklung - nicht mehr
nicht weniger“

Am fünften Tag nach der Befruchtung (Blastozyste) sind es 200 Zellen. Und auch wer dieses Stadium als „Zellhaufen“ bezeichnet, hat nicht genügend Ehrfurcht vor dem Leben, da es äußerst abwertend klingt. In den späteren Stadien ist es sowieso kein Zellhaufen (Blastozyste = der Grenzfall) mehr, da es aus unterschiedlich
differenzierten Zellen besteht. Lies mal: Zellhaufen ein Unwort - Universität Bonn

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Deamonia 31.07.2017, 11:26
@KatyMacOlell

Was ist denn daran so schwer zu verstehen? Du kannst die Reflexe eines Menschen mit Hirn, nicht mit denen eines Fötus ohne Hirn vergleichen.

Diese Reflexreaktionen kannst du bei jeder lebenden Zelle auslösen, sie bedeuten aber keinen Schmerz.

Schmerz kann nur im Gehirn wahrgenommen werden, ohne Gehirn gibt es keinen Schmerz, und auch keinerlei Emotionen.

 

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Deamonia 31.07.2017, 12:37
@KatyMacOlell

"Sorry, mal ehrlich: was habe ich selbst davon, wenn ich „die Fragestellerin weich machen“ würde?"

Das frage ich mich bei allen Hardcore Abtreibungsgegnern wie dir auch immer wieder...

"Ich interessiere mich sehr für die medizinische Embryologie und finde, dass viele zu wenig über die Entwicklung des Embryos wissen"

Du selbst weist aber noch weniger als die meisten anderen, wenn du sowas "kann mit 11 Wochen Wärme, Berührung, Licht und Lärm empfinden" schreibst. Vor der 24 Woche spürt, fühlt empfindet oder denkt ein Embryo nichts, absolut gar nichts. Es ist wie ein leere Hülle in Menschenform, aber ohne Gehirn.

"und auch über die psychischen Folgen unter denen viele nach einer Abtreibung leiden."

Die Psychischen Folgen nach einer Abtreibung, unter der einige wenige Frauen leiden, können aber im Gegensatz zu einem Kind durch Aufarbeitung minimiert werden.

Wenn man aber ein ungewolltes Kind bekommt, hat man sein leben lang ein Kind.

"Ich habe keinen Abbruch erlebt, aber dafür die Hölle einer ungewollten Schwangerschaft, eine traumatische Geburt, die mich seit über 4 Jahren immer wieder, jeden Tag aufs Neue belastet und Bilder abruft, die ich keinem Menschen wünsche. Da mein Partner mit meinen Problemen nicht klar kam, stehe ich heute allein mit dem Kind da, zudem am sozialen Abgrund, denn ich bin körperlich und seelisch am Ende meiner Kräfte, habe meine Arbeit verloren und bisher keine neue gefunden."

"Ich wurde mit 18 Mutter. Schwangerschaft ungewollt, Erzeuger stand nicht zum Kind. Ich habe dieses Kind bekommen, weil meine Familie mir immer gesagthat, abtreiben ist Mord.
Ich hätte ja ohne ihr Wissen abtreiben können, aber ich dachte natürlich, da mir das jahrelang eingeprägt wurde, dass ich nach einer Abtreibung psychische Probleme haben werde. Niemand sagte mir aber, dass man auch Probleme haben kann, wenn man ein ungewolltes Kind behält. Ich bin so wütend auf viele Leute, die immer sagen Abtreibung ist Mord. Die waren alle selber noch nie ungewollt schwanger.
Aber ist dem Kind wirklich geholfen, wenn es nicht geliebt wird? Mein Kind ist in der Pubertät  und ich denke immer noch, hätte ich doch besser abgetrieben, es wäre mir so vieles erspart geblieben. Mein Kind macht es mir wirklich nicht einfach. Lügen, dann hat sie noch die schlechten Gene von ihrem Erzeuger geerbt, mit denen ich jetzt klarkommen muss und alle denken, wenn man doch ein Kind auf die Welt bringt, liebt man es automatisch."

http://www.svss-uspda.ch/de/berichte_meinungen/berichte.htm

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Deamonia 31.07.2017, 14:41
@KatyMacOlell

"Abtreibungen sind so sicher, dass „es zu Verletzungen
der Uteruswand kommen [kann]... ... = sachliche Fakten :-)"

Hat Ninax ja auch nirgends bestritten, das da AUCH was passieren KANN nur die Risiken bei einer Geburt sind viel höher.

Das Risiko zu sterben, ist bei einer Geburt z.B. 10-14x höher, als bei einer Abtreibung.

Komplikationen der Geburt

Kaiserschnitt

11-30 %

Vaginaloperative Geburt (Vakuum, Forceps)

10 %

verletzter Damm (Naht od. Riss)

65 - 92 %

Vaginalriss

10 %

Labienverletzung

12 %

Zervixriss

1 %

Plazentaretention

9 %

Komplikationen des Schwangerschaftsabbruchs

Da nur etwa 5-10 % der Eingriffe nach der 12. Woche gemacht werden, beschränken wir uns im folgenden auf Angaben für den frühzeitigen Abbruch. Sie weisen eine erhebliche Bandbreite auf, je nach Studie. Einige der Studien sind älteren Datums, da sich die Techniken verfeinert haben, dürfte sich die Komplikationsrate heute im unteren Bereich bewegen.

Komplikationen bis zur 12. Woche, total

(inkl. Erbrechen nach Narkose, leichtes Fieber,

überdurchschnittliche Blutung)

2 - 10%

Leichte Komplikationen:

Blutungen (stärker als normal)

1 - 8.5%

Leicht behandelbare Infektionen

0.2 - 10%

zweite Absaugung nötig

(unvollständige Entfernung des Schwangerschaftsgewebes)

0.2 - 3%

Fieber

0.6 - 4%

Zervixverletzungen

0.01 - 1%

Anästhesie

0.02%

Schwere Komplikationen <1%

Schwere Komplikationen, total

(schwere Infektionen mit hohem Fieber, schwere Blutungen,

Bluttransfusion, Perforation [Durchstechung] der

Gebärmutterwand,Thrombosen [Verstopfung von Gefässen

durch Blutgerinnsel],operativer Eingriff nötig)

0.1 - 0.8%

Schwere Blutungen

0.1%

 

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KatyMacOlell 23.08.2017, 14:52
@Deamonia

Die Frühentwicklung des ZNS ist die Neurulation. Sie beginnt schon am 18. Tag. Die sekundären Hirnbläschen gehen in der 5. Woche
aus den primären Bläschen hervor. Das Gehirn beginnt sich also schon sehr früh zu entwickeln. Der Rückenmark bleibt ab dem dritten
Entwicklungsmonat im Wachstum gegenüber dem Wirbelkanal zurück (→virtueller Ascensus). Alles entwickelt sich. Die Zeit in utero
wird in zwei Phasen unterteilt: in die Embryonalperiode - erste bis
achte Woche = Anlage der Körpergrundgestalt & die Anlage
sämtlicher Organe und in die Fetalperiode – neunte Woche bis zur
Geburt = Wachstum und Differenzierung des Körpers und der Organe. Es gibt keinen Fötus ohne Gehirn. Mal davon abgesehen, dass man einen Embryo erst Fötus ab der Fetalperiode nennt, wo alle Organe schon angelegt sind und das Gehirn sich auch schon seit ein paar Wochen am entwickeln ist…

Das Schmerzempfinden ist ein Prozess - wie auch die gesamte Hirnentwicklung und die gesamte embryonale Entwicklung (vor und nach der Geburt) – ein Prozess, der nicht in klar definierten Abschnitten abläuft. Es gibt zudem große interindividuelle Unterschiede, so wie auch nach der Geburt – wann lernt ein Kind laufen, spricht die ersten Worte,… Es ist unmöglich ethnisch verantwortungsvolle Forschung am Embryo selbst durchzuführen. Was möglich ist, ist eben bestimmte Reaktionen des Embryos bzw. Feten zu messen. Bei einer Fruchtwasseruntersuchung (≈ ab der 12. SSW) führt die Punktion mit der Nadel zu einer erhöhten Herzfrequenz des Kindes = ein indirekter Beweis einer Stresshormonausschüttung bei einer Bedrohung.

Außerdem: Damit Organe ihre Funktion aufnehmen können, benötigt
es bereits ein ausgebildetes und funktionsfähiges
Nerv-Reiz-Leitungssystem. Dies ist beim Herz = erstes
funktionsfähiges Organ ab der dritten Lebenswoche bzw. ab der
fünften Lebenswoche nach der letzten Periode bereits der Fall.
Andere Organe folgen rasch nach (im dritten Monat beginnt die Leber
schon mit der Blutbildung). Wenn sich solche Nervenbahnen bereits
funktionsfähig so früh ausbilden, ist es naheliegend, dass dies für
die peripheren Schmerz-Leitungsbahnen ebenfalls sehr früh der Fall
ist – so wie sich ja dann auch die Extremitäten und die Haut
kontinuierlich ausbilden.

Es gibt also keinen bestimmten Entwicklungszeitpunkt als
Startpunkt des Schmerzempfindens. Dies würde dem Denken der
Fristenlösung und dem antiken Denken von Aristoteles, dass sich der
Mensch in bestimmten voneinander abgrenzbaren Schritten (oder
Fristen) entwickelt, entsprechen und nicht den modernen medizinischen Erkenntnissen der Embryologie.   

Und mal ehrlich: Inwieweit kannst du als Abtreibungsbefürworter ein
Schmerzempfinden eines Embryos mit 100%iger Sicherheit ausschließen?
Was wäre denn der Zeitpunkt für eine garantiert „schmerzfreie“
Abtreibung und welche sicheren wissenschaftlichen Belege hast du? Und
wenn ein bereits frühes Schmerzempfinden nicht sicher auszuschließen
ist – wäre es nicht dann doch inhuman, einen Embryo ohne
entsprechende Schmerzlinderung abzutöten – wie man ja auch Tieren
auf dem Schlachthof keinen langsamen qualvollen Tod zumuten würde?
Wohlgemerkt, die medikamentöse Abtreibungsmethode führt zu einem
langsamen und dann eben auch qualvollen Absterben durch die
Unterbindung der weiteren Versorgung + Organversagen und durch die
Organe ist womöglich noch eine früheres Schmerzempfinden möglich
als durch die Haut.

→ so habe ich es von einem Experten (Mediziner)  

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KatyMacOlell 23.08.2017, 14:55
@Deamonia

„Das Risiko zu sterben, ist bei
einer Geburt z.B. 10-14x höher, als bei einer Abtreibung.“
Bei einer Abtreibung ist es 100 % sicher, dass immer ein Mensch stirbt.

Viele Frauen berichten auch, dass sie seit ihrer Abtreibung nicht mehr zu sich zurückfinden, sondern der Tod ihres Ungeborenen ihr Leben verfinstert. Du kannst dir ja mal ein paar Gedichte bei Rahel e.V. durchlesen. „Verdunkelt ist seit deinem Tod -/ mein ganzes Wesen./ Zerstört – entehrt – getötet – bist nicht
du allein./ Es starb mit dir – ein Teil von mir!“ (Gedicht Schatten)

Nach einem Kaiserschnitt (meine Mum hatte zwei und eine Verwandte meiner Freundin hatte sogar acht) und auch nach einer Vaginaloperativen Geburt (bei einer Bekannten musste das Kind mit der Glocke herausgeholt werden) erholt man sich wieder.
Auch ein verletzter Damm, Labienverletzungen und ein Vaginalriss heilt wieder, auch wenn es schmerzhaft ist. Zervixrisse können genauso auch durch einen Schwangerschaftsabbruch entstehen. „
Kleine Zervixrisse heilen in der Regel ohne ärztliches Zutun ab.“ (http://flexikon.doccheck.com/de/Zervixriss)  Eine Plazentaretention
tritt eigentlich nur bei 1 von 300 Geburten auf, also sehr selten.

Außerdem: Es macht wirklich keinen Sinn in einer Schwangerschaft in drüben Gedanken zu versinken, was denn alles Schlimmes bei der Geburt geschehen könnte. Während einer Schwangerschaft sollte man sich über das Kind auch wirklich freuen können und sich nicht von all´ den Komplikationen die gute Laune verderben lassen.

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KatyMacOlell 23.08.2017, 14:59
@Deamonia

Das ein Embryo keine „leere Hülle in Menschenform“ ist ohne Gehirn hast du sicher durch die Ausführungen oben verstanden. In der Embryonalperiode werden die Organe angelegt und wachsen in der Fetalperiode nur noch.

"Die Psychischen Folgen nach einer Abtreibung, unter der einige wenige Frauen leiden, können aber im Gegensatz zu einem Kind durch Aufarbeitung minimiert werden."

Eine wissenschaftliche Untersuchung der Psychologin Maria Simon von der Würzburger Universitätsklinik zeigt, dass nach einer Abtreibung zwei von drei Frauen <<für lange Zeit Reue- und Schuldgefühle sowie Angstzustände oder schwere Depressionen>>
hatten. „Hinzu kommen oft auch körperliche Leiden: Migräne, Herzrhythmusstörrungen oder Magen-Darm-Beschwerden. Auch in der Beziehung zum Partner entstehen Probleme: Hassgefühle, Gefühlskälte und Launen bis hin zu Frigidität kennzeichnen das sexuelle Miteinander. Die Psychologin weist darauf hin, dass
sich eine Frau nach einer Abtreibung nicht erlöst oder befreit fühle, sondern <<oft jahrelang ihre innere Ruhe und Stabilität>> nicht mehr finde. Viele gaben bei der Untersuchung an, sie hätten sich für das Kind entschieden, wenn ihr Partner zugestimmt und sich der Abtreibung widersetzt hätte.“ – aus „Myriam
warum weinst Du?/ Die Leiden der Frauen nach der Abtreibung/
<<Post-Abortion-Syndrom>>/ Erlebnisberichte von betroffenen Frauen/ Ärzte berichten über die psychischen Folgen der Abtreibung“

„einige wenige Frauen leiden“ = echt stark untertrieben. Psychiatrische und psychologische Nachuntersuchen zeigen, dass die seelischen Störungen und Folgen bei einer Frau ganz erheblich sind. Eine Abtreibung ist eben immer ein endgültiger Vorgang – LEBEN oder TOD, der sich nie mehr ungeschehen machen lässt.

„Wenn man aber ein ungewolltes Kind bekommt, hat man sein leben lang ein Kind.“

Nein , man kann es auch zur Adoption freigeben. Eine Bekannte hat fünf Jahre lang auf ein Baby gewartet. Die Kinder kommen in echt gute Verhältnisse und werden von Herzen geliebt. Sicher gibt es traurige Erlebnisberichte. Aber eines steht fest: Es gibt mehr
Frauen, die darunter leiden, weil sie abgetrieben haben. Das andere ist eher die Ausnahme, denn die könnten ihr Baby zur Adoption freigeben.  

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Jap wird gemacht. Bei meiner Abtreibung, bei der letzten wurde das gemacht, da wurde die Größe des Embryo gemessen usw

Herzschlag war auch zu sehen. Hatte Glück, der Embryo war noch so klein das Ich Medikamentös abtreiben konnte. Ich würde dir zu einem Medikamentösen Abbruch raten

Es ist Super Easy, du hast keine Op&Narkose, du darfst nach der Einnahme von 2 Tabletten wieder heim gehen. Ich kann es wirklich nur empfehlen

Normalerweise wird vorher noch einmal ein Ultraschall gemacht. Die meisten Ärzte drehen auf Wunsch den Monitor um.

Aber was ist die Ursache Deine Frage? Wenn es Dir jetzt schon Angst macht,das Herz zu hören, oder das Bild zu sehen - solltest Du Dir vielleicht doch Gedanken machen, ob es einen Weg gibt dieses Kind zu behalten. Es gibt viele nicht staatliche Beratungstellen, die Dir an diesem Punkt weiterhelfen können.  Denn egal wie Du Dich entscheidest, Du wirst Dein weiteres Leben dahinter stehen können müssen.

Ich habe dir persönlich geschrieben.

Nelly

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