Schwangerschaftsabbruch! Eure Meinung.

4 Antworten

KONKRET ZU DEINER FRAGE

  • Ich bin sicher, dass Du es Dir sehr genau überlegt hast und hoffe sehr, dass Du dauerhaft mit Deiner Entscheidung im Einklang sein wirst. Ich rate davon ab, sie immer wieder und wieder zu überdenken. Die Entscheidung ist gefallen. Du hattest gute Gründe. Hinterher weiß jeder mehr, aber wenn man sich entscheiden muss, muss man es halt tun.
  • In Deutschland hat jede Frau die freie Wahl, eine Schwangerschaft auszutragen oder abzubrechen. Diese freie Wahl sollte sie nutzen und dabei ihre Lebensziele und Lebensplanung, ihre eigenen Ansichten und Wertvorstellungen, ihre wirtschaftliche Lage und die eventuelle familiäre Zukunft und Partnerschaft berücksichtigen.
  • Es ist bekannt, dass Frauen in Gesellschaften, in denen Abbrüche normal und unkompliziert angesehen werden, so gut wie keine postabortiven Traumata erleiden. Ihr Abtreibungsgegner schafft Euch den aremn Frauen selbst die Probleme, wegen deren Ihr dann dagegen seid. Das halte ich für unmoralisch. Würde man Abbrüche als normalen medizinischen Eingriff darstellen, so würde quasi keine Frau damit hinterher Probleme haben.

KONTROVERSE

  • Meines Erachtens ist ein Kernpunkt der gesellschaftlichen und gesetzlichen Kontroverse zum Schwangerschaftsabbruch die Frage, inwiefern für alle dieselbe Moral zu gelten hat und inwiefern man Bürgern eine bestimmte Moral vorschreiben darf. Als Vertreter der pro-choice-Fraktion setze ich dabei auf Toleranz und Pluralität.
  • Wenn jemand sagt, er könne aus moralischen Gründen nicht abtreiben und er hielte Abbrüche für verwerflich und falsch, so ist das seine freie Wahl und gewiss muss er das Recht haben, nicht an Schwangerschaftsabbrüchen beteiligt zu sein. Ich würde niemals versuchen, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, sondern seine Entscheidung und seine Moral tolerieren.
  • Wenn jemand umgekehrt sagt, er könne Schwangerschaftsabbrüche mit seinem Gewissen vereinbaren, so ist auch das seine freie Wahl und gewiss sollte er das Recht haben, Schwangerschaftsabbrüche durchführen zu lassen. Ich würde auch hier niemals versuchen, seine moralische Einschätzung bezüglich Abtreibung zu verurteilen, sondern seine Moral tolerieren.
  • Die Kontroverse hier bei GuteFrage.net, aber auch generell in der Gesellschaft, entsteht vorallem dadurch, dass Abtreibungsgegner partout wollen, dass ihre Ablehnung der Maßstab für alle wird. Umgekehrt fordert aber kein pro-choice-Befürworter, dass jemand abtreibt, der dies nicht will, ja nicht einmal, dass der andere Abtreibung für legitim hält. Die pro-choice-Fraktion möchte nur für sich selbst das Recht haben, nach der eigenen Moral zu entscheiden, andere sollen davon gar nicht betroffen sein.
  • Gerade wenn moralische Ansichten, wie die kategorische Ablehnung von Schwangerschaftsabbrüchen, vorrangig auf religiösen Überzeugungen basieren, ist es für mich persönlich nicht akzeptabel, dass Bürger, die eben nicht jene religiöse Überzeugung teilen, ihr Handeln ebenfalls nach den moralischen Maßstäben der religiös motivierten Gegener der Abtreibung richten müssen. Soll doch bitte jeder nach seiner Facon selig werden, aber nicht nach verordneter Moral und Religion.
  • Ich bin fest überzeugt, dass diese Frage des moralischen Maßstabs im Zentrum der Kontroverse liegt. Persönlich bin ich daher der Meinung, dass man bei Fragen nach Schwangerschaftsabbrüchen einerseits stets mit nüchternen Fakten antworten sollte und andererseits betonen sollte, dass die moralische Komponente eine rein persönliche Meinung ist.

hallo Julie

Du wolltest nicht schwanger werden, also hast du eine sichere Verhütungsmethode angewendet. Du bist schlicht ein Pechvogel, dass es zu einer Schwangerschaft gekommen ist. Warum solltest du diesen technischen Versager nicht korrigieren, wenn du definitiv kein Kind wolltest? Es ist dein gutes Recht, nein zu sagen. Frauen haben ein grundlegendes Recht, frei und in eigener Verantwortung zu entscheiden ob und wann und wieviele Kinder sie haben möchten (UNO-Frauenkonvention).

Ich habe in jungen Jahren einen Abbruch machen lassen, auch wegen eines Verhütungsversagers. Ich habe damit nie ein Problem gehabt. Es war meine bewusste Entscheidung. Punkt. Ich war einfach nur erleichtert, dass der Albtraum der ungewollten Schwangerschaft vorbei war. - Das ist jetzt fast 50 Jahre her.

DH! Richtig!

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Ich finde, dass ist deine Entscheidung, geht niemanden was an. Wenn du abtreiben lässt ist das vollkommen ok und wenn nicht auch. Wichtig ist, dass man selbst bestimmen kann und keiner Vorschriften macht.

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