Schwangerschaftsabbruch (Abtreibung) mit 16 ohne Eltern?

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9 Antworten

Ohje, das ist sicher momentan eine schwierige und unsichere Situation für dich. Deine Zeilen klingen sehr aufgeregt, was ich verstehen kann.
Du vermutest, dass du schwanger geworden bist, und du möchtest natürlich jetzt noch kein Kind bekommen. Deine große Sorge ist es, dass deine Eltern nichts mitbekommen. Wissen sie denn, dass du einen Freund hast, kennen sie ihn?
Im Moment vermutest du dass du schwanger sein könntest weil deine Tage nicht pünktlich gekommen sind? Und seit Sonntag wartest du darauf und lebst mit dieser Angst.....Hast du denn schon letzte Woche drüber nachgedacht, und dich beobachtet?

Es wäre doch auch möglich, dass sich durch diese innere Anspannung die Regel verschoben hat. Der Zyklus der Frau ist ein kompliziertes Ding ;-) und gerade in den ersten Jahren ist es oft noch nicht ganz eingespielt. Kommt denn sonst deine Periode  immer total pünktlich?

Und heute willst du auch ganz mutig zum Frauenarzt gehen.....Natürlich kannst du wechseln, dir einen anderen Arzt suchen. Abmelden brauchst du dich nicht. Der neue Arzt fragt dich schon, was er wissen will. Hast du gleich einen Termin für heute bekommen?
Und weiß dein Freund schon von deiner Sorge?

Ich wünsch dir wirklich, dass du mit jemand drüber reden kannst. Und ich drück dir jetzt die Daumen, dass es gut für dich ausgeht und du Entwarnung bekommst. Wenn du magst, dann sag mal Bescheid! ;-)
Liebe Grüße Nelly

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ckgirl 30.11.2016, 17:08

Super lieb, vielen dank für deinen Text. Lg

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nelly02 01.12.2016, 11:16
@ckgirl

Gerne! ;-)

Wie gehts dir denn heute? Warst du bei einem anderen Frauenarzt gewesen? Oder wartest du noch auf einen Termin - oft gehts ja nicht so schnell?

Vielleicht hat sich inzwischen doch schon was getan bei dir, oder du warst mutig und hast dir einen Test geholt?

Bin gespannt

LG Nelly

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In einer Schwangerschaftkonfliktsituation ist in jedem Alter keine Option leicht und jede Entscheidung schwer zu treffen. Vielleicht wäre erstmal moralische Unterstützung gut für dich und es besser, deine Eltern mit ins Boot zu holen. Meist ist die Reaktion gar nicht so "schrecklich" wie befürchtet.

Viele junge Frauen haben Angst davor, ihrer Mutter oder ihren Eltern zu erzählen, dass sie schwanger sind. Die meisten, die sich ihrer Mutter oder ihrem Vater anvertrauen, erfahren Unterstützung – oft viel mehr, als sie zunächst gedacht haben.

Eltern möchten ihre Kinder schützen und nicht ihre Zukunft durch eine sehr frühe Mutterschaft gefährdet sehen. Da ist auch von elterlicher Seite der Gedanke an eine Abtreibung naheliegend.

Frauen unter 18 Jahre dürfen aber einen Schwangerschaftsabbruch auch ohne Wissen bzw. Einwilligung der Eltern durchführen lassen, wenn die nötige
geistige Reife gegeben ist. Die nötige geistige Reife wird im Allgemeinen ab 16, teilweise schon ab 14 vorausgesetzt. Auch gegenüber den Eltern unterliegt der Arzt der Schweigepflicht.

Ist die Schwangerschaft durch einen Frauenarzt bestätigt, vereinbarst du am besten einen Termin z.B. bei der

http://www.profamilia.de/fachpersonal/beraterinnen/schwangerschafts-konfliktberatung.html

für eine Schwangerschaftskonfliktberatung. Dieses Gespräch kannst und solltest du selbstverständlich auch ohne den erklärten Wunsch um einen Schwangerschaftsabbruch nutzen. Zudem benötigst du den Beratungsschein für einen etwaigen Schwangerschaftsabbruch. Dort erhälst du nützlichen, individuellen und unparteiischen Rat und Hilfe bei deiner Entscheidung, wie es denn nun weiter gehen soll.

Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist das Gespräch ergebnisoffen zu führen. Natürlich dient die Beratung dem Schutz des ungeborenen Lebens, der jedoch nur mit und nicht gegen den Willen der Schwangeren möglich ist.

In Deutschland ist der Schwangerschaftsabbruch nach der Fristenregelung in den ersten drei Monaten (bis zur 14. Schwangerschaftswoche gerechnet nach dem ersten Tag der letzten Regel) straffrei.

Eine Schwangerschaftskonfliktberatung umfasst die Konfliktklärung hinsichtlich der emotionalen, seelischen, partnerschaftlichen und lebensplanerischen Aspekten von Elternschaft bzw. eines Schwangerschaftsabbruchs.

Sie gibt Informationen über staatliche und andere Sozialleistungen und Unterstützungen – Elterngeld, Kindergeld, Unterhalt, Wohngeld, existenzielle Leistungen.

Du erhälst dort eine medizinische Aufklärung hinsichtlich eines operativen oder medikamentösen Eingriffs, eine Erläuterung der Rechtsgrundlage und bekommst die Kosten und Finanzierung eines Schwangerschaftsabbruchs erklärt.

Da du wahrscheinlich über kein oder nur ein geringes eigenes Einkommen (derzeit 1.075 € netto) verfügst, kannst du einen Antrag auf Kostenübernahme stellen. Die Kosten werden von dem Bundesland, in dem du lebst, übernommen, den Antrag musst du jedoch bei deiner Krankenkasse stellen.

In der Beratung kann auch der potentielle Kindsvater, deine Eltern oder eine andere Vertrauensperson anwesend sein, wenn du das möchtest.

In der Beratung müssen keine "Gründe" genannt werden, warum man eine Schwangerschaft nicht austragen möchte. Es gibt niemanden, der diese Gründe gewichtet oder darüber entscheidet, ob die Gründe "gerechtfertigt" sind und ob sie "ausreichend" sind für einen Schwangerschaftsabbruch.

Wenn du dich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidest, hast du das Recht auf umfassende Beratung, angemessene ärztliche Versorgung und respektvolle Behandlung.

Ein Schwangerschaftsabbruch ist für viele Frauen eine schwierige Entscheidung und in jedem Fall eine schmerzliche Erfahrung. Er kann für eine Minderheit von Frauen - wie viele andere schwierige Entscheidungen im Leben - mit Traurigkeit, Reue, Schuld- oder Verlustgefühlen verbunden sein.

Jedoch kann man aus den besten verfügbaren Studien folgern, dass der Schwangerschaftsabbruch, wenn er unter guten Bedingungen durchgeführt wurde, weniger negative psychische Folgen hat, als die Geburt eines ungewollten Kindes.

Kein Eingriff ist ohne Risiko. Aber aus zahlreichen Studien, die auf Nachuntersuchungen von Tausenden von Frauen beruhen, geht eindeutig hervor: Das Risiko ernsthafter Komplikationen beim Schwangerschaftsabbruch ist gering, sogar um ein Mehrfaches geringer als bei einer Geburt.

Es ist belegt, dass ein Schwangerschaftsabbruch kein erhöhtes Risiko für Unfruchtbarkeit birgt, lediglich schließen einige Studien in bezug auf Frühgeburten bei einer nachfolgenden Schwangerschaft auf ein leicht erhöhtes Risiko.

Ich wünsche dir die Kraft, deine Entscheidung zu treffen, die für deine jetzige Lebenslage und Lebensplanung richtig ist und von Herzen alles Gute!


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Hallo

Mit 16 Jahren kannst Du selber entscheiden und benötigst keine Einwilligung der Eltern.

Dass Du zur Beratung gehst, ist schon mal gut. Mit diesen und der Krankenkasse kannst Du dann das Vorgehen besprechen, dass Deine Eltern nichts erfahren.

Eine Abtreibung ist mit einer Bedenkfrist von 3 Tagen nach dem Beratungsgespräch möglich.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Freundlichen Gruss

tm

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Servus ckgirl,

Leider sind die dir bisher gegebenen Antworten alle falsch 🙈

Prinzipiell ist ein Schwangerschaftsabbruch in deinem Alter ohne das Einverständnis deiner Eltern möglich - die entsprechende Gesetzeslage sieht das bei 16-18 Jahre alten Frauen so vor:

Auch Mädchen unter 18 Jahren steht grundsätzlich die Möglichkeit offen, eine ungewollte Schwangerschaft straffrei abbrechen zu können. Es gelten die gleichen gesetzlichen Voraussetzungen wie bei Volljährigen, das heißt, man muss sich vor einem Abbruch rechtzeitig beraten lassen oder es muss ein sehr wichtiger Grund –wie beispielsweise eine Vergewaltigung – für den Abbruch bestehen.

Bei über 16 Jahren alten Mädchen geht man meistens davon aus, dass sie selbst entscheiden können, ob sie eine Schwangerschaft abbrechen möchten oder nicht, auch ohne die Eltern zu fragen.

https://www.profamilia.de/?id=2644

Dieser Eingriff wird von einer öffentlichen Kasse übernommen werden, wenn du weniger als 1.075€ netto verdienst - wovon ich jetzt aufgrund deines Alters einfach mal ausgehe :)

Je nachdem, in welcher Woche du genau schwanger bist, ist ein Abbruch nichtmal eine OP, sondern medikamentös durchführbar (ungefähr bis zur 9.SSW, so weit ich weiß) - die "Ratschläge", das wäre immer eine OP, sind daher auch völlig falsch.

Ich würde dir dazu raten, einen Termin bei Pro Familia zu machen - die anderen Beratungsstellen sind kirchlich getragen und beraten nicht neutral (wie bspw. Donum Vitae o.ä.), weswegen ich Pro Familia am Besten halte :)

Die Beratungsstelle muss dir einen Beratungsschein ausstellen - du musst dich da nicht rechtfertigen oder sonstwas. Nachdem du dann ein paar Tage Bedenkzeit hattest (die gesetzlich vorgeschrieben sind) kannst du dir einen Termin bei einem Frauenarzt für einen Abbruch machen.

Lass dir das einfach nochmal konkret beim Beratungsgespräch erklären :)

Lg

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LuckySunnyLove 29.11.2016, 16:14

Viel besser hätte man es nicht schreiben können 👍

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Überlege dir eine Abtreibung sehr sorgfältig. Unzählige Mädchen haben hinterher lebenslange Depressionen und machen sich Vorwürfe. Trage doch die Verantwortung für Dein Tun und gib diesem unschuldigen Wesen eine Chance. Du wirst es nicht bereuen. Es gibt so viele Hilfen für junge Mütter. Belaste nicht dein Gewissen.

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CalicoSkies 29.11.2016, 19:07

Psychische Komplikationen nach einem Abbruch sind nachweislich unwahrscheinlicher als psychische Komplikationen nach einer Geburt.

Der Hauptgrund für psychische Probleme nach einem Abbruch ist Druck von außen - unter anderem auch von Leuten, die ihr ein schlechtes Gewissen fast schon einreden wollen ^^

Nach dem Betrachten deines Profils vermute ich, dass deine negative Haltung religiös motiviert ist, oder?

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Mach doch erst mal den Schwangerschaftstest, bevor du über ungelegte Eier nachdenkst. Möglicherweise bist du ja gar nicht schwanger.

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Ich persönlich kann Dir eine Abtreibung ohne Wissen der Eltern nicht empfehlen, auch wenn es möglich ist. Denn Du merkst schon jetzt, wie in Dir die Angst hochkommt, dass es doch irgendwie auffliegt. Wie soll dies dann anschließend sein. Wenn Du eine Abtreibung alleine machst, stehst Du nachher auch alleine da mit Deinen wahren Gedanken und Gefühlen. Und eine Abtreibung kann für Dich zu einer Verlusterfahrung werden, die nicht spurlos an Dir vorüberzieht.

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ckgirl 29.11.2016, 20:36

Danke für deinen Tipp. Aber ich werde dabei bleiben, auch wenn ich das später bereun mag.

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CalicoSkies 29.11.2016, 23:56

Und eine Abtreibung kann für Dich zu einer Verlusterfahrung werden, die nicht spurlos an Dir vorüberzieht

So etwas ist nur seltenst der Fall und weder die Regel noch eine sonderlich häufige Komplikation nach einem Abbruch.

Ein Abbruch wird leider von vielen verteufelt und als psychisch belastender dargestellt, als er ist - dem ist aber nicht so.

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Mach doch erstmal nen Test.
Du weisst ja noch nichtmal ob du schwanger bist.

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dafür gibt  es keine versicherung das muss man selber zahlen und ist auch nicht billig.

du solltest das aber unbedingt mit deinen eltern besprechen - ohne ihnen geht es sowieso nicht. überleg dir das gut ob du das überhaupt willst das ist keine leichtfertige entscheidung

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LuckySunnyLove 29.11.2016, 15:56

Das bezahlt die Krankenkasse!

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LouPing 29.11.2016, 16:10
@susinachbauer

Hey susinachbauer

Ein Sws-Abbruch wird wenn (nach der Beratung) ärztlich angeordnet,im Fall der TE trägt die Krankenkasse die Kosten. 

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CalicoSkies 29.11.2016, 16:12
@susinachbauer

Es gibt keine embryopathologische Indikation, sondern nur eine medizinische Indikation der betroffenen Frau (wenn die Behinderung eine zu hohe psychische Belastung darstellt)

Die Kostenübernahme ist aber unabhängig von der gestellten Indikation und gilt für jede Frau, die weniger als 1.075€ netto verdient.

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LuckySunnyLove 29.11.2016, 16:02

Das hab damals gemacht! Ich hatte eine Abtreibung vor zwei Jahren, also ich kenne mich bestens aus 😏

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CalicoSkies 29.11.2016, 16:10

dafür gibt es keine versicherung das muss man selber zahlen und ist auch nicht billig.

Wenn die betroffene Frau weniger als 1.075€ netto verdient, wird es übernommen.

Die Indikation ist dabei egal, das gilt auch bei einer Fristenregelung.

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ckgirl 29.11.2016, 16:19
@CalicoSkies

Ich verdiene gar nichts, bin ja erst 16 & Schülerin, Also hab ich das richtig verstanden, die Krankenkasse bezahlt das? Kann ich da einfach anrufen oder wie ist das & geht das irgendwie ohne Poast sondern nur mit E-Mail oder Telefonate? Möchte einfach kein Risiko eingehen, dass es meine Eltern doch irgendwie mitbekommen

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LuckySunnyLove 29.11.2016, 16:16

Mit 16 zahlt es auf jeden Fall die Krankenkasse! Und das ist hier der Fall.

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