Schwangerschaft und Jobcenter?

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2 Antworten

Eine eigene angemessene Wohnung bzw.die Kosten für diese wenn du bedürftig bist stünden dir spätestens ab dem 6 Monat zu !

Wenn du kein Nebeneinkommen mehr hast kann auch keins mehr auf deinen Bedarf angerechnet werden.

Ab der 13 SSW - steht dir auch ein Mehrbedarf von 17 % von deinem individuellen Regelsatz für den Lebensunterhalt zu.

Solange du noch bei den Eltern lebst und unter 25 bist stünden dir derzeit 327 € Regelsatz zu,dazu kämen diese 17 % Mehrbedarf bis zur Geburt des Kindes.

Würdest du alleine wohnen stünde dir derzeit der volle Regelsatz von 409 € zu,somit würdest du dann auch mehr an Mehrbedarf bekommen.

Also muss ich mir keine Sorgen darum machen, dass auch nach Nebenverdiensten der letzten Monate gefragt wird?

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@Meowsa

In der Regel werden beim Erstantrag und dann auch bei Weiterbewilligungen Kontoauszüge / Nachweise der letzten 3 Monate verlangt und wenn du deinen Nebenjob schon 3 Monaten nicht mehr hast bzw.aus deinen Kontoauszügen hervorgeht das kein Nebeneinkommen mehr zugeflossen ist,dann hat sich das auch erledigt !

Wenn du noch unter 25 bist bekommen deine Eltern auch noch Kindergeld für dich,dass würde dann zu 100 % auf deinen Bedarf angerechnet.

Das steht dir aber nur bis 8 Wochen nach der Geburt zu,es sei denn du setzt deine Ausbildung nach dem Mutterschutz fort.

Außerdem ist dir der Kindsvater spätestens ab dem Mutterschutz ( 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ) zum Unterhalt verpflichtet,sollte er nach Berücksichtigung von Aufwendungen wegen der Beschäftigung noch mehr als 1200 € Netto haben.

Auch nach der Geburt stünde dir dann min. bis zur Vollendung des 3 Lebensjahres des Kindes Betreuungsunterhalt zu,wenn du dein Kind selber betreuen möchtest,vorrangig ist dann aber erst mal der Unterhalt fürs Kind,da liegt der derzeitige Selbstbehalt des unterhaltspflichtigen bei min.1080 € wenn er berufstätig ist,wenn nicht bei 880 €.

Erst wenn er nach der Zahlung des Kindesunterhalts noch mehr als 1200 € Netto hätte stünde dir dann auch Betreuungsunterhalt zu,eigenes Einkommen würde auf den Anspruch angerechnet.

Bei 510 € Brutto stehen dir nach § 11 b SGB - ll Freibeträge auf Erwerbseinkommen von 182 € zu,diese würden dann von deiner Nettovergütung theoretisch abgezogen und sonstiges Einkommen wie z.B. Kindergeld dazu addiert und das ergibt dann dein gesamtes anrechenbares Einkommen was dann auf deinen Bedarf angerechnet würde.

Du hast dann vom Brutto erst mal 100 € Grundfreibetrag,ab 100 € - 1000 € Brutto kommen noch mal 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch mal 10 % an Freibetrag dazu.

Nach der Geburt würde dann die letzte Stufe der Freibeträge von 1000 € - 1500 € Brutto ansteigen,davon dann noch mal 10 % Freibetrag.

Würdest du nach der Geburt alleine wohnen,also praktisch alleinerziehend sein,dann fallen wie gesagt diese 17 % Mehrbedarf weg,dafür stünden dir dann für ein Kind unter 7 Jahren ein Alleinerziehenden Mehrbedarf von 36 % deines Regelsatzes zu.


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Bis Ende der ersten Ausbildung oder Studium sind die Eltern / Erziehungsberechtigten für Deinen Lebensunterhalt gesetzlich verpflichtet. (Auch im eigenen Haushalt)

Das gilt nicht mehr, wenn man schwanger ist und somit eine eigene Bedarfsgemeinschaft bildet, das habe ich nachgeschlagen, daher hilft mir deine Antwort leider nicht weiter.

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@Meowsa

Aber in einer A8sbildung bekommst du trotzdem kein Geld vom Jobcenter. Denn dafür müsstest du dem Arbeitsmarkt zu Verfügung stehen, wass du in einer Ausbildung nicht tust.

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