Schwangerschaft und arbeiten - wie seid ihr damit umgegangen?

5 Antworten

Wieso "krankschreiben"? Das wirst du, wenn du eine Grippe oder einen Magen-Darm-Infekt oder den Fuß verknackst hast.

Da deine Beschwerden ursächlich mit deiner Schwangerschaft zu tun haben, kommt für dich eventuell ein individuelles Beschäftigungsverbot infrage.

Dieses spricht der behandelnde Facharzt ganz oder teilweise per Attest aus und ist auf den persönlichen Gesundheitszustand der werdenden Mutter bezogen (§ 3 Abs. 1 MuSchG). Dabei muss noch kein krankhafter Zustand vorliegen, es genügt alleine die Möglichkeit eines Schadenseintrittes infolge der weiteren Beschäftigung. Dies trifft z.B. auch für psychische Belastungen am Arbeitsplatz, anhaltende Rückenschmerzen oder auch bei Übelkeit und Erbrechen zu.

Das Attest beim individuelles BV ist klar abzufassen. Es muss neben der Rechtsgrundlage die voraussichtliche Geltungsdauer („zunächst bis ...“) enthalten.

Der Facharzt kann auch den Umfang, d.h. die begrenzte Arbeitsmenge („nicht mehr als ... Arbeitsstunden pro Tag“) bzw. die Art der untersagten Tätigkeit möglichst genau und mit allgemein verständlichen Angaben darstellen. Es ist auch möglich, darzustellen, welche Art von Tätigkeit die Schwangere ausüben darf (Positivliste).

Wird ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen, hat die werdende Mutter gegen ihren Arbeitgeber Anspruch auf zeitlich unbegrenzte Zahlung des vollen Arbeitsentgelts (Mutterschutzlohn) nach § 11 Absatz 1 Satz 1 MuSchG. Dieses bekommt der Arbeitgeber auf Antrag über das Umlageverfahren 2 (U2-Verfahren) von der Krankenkasse der werdenden Mutter erstattet.

Darüber hinaus ist auch dein Arbeitgeber ab dem Zeitpunkt der Kenntnis der Schwangerschaft verpflichtet, die notwendigen Schutzmaßnahmen einzuleiten und für ein angemessenes Arbeitsumfeld Sorge zu tragen.

Besprich das mit deinem Frauenarzt.

Alles Gute für dich und eine gesunde und tolle Schwangerschaft und Geburt!


Wenn ich das lese, wird mir bewusst, dass meine Schwangerschaft - vor vielen Jahren - offenbar sehr einfach verlief, obwohl ich schon über 38 war (erste Schwangerschaft). Die Morgenübelkeit war erträglich, ich habe Vollzeit gearbeitet, 40 Stundenwoche mit einigen Überstunden, bis 6 Wochen vor der Geburt. Danach war ich knapp 2 Wochen später wieder arbeiten, weil man keinen Ersatz für mich fand. Weil ich gestillt habe, durfte ich das Kind mit zur Arbeit nehmen.

Ich habe mir gesagt, dass eine Schwangerschaft keine Krankheit ist, "mind over matter", das hat geholfen.

Ich kann es dir nur aus Sicht einer nicht Schwangeren Kollegin beantworteten:

Lass dich krankschreiben oder noch besser für alle (ein beschäftigungsverbot) 

...so bist du einfach kaum zu brauchen, "blockierst" aber die Std die kein anderer machen kann! Dann hab ich lieber eine "kranke" Kollegin zuhause aber im Markt jemanden der richtig und überall mitarbeiten kann!

Die besetzen aber keine Stunden von Mitarbeitern die krank sind oder im Mutterschutz, Elternzeit, Beschäftigungsverbot. Das haben die schon einige Male gesagt. Es wird fast nur noch gekürzt und mit den paar Leuten gearbeitet die noch da sind.

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11 Stunden arbeiten mit 17?

Arbeite seit kaum 4 Wochen an der Kasse in einem Elektromarkt. Bin 17 Jahre alt (=Minderjährig) und in meinem Vertrag stand die Arbeitszeit würde ca. 8 Stunden die Woche betragen (Minijob). Montag gabs nen Anruf, ich hätte wohl spontan diese ganze Woche frei bekommen weil ich genug Überstunden habe.

Vorhin bekomm ich den Plan für kommende Woche und stelle fest, dass ich unter anderem ein mal 3 h am Abend arbeite (wie immer & in Ordnung). Das Problem ist eher, dass ich Samstag von 9:30 Uhr bis 20:00 Uhr drinnen steh, was heißt ich fange um 9:15 Uhr an und bin um 20:20 Uhr fertig, weil ich die Kasse vorbereiten und abrechnen muss. Ich würde also etwas über 11h arbeiten. Die Pause ist wohl mit drinnen, zumindest seh ich Kollegen immer in Pause gehen ohne sich abzumelden. Selbst bei 2h Pause würde ich 9h arbeiten.

Ist sowas erlaubt? Und falls nein, kann ich dass meinem Chef etwas "nett" beibringen? Bin nämlich noch in der Probezeit und würd auch gerne hier weiterhin arbeiten :)

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Beschäftigungsverbot in der Schwangerschaft rechte?

Hallo leute ich hoffe ihr könnt mir Helfen bin total am verzweifeln Ich bin in der 9ssw und arbeite in einem Supermarkt an der kasse hab mein Festvertrag und hab immer sehr gerne mein job als Kassiererin Gemacht Seid dem ich Schwanger bin bin ich krank geschrieben und musste gestern wieder nach der Krankschreibung zur arbeit Ich sitze 5 std täglich an der kasse und mein größtes problem ist zurzeit in der Schwangerschaft das ich Übelkeit und schwindelkeit habe was noch dazu kommt ist dass direkt neben unseren kassen eine fischtheke und der Bäcker ist die jedentag kochen und fritieren und gestern war es so schlimm dass ich den gestank nicht mehr ausgehalten habe und mich vor den kunden übergeben habe was sehr sehr unangenehm für mich war ich muss wenn ich die kasse verlasse jemanden aus dem laden rufen und bis die liebe Kolleginn gekommen ist war es zu spät ich will und kann mir das echt nicht antun und von meiner Frauenärztin sehe ich nur die kalte schulter da ich von ihr kein beschäftigungsverbot bekomme ich weiß echt nicht mehr was ich tun soll auf das geld bin ich angewiesen da möchte ich ungern ins Krankengeld fallen was kann ich dagegen tun ?

Ich danke euch viele Liebe Grüße :*

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