Schwangerschaft trotz Medikamenten? ( Morphin, Fentanyl, Antidepressiva, )

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Hi, ich bin selber Schmerzpatient und klebe seid ca 2 Jahren Durogesic Smat. Habe mich in dieser Zeit von 50 auf 18µg runtergearbeitet. Habe mit meinem Schmerztherapeuten und meiner Gyn vor meiner Schwangerscahft alles abgesprochen, so das ich weiss das Fentanyl keine Frucht/Gen schädigende Wirkung hat. Einen Entzug, ja, den wird mein Kind machen müssen genau wie ich... Wünsche Dir max. Erfolge und Überlege Dir gut was du tust, diese Entscheidung hat bei mir sehr sehr lange gedauert.

LG Irene

Hi, ich hoffe, du liest dies noch, obwohl es schon lange her ist... Hast du dich mittlerweile für ein Kind entschieden oder dagegen? Also, zuerst einmal können gesunde Menschen kein Stück nachvollziehen, was es bedeutet krank zu sein oder als schmerzmittelabhängige Kranke sich ein Kind zu wünschen! Daher finde ich, sollten sie auch nicht darüber urteilen, denn sie haben sich mit dem Thema nicht befasst und haben nicht mit mehreren Ärzten (die sich mit dem Thema auskennen) darüber gesprochen, so dass es sich nur um eine persönliche Meinung eines Gesunden handelt, der sich nicht damit auskennt und das auch nicht nachempfinden kann. Daher gib nichts auf solche Antworten, sondern informiere dich bei vielen Ärzten, die sich damit auskennen. Zu meiner Erfahrung: Ich selbst bin seit 6 Jahren Schmerzpatientin nach einem Unfall und werde auch mein Leben lang damit leben müssen und werde auch immer eingeschränkt sein. Ich nehme auch seitdem Fentanyl-Pflaster (Opiat), habe auch Antidepressiva und Antiepileptika nehmen müssen. Auch ich als Kranke wünsche mir wie ein Gesunder auch, ein Kind und habe mich intensiv mit dem Thema befasst. Ich war bei mehreren Ärzten, die sich mit drogenkranken Schwangeren oder solchen wie wir "auskennen". Aufgrund der Erfahrungen ist es so, dass z.B. heroinabhängige Frauen gesunde Kinder auf die Welt bringen ohne Fehlbildungen. Natürlich muss das Kind einen Entzug durchmachen, wenn es auf die Welt kommt. Aber das hört sich schlimmer an als es ist. Schlimmstenfalls können Atemprobleme auftreten, so dass diese Kinder kurzfristig beatmet werden müssen. Eine Beobachtung für ca. 48 Std. im Krankenhaus/ Kinderkrankenhaus ist daher ein Muss! Aber behindert o.ä. werden diese Kinder nicht. Allerdings ist bei z.B. heroinkranken Frauen das Problem, dass sie keine konstante Dosis haben. Dies führt eventuell zu Wehentätigkeit oder schlimmstenfalls auch Fehlgeburten... Allerdings ist bei uns Opiat-Schmerzmittel-Patienten das so, dass unsere Dosis konstant gehalten werden kann, so dass dies keine weiteren negativen Auswirkungen auf das Kind hat.... Aber Antidepressiva sowie auch die Antiepileptika, die ich genommen habe, schließen keine Probleme bei dem Kind aus, so dass diese nicht genommen werden sollten. Daher habe ich diese beiden Medikamente auch abgesetzt bevor ich versuchte schwanger zu werden. Ich bin leider noch nicht schwanger geworden, was aber auch nicht an dem Opiat liegt, sondern hat andere Gründe. Ich bin jetzt auch in einer Kinderwunschklinik in Behandlung und habe mich dazu entschlossen, das Opiat (Fentanyl-Pflaster) schrittweise abzusetzen, da ich gern für mein Kind so wenig Probleme wie möglich möchte und auch gern stillen würde, was mit dem Medikament nicht gehen würde. Ich habe die Dosis mittlerweile halbiert und bin auch wahnsinnig stolz drauf, auch wenns mir richtig, richtig schlecht geht und meine Verfassung dadurch natürlich noch viel schlechter als vorher ist, aber ich weiß ja wofür ich es mache. Muss dazu sagen, dass ich vor dem Absetzen eher der Meinung war, ohne diese Dosis des Schmerzmittels nie im Leben zurecht zu kommen, da es mir schließlich mit der Dosis schon sehr schlecht ging. Aber ich war mutig und hab es trotzdem gewagt. Dies ist natürlich ein langwieriger Prozess und darf nicht über kurze Zeit vorgenommen werden, da dass ein heftiger Entzug wäre und Lebensgefahr drohe. Ich bin immer noch weiter dabei die Dosis Stück für Stück weiter zu reduzieren. Das mache ich aber auch für mich selbst und nicht nur für das erwünschte Baby, denn ich glaube, dass das Medikament die Lebenserwartung verkürzen kann und auch krebserregend wirken kann (die Erfahrung hab ich schon gemacht). Es muss auch für uns andere Wege geben, um einigermaßen durchs Leben zu kommen und das werde ich in Zukunft damit versuchen, positiv und optimistisch zu sein und mit pflanzlichen Geschichten in Kombi mit alternativer Behandungsmethoden auch ein annehmbares Leben auch ohne diese Hammer-Mittel zu leben - für mein Kind und mich.... Fazit: Nach Risiko-Abwägung ist eine Opiat-Schmerzmittel-Patientin in der Lage ein gesundes Kind zu bekommen. Antiepileptika ist nicht möglich. Wünsch dir viel Glück und auch denen, die das auch betrifft!!!! Lieben Gruß

Vielen vielen Dank für diese Antwort!

Nach meinem langen Wunsch ein weiteres Kind zu bekommen und nachdem ich diese frage hier gestellt habe hab ich mich viel damit befasst. Danke dass du nochmal alles ansprichst was wirklich wesentlich ist und etwas weiter geht als ein gesunder mensch es mir sagen könnte,der überhaupt nicht mit der Thematik vertraut ist.

Ih wünsche dir wirklich von ganzem herzen (und meins ist groß!) dass dein/euer kinderwunsch in erfüllung geht und dass du, (das wäre ja absolut traumhaft) langfristig ohne Opiate zurecht kommst und wieder Lebensqualität im Leben hast!

Alles alles liebe und viel erfolg, Gesundheit und meinen respekt für deine ausdauer und den Mut!

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Ich glaube, deine Fragestellung als solche ist unheimlich umfangreich.

Die meines Erachtens relativ einfache Fragestellung nach den der medizinischen Seite ist leicht beantwortet. Natürlich gehst du bewusst Risiken bei einer Schwangerschaft ein. Nicht grundlos nimmst du sehr starke Medikamente ein und musst daher davon ausgehen, dass sich primär dein Gesundheitszustand unter einer Schwangerschaft massiv verschlechtern wird. Hier gilt es meiner Meinung nach auch abzuwägen, ob du diese Verschlechterung auch tragen kannst? Mir ist klar, dass gerade bei einem starken Kinderwunsch diese temporäre Verschlechterung gerne hingenommen wird bei Aussicht auf die vielen Freuden, die eine Mutterschaft mit sich bringt. Darüberhinaus sind wie von den Vorrednern erwähnt Komplikationen für dein Kind zu erwarten. Angefangen von einem Entzug nach der Entbindung, weiter über mögliche Atemdepressionen und und und. Für all diese Fragen gibt es sehr gut qualifizierte Anlaufstellen, die dir sicherlich umfangreiche Informationen geben werden und dich weit besser aufklären und beraten können, als wir das tun können.

Viel wichtiger als diese Überlegungen halte ich allerdings den moralisch-ethischen Aspekt deiner Fragestellung. Wie steht du zu all diesen Risiken? Kannst du es für dich vertreten, auch ein worst-case-Scenario auf dich zu nehmen und guten Gewissens zu sagen: das war es mir wert? Deine Antwort hierauf beziehe ich nicht nur auf dich sondern vielmehr auf das Kind. So groß die Risiken einer solchen Schwangerschaft auch sein können, so darf man doch auch nicht vergessen welche positiven Impulse sie mit sich bringen kann. Wenn ich bedenke welche Verluste du bei deiner Lebensqualität hinnehmen musst, so verstehe ich dass du dir positive Impulse durch ein Kind erhoffst. Nicht selten verbessert sich das Schmerzbild aus einem psychisch stabilen und zufriedenen Gefühl heraus. Was letztlich ein Mehrgewinn an Lebensqualität für ich bedeutet und in Folge auch für dein Kind. Allerdings wirft sich mir eine neue Frage auf. Wird dieses wunderschöne Gefühl von Mutterglück nicht bereits von deinem ersten Kind befriedigt? Ist ein weiteres Kind unter diesen Umständen wirklich das vollkommene Glück für deine Partnerschaft oder kann es nicht mit allem drum und dran auch zu einer enormen Belastung für deine Partnerschaft werden?

Du siehst, mir tun sich Fragen über Fragen auf.

Ich selbst bin in einer sehr ähnlichen Situation wie du. Habe ebenfalls ein massives Rückenleiden, dass nach diversen Operationen auch weitere Schwierigkeiten und Erkrankungen mit sich gebracht hat. Ich werde seit Jahren schmerztherapeutisch mit Morphinen versorgt. Eine Reduzierung der Medikation ist so gut wie ausgeschlossen. Allerdings hatte ich nicht das Glück wie du, vor meiner Erkrankung bereits ein Kind bekommen zu haben. Zusammengefasst kann ich nur sagen dass ich dich sehr gut verstehe, dass du mit dem Gedanken an ein weiteres Kind spielst und umfangreiche Überlegungen anstellst. Es gibt so viele Aspekte zu beleuchten, die den Rahmen einer Antwort sprengen. Was ich mir aber auf keinen Fall anmaßen will, ist eine Beurteilung deiner Situation, deiner Gedanken und vor allem Gefühle vorzunehmen.

Ich würde mich freuen zu erfahren, wie du heute zu diesem Thema stehst. Hast du zwischenzeitig eine Entscheidung getroffen? Vielleicht konnte ich dir einige Impulse geben. Vielleicht kannst du uns von einer komplett neuen Situation berichten. Ich würde mich sehr freuen zu erfahren, wie es dir mit dieser Frage nach nun relativ langer Zeit ergangen ist. Denn ich muss letztlich gestehen, dass auch ich mir in letzter Zeit genau die gleichen Fragen stelle wie du. Vielleicht magst du dich auch über deine Erfahrungen mit den Ärzten austauschen. Auf alle Fälle aber wünsche ich dir, dass du deinen "Frieden" finden konntest. Wie auch immer du dich entschieden hast.

Alles Liebe und Gute, und vor allem viel Kraft und Mut für deine gesundheitliche Situation.

Hallo Jezgro,

tausend Dank für diese ausführliche Antwort! Ich hatte lange keine Möglichkeit mich hier wieder zu melden. Umsomehr freue ich mich,dass es doch auch aktuell noch Antworten gibt und dieses Thema nicht nur mich angeht/beschäftigt. ein Update poste ich dann unten unter allen Antworten,damit alle Fragen beantwortet sind.

Dir persönlich möchte ich wünschen, dass du alle Fragen bezüglich der Thematik beantworten kannst, dass du eine Entscheidung treffen kannst und dass alles gut geht! Vielleicht bleiben wir ja in Kontakt hier, offenbar haben wir einiges gemeinsam zu erleiden und durchzustehen ;)

Nochmals lieben Dank für deinen Beitrag,das hat mich sehr gefreut, berührt und auch ich wünsche dir ganz viel Kraft Mut und Unterstützung in alle Richtungen!

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