Schwanger, was habe ich für Möglichkeiten?

Aus welchem Grund hast du denn deinen Job verloren?

Ich bin in der Probezeit, mir wurde kein Grund genannt. Ich musste allerdings letze Woche ein paar Tage aussetzen, da ich keinen Wohnsitz hatte und zu meinen Eltern musste.

4 Antworten

Bist du vor oder nach der Info an den AG gekündigt worden?

Das ist JETZT ausschlaggebend!!!

Wenn er dir die Kündigung ausgesprochen hat, nachdem er die Info hatte, unterliegst du schon dem Mutterschutzgesetz!

Dann ist die Kündigung unwirksam!

Möglichst schnell handeln, da in der Schwangerschaft ein Kündigungsschutz besteht. Eine Voraussetzung dafür ist aber, der Arbeitgeber muss es gewußt haben. Wenn dieser durch dich nicht informiert worden ist, musst du die Meldung unverzüglich nachholen. Und du solltest/musst Widerspruch einlegen, mit dem Hinweis worauf du dich berufst (Kündigungsschutz in der Schwangerschaft) - wichtig: schriftlich und per Einschreiben. Das solltest du ohne großen Zeitaufschub machen, um Fristen einzuhalten.

https://familienportal.de/familienportal/familienleistungen/mutterschutz/gibt-es-mutterschutz-in-der-probezeit--125092

https://www.gesetze-im-internet.de/muschg_2018/__1.html

Unabhängig davon, solltest du dich rechtlich beraten lassen, das Jobcenter informieren und den Betriebsrat (wenn vorhanden) oder eine MAV miteinbeziehen.

Gespräche mit dem Arbeitgeber solltest du nicht mehr alleine führen, um einen Zeugen für die Gesprächsinhalte zu haben, wie zum Beispiel ein Vertreter des Betriebsrates/der MAV oder ein Rechtsanwalt mit zum Gesprächen nehmen. Darauf solltest du bestehen und ist zum Beispiel auch in der Mitarbeiter Verordnung (MAVO /kirchliches Recht) geregelt.

sehr gut und ausführlich formuliert, da gibt es nichts mehr zusätzlich zu sagen.

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@AlexB86

Stimmt -da kann man nichts mehr zusätzlich sagen. Gut und ausführliche AW.

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-> es besteht doch eine Kündigungsschutz in der Schwangerschaft, wenn es dem Arbeitgeber bekannt ist (?) = ansonsten die Meldung fristgerecht schnellstmöglich schriftlich per Einschreiben nach holen

  • Rechtsberatung einholen
  • Widerspruch einlegen
  • Betriebsrat / Mitarbeitervertretung mit einschalten bzw. dort nachfragen
  • Jobcenter informieren

-> Um Fristen nicht zu versäumen, sofort handeln, Schriftliches nur mit Nachweis versenden, für Zeigen sorgen….

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