Schwanger und Vater möchte das Kind nicht...

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21 Antworten

Die Gesetze sind ziemlich eindeutig, bei der Rechtssprechung allerdings, kommt es mehr auf den Einzelfall an und der ist von hier aus schwer zu beurteilen.

Grundlage der deutschen Gesetzgebung ist die Verfassung, das GG. Im Artikel 3 wird der Gleichheitsgrundsatz behandelt, im Artikel 6 Ehe und Familie. Interessant dabei:

Artikel 6 (2) "Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft."

und

Artikel 6 (5) "Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern."

Insgesamt wird auch immer wieder übersehen, dass "Menschen", "jeder" und/oder z.B. "Bürger" für alle, auch für jedes Kind gilt. Das Recht eines Kindes auf beide Eltern, kann ihm nicht genommen werden, sofern diese am Leben sind.

Ob eingetragen oder nicht, ob Unterhalt oder nicht ob eine Beziehung zwischen den Eltern funktionieren könnte oder nicht — der leibliche Vater IST Vater des Kindes. Das ist grundsätzlich schon aus rein menschlicher Sicht zu beachten.

Wenn also der Kindsvater das Kind nicht möchte, keinen Unterhalt zahlen muss/will und du das ihm so einräumst, wäre eine persönliche Vereinbarung natürlich möglich. Die kann man ggf. auch notariell beglaubigen lassen. Ob sie für alle Zeiten rechtlich auch durchsetzbar bliebe, falls er sich das mal anders überlegen sollte, bezweifle ich.

Ich denke als grundsätzlich, dass ihr euch auf Vernunft-Basis einigen solltet, einvernehmlich und frei von Streit oder gegenseitigen Vorwürfen. Allerdings meine ich auch unbedingt, dass im Vordergrund immer das Wohlergehen des Kindes zu stehen hat.

Wenn der Vater ein derart unangenehmer Mensch sein sollte, dass man ihm unbedingt das Kind vorenthalten müsste, wirst du auch mit der Frage rechnen müssen, warum du dich überhaupt derart intim mit ihm eingelassen hast. Ich kann dazu nichts sagen, es ist der Fragestellung nach, nichts brauchbares zu entnehmen.

Dass die Mutterschaft eine Frau verändert, ist bekannt, die Vaterschaft verändert aber auch sehr oft den Mann. Ich habe schon Typen erlebt, die ich für grundsätzliche Kinderhasser hielt, als das Kind dann erstmals im Arm war, entwickelten sich die Männer oft zu den "schlimmeren Glucken", als die Mütter.

Nach den bisher zu lesenden Informationen kann ich eigentlich nur sagen, warte erst mal ab, fahr' soweit als möglich mit den Nerven runter, das tut dem Kind nicht gut – und freu' dich, dass ein neues Leben entsteht und du durch Job, die Pferde und deine Eltern weitaus besser abgesichert bist, als tausende anderer lediger Mütter.

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Wenn Du in den Niederlanden einen Job hast, das Kind aber nicht haben willst, dann sollte ein Schwangerschaftsabbruch in den Niederlanden kein Problem sein. Es gibt genug Kliniken, die es in Holland (für Geld) machen.

Wenn er in Holland gemacht wird, dann wirst Du hier in Deutschland deswegen kein rechtlichen Probleme bekommen.

Bezahlen musst Du so einen Schwangerschaftsabbruch natürlich aus eigener Tasche.

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Kommentar von Peterthb
30.08.2012, 13:04

Der Schwangschaftsabbruch innerhalb der EU an einer deutschen Staatsbürgerin mit Wohnsitz in Deutschland, fällt unter deutsches Recht, das betrifft auch das Strafrecht!

Das heißt: Nur bis zu 12 Wochen nach Empfängnis und auch dann nur, wenn eine offizelle Beratung vollzogen wurde und nachgewiesen werden kann. Ansonsten greift § 218 StGB.

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Hallo,

Abtreiben in Deutschland fällt weg. Du schreibst ja, dass Du auf keinen Fall abtreiben willst. Aslo musst Du Dir eine Möglichkeit suchen, die um die Gewährlestung der Betreuung zu regeln. Ich glaube, in den NL st das ziemlich gut geregelt.

Was die Vaterschaft betrift: Du kannst ihn als ater entragen lassen-dann wird er zahlen müssen. Aber das Umgangsrecht hast Du allene. Wenn er sich kümmern will, dann kannst Du mit dem Jugendamt gemensam überlegen wie das am Besten geht. Aber vielleicht will er sich ja auch garnicht kümmern. Dann liegt es alleine bei Dir.

Ich wünsche Dr alles Gute für die Schwangerschaft- und Kopf hoch! Ein Knd bereichert das Leben ungemein.

Liebe Grüße

Ajla

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Der Vater des Kindes muss die Vaterschaft anerkennen, er ist dem Kind gegenüber unterhaltspflichtig (Kindesunterhalt) und Dir bis zum dritten Geburtstag des Kindes zum Betreuungsunterhalt (bei Leistungsfähigkeit)...

Bei der möglichen Vaterschaftsfeststellung und Anerkennung unterstützt notfalls das Jugendamt.

Unabhängig vom Sorgerecht oder Unterhaltszahlungen hat der Kindsvater in jedem Fall ein Umgangsrecht (Besuchsrecht).

Er selbst kann das anteilige Sorgerecht beantragen - Deine "Zustimmung" ist nach neuester Rechtsprechung dazu nicht notwendig. (Du hast zwar eine sechswöchige "Anhörungsfrist" in der Du Einwände vorbringen könntest - es würden allerdings nur solche gelten, die eine "Kindswohlgefährdung" darstellen würden - Deine mögliche persönliche Abneigung wäre kein Grund, eine Mitsorge abzulehnen....)

Wäre der Kindsvater nicht leistungsfähig, um Kindesunterhalt zu zahlen, könntest Du für das Kind Unterhaltsvorschuss beantragen.

Wärst Du selbst in der Lage, das Kind und Dich aus eigenen Mitteln ausreichend zu finanzieren, bräuchtest Du keinen Unterhalt (Kind/Betreuung) einfordern, könntest darauf "verzichten".

Wärst Du es allerdings nicht - und auf Unterstützung angewiesen, wärst Du im Interesse des Kindes verpflichtet, den Unterhalt einzufordern. Staatliche Unterstützung würde erst greifen, wenn der Kindsvater nicht leistungsfähig wäre...

Mit der Geburt hat das Kind selbst das Recht auf beide Eltern und das Recht auf Kenntnis seiner Herkunft.

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Bei der Geburt tragst du deinen Ex-Freund als Vater ein. Das heißt, dass er Unterhalt zahlen muss. Der Vater des Kindes muss das Kind nicht nehmen, wenn er es nicht will. Am besten ist, du lasst dich von einen Rechtsanwalt für Familienrecht beraten.

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Also das Kind ist sehr erwünscht, sowohl von mir als auch von meine Eltern!!! Seh auch gar nicht gegenan das groß zu ziehen. Mein ex-freund möchte nichts damit zu tun haben, möchte auch keine verantwortung.

Ich weiß nur nicht wie es weiter läuft in Rechtlicher hinsicht. Muss ich ihm überhaupt eintragen? Wieviel Rechte hat er wenn er mal sagt, ich möchte das Kind doch sehen? Und was für unterstutzung von Staat krieg ich?

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Kommentar von Dike2012
30.08.2012, 13:11

Der Kindsvater hat ab Anerkennung seiner Vaterschaft mindestens ein Umgangsrecht für sein Kind, das anteilige Sorgerecht könnte er beantragen...

Er ist dem Kind (und Dir....) zum Unterhalt verpflichtet. Wäre er nicht leistungsfähig ("zahlungsfähig"), könnte das Kind einen "Unterhaltsvorschuss" erhalten. Würdest Du dabei Deiner Mitwirkungspflicht nicht nachkommen (keine Angabe zum Kindsvater....), so könnte dieser Anspruch verwehrt werden.....

Du hast in jedem Fall Anspruch auf Zahlung des Kindergeldes für das Kind.(Beantragung nach der Geburt bei der entspr. Familienkasse).

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du bist die mutter du musst es austragen es ist dein kind natürlich dem vater auch aber deine entscheidung...bist noch sehr sehr jung, und man sagt ja wer ohne verhütung fi.... kann muss auch mit den konsequenzen leben... aber das ist deine entscheidung wenn er nicht will aber was sagt dein herz?

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Erkundige Dich bei der Frauenärztin nach Beratungsstellen.

Ansonsten: gesund bleiben, Schwangerschaft genießen. Schau Dich schon früh nach Hilfe und Betreuungsmöglichkeiten um. Der werdende Vater muss natürlich Unterhalt bezahlen, auch wenn er "das Kind nicht möchte".

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Die einzige Frage die sich hier stellt, ist die, ob du das Kind möchtest oder nicht. Es ist allein deine Entscheidung, nicht die des Vaters usw.

Nur du kennst die Möglichkeiten oder Unmöglichkeiten deiner Zukunft und der des Kindes.

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Kommentar von Ahnungslos83
30.08.2012, 12:30

naja, alleine Ihre entscheidung stimmt ja auch nicht ganz.l Er wird immerhin Vater und wird sich auch um das Kind sorgen, oder eben zahlen.

Aber immer diese Frauen, die davon reden, als wenn es nur ihre entscheidung wäre.

Ziemlich egoistisch

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wenns dir nur um die gesetze geht, dann kannst ja auch noch in Holland abtreiben.

ich dachte immer mit 35 wäre man so reif, dass man entweder für die verhütung sorgen kann oder eben dann die Verantwortung dafür übernimmt.

13 Wochen.

Muss jeder selber wissen, aber willst du dem Kind nun das recht zum Leben nehmen?

Asi frage ich weiß, aber manchmal gehts nicht anders......finde das ganz schlimm.....

Das geht genauso an den Vater, Aber du wirst die jenigen sein, die die Verantwortung tragen muss, also überlegs dir gut. Ne Abtreibung ist auch für die Seele nicht grad einfach. Dein Kelr juckt das einen Tag später nicht mehr, aber dich vllt ein Leben lang

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Kommentar von Peterthb
30.08.2012, 13:44
wenns dir nur um die gesetze geht,

dann ist jetzt ein Abbruch auch in Holland illegal.

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es ist vielleicht deine letzte Möglichkeit Mutter zu werden... und wenn die/der kleine erstmal da ist wirst du es mit Sicherheit nicht bereuen :)

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Lass dich beraten (z. B. Bei Profamilia).

Bei der Beratung werden dir Möglichkeiten aufgezeigt.

Nur weil der vater das Kind nicht will, musst du es ja nicht abtreiben lassen. Es gibt viele alleinerziehende Mütter, die es schaffen.

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Kommentar von Jinete
30.08.2012, 12:30

in der 13.Woche ist keine Abtreibung mehr möglich

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Für eine Abtreibung ist es jetzt natürlich zu Spät, aber vielleicht suchst Du trotzdem eine Beratungsstelle wie Pro Familia auf und erklärst denen Deine Situation so wie jetzt hier geschrieben. Die können Dir auf jeden Fall wertvolle und hilfreiche Tips geben und Dir mit Rat und Tat, auch für die Zukunft mit dem Kind zur Seite stehen. Auf jeden Fall würde ich dennoch den Vater des Kindes zu Unterhaltszahlungen verdonnern. Notfalls Gerichtlich durchsetzen.

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so wie es aussieht,wirst du eine alleinerziehende Mama sein,vorrausgesetzt Du möchtest das Kind.........es ist DEIN Körper.du brauchst uns nicht fragen,wie du jetzt vorgehen sollst.Höre auf dein Inneres......du machst schon das Richtige.hast du dich einmal gegen dein Kind entschieden,so sei es nicht mehr rückgängig zumachen.dir alles alles Liebe und DU für DICH machst schon das Richtige,davon bin ich überzeugt.lg

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Kommentar von gansh
30.08.2012, 20:48

.hast du dich einmal gegen dein Kind entschieden,so sei es nicht mehr rückgängig zumachen

beschreibst du einen verwaltungsakt!

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Du bist 35, und ich nehme an, dass es dein erstes Kind wäre.

Du solltest bedenken, dass nach einer Abtreibung die Aussicht auf eine neues Kind mit einem anderen Partner kaum wahrscheinlich ist.

Vielleicht sind deine Eltern ja bereit, dich mit dem Kind zu unterstützen und freuen sich, ein Enkelchen zu bekommen.

Du lebst nur ein Leben. Und ein Kind zu bekommen, dabei finanziell abgesichert zu sein, auch ohne den dazugehörigen Erzeuger, ist zwar eine Riesenherausforderung, aber eine lohnende Lebensaufgabe.

Vielleicht kannst du bei gutem Verdienst auch zeitweilig eine Kinderfrau einstellen.

Doch letztendlich ist es deine Entscheidung. Ich wollte nur einen Denkanstoß geben.

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mit 13 Wochen ist es zu spät für eine Abtreibung. Du wirst das Kind also bekommen müssen. Was danach passiert, mußt du selbst entscheiden. Das Kind behalten oder zur Adoption freigeben.

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Falls du auf eine Abtreibung ziehlst,dann bist du um eine Woche zu spät.In Deutschland darf bis zur 12.Woche legal abgetrieben werden.

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Kommentar von MamavonKaja
30.08.2012, 12:29

Das stimmt... aber es besteht ja auch die Möglichkeit es zur Adoption frei zu geben.

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Ich werde auf keinen Fall abtreiben, kommt gar nicht in Frage.

Ich wohne in Deutschland.

Wenn ich jetzt den Vater nicht eintrage? Ich möchte namlich nicht das er irgendwelche Rechte bekommt..... Und Geld möchte ich nicht von Ihm bekommen, wenn er dafür Recht auf sein Kind hat...

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Kommentar von Dike2012
30.08.2012, 13:04

Sobald der Vater die** Vaterschaft anerkannt** hat, hat er inzwischen ein Recht, das anteilige Sorgerecht zu fordern (siehe Beitrag weiter oben....) und unabhängig davon ein Umgangsrecht mit seinem Kind.

Was Du selbst möchtest oder nicht, ist zweitrangig.

Sobald das Kind das Licht der Welt erblickt hat, hat es eigene Rechte: das Recht auf beide Eltern und das Recht auf Kenntnis seiner Herkunft.

In diesem Zusammenhang hast Du selbst die "Mitwirkungspflicht".

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Kommentar von Peterthb
30.08.2012, 13:06

Das Recht auf Umgang mit dem eigenen Kind, hängt nicht zwangläufig von den Unterhaltszahlungen ab.

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Dann bist du demnächst eine von vielen Alleinerziehenden Müttern. Er muss Unterhalt zahlen, das wars.

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Ich danke euch für eure sehr hilfreiche antworten. Denk ich such mir erst mal hilfe bei eine Beratungsstelle und werde mich dann mit mein ex Freund zusammen setzen. Freu mich auf jeden fall übers Mutter-werden!

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