Schwanger und befristeter Arbeitsvertrag vor Mutterschutz?

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3 Antworten

Beim ALG - 1 musst du ja dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen,deshalb sollte da in der Regel auch kein Anspruch bestehen,denn wenn du im Mutterschutz bist darfst du ja nicht arbeiten !

Dann musst du bei Bedürftigkeit ALG - 2 beim Jobcenter beantragen.

Interessefrage:

Theoretisch stünde sie vom 16.11. einschließlich 19.11. dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Also warum sollte man sie auf SGB II verweisen dürfen? Wer müsste in einem solchen Fall während des Mutterschutzes "Lohnfortzahlung" leisten?

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@wilees

Die Rede war ja vom Mutterschutz,solange sie nicht in diesem ist, steht ihr auch ALG - 1 zu,ob sie vermittel werden kann oder nicht ist da völlig irrelevant !

Ich habe ja auch geschrieben sollte dann Bedürftigkeit bestehen,sie muss natürlich erst vorrangige Ansprüche geltend machen,dazu würde dann auch das ALG - 1 für diese 4 Tage zählen.

Wenn sie vor Beginn des Mutterschutzes Anspruch auf ALG - 1 hat und arbeitslos gemeldet ist,dann steht ihr ab Beginn des Mutterschutzes Mutterschaftsgeld von ihrer Krankenkasse zu,dass beträgt dann soviel wie das ALG - 1.

Deshalb der Hinweis auf ALG - 2 bei Bedürftigkeit,vorrangig wäre dann aber Wohngeld von der Wohngeldbehörde.

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Das ist aber sehr sehr schlecht für Dich. Für die Berechnung des Elterngeldes wird der Nettoarbeitslohn herangezogen. Dein Elterngeld beträgt 60% des Nettolohns der letzten 12 Monate vor der Geburt des Kindes - maximal 1.800 EUR.

 

Ersatzleistungen vom Staat werden hierbei ausgeklammert! D.h. dass die Monate die Du jetzt arbeitslos (auch im Mutterschutz) bist, fließen hier mit NULL ein und senken Dein Elterngeld erheblich.

 

Du solltest mit Deinem Arbeitgeber sprechen, ob er Dich nicht bis nach der Geburt beschäftigen kann. -> für ihn entsteht kein wesentlicher Nachteil, da er sich die Gehaltsfortzahlung während des Mutterschutz von der Krankenkasse erstatten lässt. ABER: Diese Gehaltsfortzahlung an Dich wird beim Elterngeld berücksichtigt! Diesen Vorteil würde ichmir nicht entgehen lassen.

Sie ist doch nur 4 Tage arbeitslos?

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@diePest

4 Tage vor Beginn des Mutterschutzes - aber IM Mutterschutz ist sie ja auch arbeitslos, hat keinen laufenden Arbeitsvertrag. Berechnungsgrundlage sind aber die 12 Kalender-Monate vor Geburt - nicht vor Mutterschutz! D.h. es werden vermutlich zwei Monate ohne Erwerbseinkommen in die Berechnung einfließen und nur 10 Monate mit Einkommen - und davon dann 60% gezahlt.

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