Schwanger mit 20 und ohne Ausbildung

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24 Antworten

Es ist gar nicht sicher, dass sich der Traum vom gutbürgerlichen Leben genau so und in der richtigen Reihenfolge erfüllt hätte, wenn du jetzt nicht schwanger geworden wärest. Vergiss erstmal den Traum und kümmere dich statt dessen um die Realität.

Das Kind ist nicht unerwünscht, sondern nur "zu früh". Da muss man flexibel umplanen. Du bist nicht allein, sondern hast deinen Partner fürs Leben schon gefunden, und deine Eltern können euch helfen. Sie werden das gern tun, und man kann solche Hilfe ruhig annehmen! Dafür ist die Familie da! Eure Lage ist also schwierig, aber keineswegs eine Katastrophe. Jetzt ist organisatorisches Talent nötig.

Macht doch mal ein Planspiel daraus: schreibt alle Bestandteile eures Lebenstraums (Ausbildung, Partnersuche, Arbeitsstelle, Heiraten, Eigenheim, Kind usw.) auf kleine Zettel und legt sie in verschiedener Reihenfolge aneinander. Anders als bisher geplant, man kann das ja variieren. Und überlegt, welche Vorteile die verschiedenen Kombinationen haben.

Du wirst z.B. mit ca 26 "aus dem Gröbsten raus" sein mit deinem Kind und kannst bereits richtig durchstarten, wenn die späten Mütter noch im Sandkasten sitzen müssen. Vielleicht ist deine Gesundheit bis dahin stabiler, oder du hast eine bessere Idee für eine ganz andere Ausbildung.

Ich spreche nicht aus eigener Erfahrung, weil ich in deiner Lage gewesen wäre. Sondern ich gehörte zu den Eltern, die geholfen haben. Es ist alles sehr gut gegangen!

Viel Glück!

Dass man sich noch nicht bereit fühlt für ein Kind, wenn man so von einer Schwangerschaft überrascht wird, vor allem der Vater, ist verständlich und völlig normal. Das braucht etwas Zeit.

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Du wirst z.B. mit ca 26 "aus dem Gröbsten raus" sein mit deinem Kind und kannst bereits richtig durchstarten, wenn die späten Mütter noch im Sandkasten sitzen müssen.

Ich sag nur, einmal Mutter IMMER Mutter ;)

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@jiva87

Vielen Dank für diese wunderbar formulierte und distanzierte, kompetente Antwort :-)

Ich habe weiter unten auf der Seite formuliert, wie weit oder in welcher Etappe unserer Entscheidungsfindung wir zum jetzigen Zeitpunkt stecken. Vielleicht haben Sie ja auch auf die aufgeführten Fragen so kompetente und realitätsnahen Antworten? :-)

Ich wäre Ihnen sehr dankbar für weitere Anregungen. Ich wünsche Ihnen ein wunderschönes Wochenende und übersende herzliche und dankbare Grüße ;-)

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@LikeLeffers

Danke! Das freut mich.

Ich wünsche dir, dass du zusammen mit deinem Freund die richtige Entscheidung triffst. Die helfenden Hände nicht übersehen! Ob dir eine Grundsatzdiskusssion über das Für und Wider der Abtreibung dabei hilft, weiß ich nicht.

Ich bin überzeugt, dass sehr, sehr viele von uns zu einem Zeitpunkt geboren wurden, als es ihren Müttern eigentlich grade überhaupt nicht passte, aus hundert verschiedenen Gründen. Das Wunschkind zum Wunschtermin ist sicher die Ausnahme.

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  • Es ist normal, dass man bei so einer weitreichenden Entscheidung Zweifel hat. Daher ist es gewiss auch richtig, sich die Entscheidung gründlich zu überlegen und sie ggf. zu revidieren oder zu bestätigen.
  • Wie die Entscheidung auch aussieht, sie sollte aus ganzen Herzen und mit ganzem Verstand zugleich getroffen werden und Du solltest Dich im Reinen mit dieser Entscheidung fühlen.
  • Persönlich denke ich, dass Eure Situation keine geeignete ist, um eine Familie zu gründen. Das ist auch Euch selbst klar. Ich finde es absolut gerechtfertigt, Lebensträume und auch konkrete, umsetzbare Lebenspläne zu haben und der Plan von wirtschaftlicher Unabhängigkeit, Eigenheim und intakter, glücklicher Familie zur rechten Zeit ist absolut legitim und sinnvoll.
  • Du bist erst in der dritten Woche schwanger, also quasi der früheste feststellbare Termin. Wenn Du die Schwangerschaft nicht austragen möchtest, wäre ein früher Abbruchtermin definitiv die richtige Wahl. Zu diesem zeitpunkt darf man einfach nicht in Kategorien wie "Kind" oder "Baby" denken, sondern muss es als "Eizelle, die sich eingenistet hat" oder "kleiner Zellklumpen" ansehen.
  • Die Folgen eines Kindes für das alltägliche Leben sind drastisch und betreffen alle Bereiche, von wirtschaftlicher Lage bis hin zu Freizeitgestaltung und Berufswahl.
  • Persönlich würde ich mich in Eurer Situation gewiss für einen Abbruch entscheiden, weil es einfach die vernunftmäßig richtige Entscheidung in so einer Lage ist. Viele andere würden vielleicht aufgrund anderer religiöser oder moralischer Vorstellungen sich gegen einen Abbruch entscheiden. Für beides habe ich Verständnis. Ob man Religion oder Vernunft priorisiert, ist eine rein persönliche Entscheidung.
  • Kein Verständnis habe ich jedoch für die Haltung, in Verhütungsfehlern irgendeine "Schuld" zu suchen und dadurch eine "Verpflichtung" zu fühlen. Du bist Herr Deines Körpers und darfst frei entscheiden. Es ist eine großartige Sache, dass eine Frau das in Deutschland aus freien Stücken darf, zumal der medizinische Eingriff fast immer komplikationslos abläuft. Ein Abbruch ist auch eine legale, sinnvolle und wirksame Weise, Verantwortung für einen Fehler zu tragen. Dinge ungeschehen zu machen, die versehentlich passiert sind, ist völlig normal.
  • Nur Ihr beide könnt entscheiden, ob Ihr die ungewollte Schwangerschaft abbrechen oder austragen wollt. Ich rate Euch beide dazu, nüchtern und objektiv zu überdenken, was Ihr vom Leben wollt und was das beste für Euch beide ist. Lass Dir nicht von den Moralaposteln den Blick vernebeln. Es ist Dein Körper und Dein Leben und Deine Entscheidung.
  • Überdenkt Eure eigenen Ansichten und Wertvorstellungen, findet Eure eigene moralische Haltung zu Schwangerschaftsabbruch. Ich persönlich sehe es nüchtern naturwissenschaftlich-medizinisch und aus dieser Perspektive ist ein dermaßen früher Abbruch harmlos und vertretbar. Aus religiöser Sicht mag ein Abbruch verwerflich sein. Nur Ihr selbst könnt wissen, wie Euer Herz fühlt und Euer Verstand denkt.

Dinge ungeschehen zu machen, die versehentlich passiert sind, ist völlig normal.

exakt. Danke für deine nüchternen und sachlichen Antworten!

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@kuhnel

@Kuhnel

Es geht aber hier nicht um Dinge sondern um Kinder .

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@ALATI

Es geht um eine ungewollte Schwangerschaft... man mag das nennen wie man will, aber sicher nicht "Kind".

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Egal wie Du Dich entscheidest - diese Entscheidung wird Dein ganzes weiteres Leben beeinflussen. Wichtig ist, dass Du zumindest zu 95% hinter Deiner Entscheidung stehst und sie für richtig hälst. Und Du darfst später auch nie vergessen, dass diese Entscheidung damals genau die richtige gewesen ist. Natürlich sieht man hinterher vieles anders und ist auch mit zunehmenden Jahren schlauer - aber das nützt Dir jetzt ja nichts.

Ob Du das Kind abtreiben oder behalten sollst, kann Dir hier niemand sagen. Es ist im Endeffekt Deine alleinige Entscheidung, weil es eben auch Dein Leben ist, was sich ändern wird (egal wie Du Dich entscheidest).

In Deinem Alter ein Kind zu bekommen ist in unserer Zeit wirklich noch sehr früh. Vor allem solltest Du zunächst eine Ausbildung abschließen damit Du Dein eigenes Leben beruflich bzw. existenziell abschließen kannst. Wie willst Du Dein Kind ernähren ohne Beruf und Job? Stelle Dir vor H4 und Dein Kind lernt daraus, -lernen, arbeiten braucht man nicht, es geht auch ohne, zwar nicht so gut, aber bequem-. Das kann nicht euer Ziel. Für eine feste Beziehung ist Dein Partner und Du auch noch sehr jung. Gefühle und Interessen können sich in euerem Alter schnell ändern. Solltest Du das Kind bekommen und zuhause bleiben hat Dein Partner die Möglichkeit sich beruflich und weil er ständig unter Menschen ist, in eine ganz andere Richtung zu entwickeln als er dies im Moment tut. Gemeinsame Interessen sind dann plötzlich nicht mehr gemeinsame, sonder er hat vielleicht ganz andere als Du. Lasse Dir Zeit für die Familienplanung. Erst wenn ihr beide, wie Du es auch beschrieben hast im Berufsleben gefestigt seid und eine gemeinsame Existenz aufgebaut habt ist es der richtige Moment an ein Kind zu denken.

**Wow, vielen lieben Dank erstmal für die zahlreichen und kompetenten Antworten. Mit solch einer Resonanz hätte ich gar nicht gerechnet, ich bin beeindruckt :-)

Nun sind einige Tage mit der Gewissheit, Schwanger zu sein, ins Land gezogen. Wir hatten in der Zwischenzeit das Beratungsgespräch und haben uns beim Gynäkologen vorgestellt. Das befruchtete Ei hat sich noch nichteinmal eingenistet, soweit ist es noch nicht mal. Das Beratungsgespräch hatte den Effekt, dass wir nun auf der moralischen Basis sehr verunsichert sind was den eigentloich geplanten Schwangerschaftsabbruch anbelangt. Rational spricht natürlich alles dagegen, dass Kind wirklich auszutragen und auch emotional sind wir, wie bereits geschildert noch in keinster Weise bereit dazu, Eltern zu werden. Wir stecken ja selber noch mitten in unserer eigenen Lebensplanung .. Allerdings sind wir uns mittlerweile nicht mehr so sicher, ob wir eine Abtreibung so einfach wegstecken können. Wir sind nämlich diesbezüglich beide sehr sensibel. Der Gedanke daran, behagt uns beiden überhaupt nicht und nach dem Arztbesuch haben wir mittlerweile sogar ein wenig Angst, dass sich das befruchtete Ei nicht einnisten könnte, sondern abgeht .. Bedeutet dass im Umkehrschluss nicht eigentlich, dass wir das Kind im inneren gerne bekommen möchten ? Mein Partner bemüht sich die letzten Tage auch so sehr um mich und ist so liebevoll, dass ich das Gefühl habe, er möchte mir signalisieren, dass er das kleine Würmchen eigentlich behalten möchte. Sind wir in Anbetracht dieser Tatsachen nicht eigentlich schon sehr weit ab von dem Gedanken der Abtreibung ? Und blenden wir uns vielleicht einfach selber indem wir die ganze Sache durchspielen, wie es im Alltag laufen und funktionieren könnten, weil wir uns damit schon an den Gedanken anfreunden und eine Bindung zu dem Baby aufbauen ? Wie gesagt, faktisch und in anbetracht unserer eigentlichen Lebensplanung spricht alles gegen diese Schwangerschaft. Und ich habe auch die starken Befürchtungen, dass wir der kleinen Maus, aufgrund unseres geringen Alters, nicht die Eltern sein können, die ein Kind verdient hat .. Andererseits stelle ich mir auch die Frage, ob man überhaupt JEMALS zu 100% emotional gefestigt ist um ein Kind großzuziehen ? Bzw ob man nicht einfach mit seinen Aufgaben wächst und ob ich kann mir auch nicht vorstellen, dass es Eltern gibt, die gleich von Anfang an alles perfekt machen, oder ? Oh man, dass ist wirklich eine wahnsinnig schwere Entscheidung. Theoretisch könnten wir den Abbruch jederzeit vornehmen lassen, da wir sowohl alle nötigen Unterlagen und Bescheinigungen bereits besitzen und wie bereits geschildert, auch schon einen Termin für den kommenden Dienstag haben ..

Ich danke Ihnen allen sehr, für die wahnsinnige Resonanz und die damit bekundete Anteilnahme. Für weitere Standpunkte und Sichtweisen oder Punkte, an die wir noch gar nicht gedacht haben, bin ich weiterhin sehr sehr dankbar :-)

Ich wünsche allseits ein schönesWochenende. ####

Du klingst gerade so, als ob eine Abtreibung euch schaden würde. Wenn du schon soweit bist, Pläne für später zu machen und eventuell traurig wärst, das Kind zu verlieren, dann denke ich, ist das Austragen für euch besser.

Lasst euch in der Schwangerschaft gut helfen und auch danach, ich kann nur sagen, es ist zu schaffen, auch wenn man jung ist! Es gibt nie den perfekten Zeitpunkt für ein Kind, immer kann etwas dazwischen kommen. Auch kann man nie genau wissen, wie man selber mit dem Kind zurecht kommt, ich kenne gut gefestigte, gut verdienende Eltern, die trotzdem nur Mist mit ihrem Kind bauen und dagegen junge Eltern, die auch bereit sind, neue Wege einzuschlagen und mal etwas anderes auszuprobieren, wenn sie nciht zurecht kommen.

man wächst auf jeden Fall mit seinen Aufgaben! Ich kann nur sagen dass ich in der ersten Schwangerschaft noch recht naiv war, aber schon bald nachdem mein Kind geboren war und nicht alles so lief, wie es laut Gesellschaft sein sollte, habe ich mich bemüht, andere Wege zu finden und bin jetzt, mit meinem zweiten Kind, viel sicherer und sehr selbstbewusst geworden. Für meine Kinder kämpfe ich! Man kann gar nicht von Anfang an perfekt sein, man muss lernen, wie es in der Beziehung mit dem Kind gut funktioniert.

Wenn du Fragen hast, kannst du mir auch gerne schreiben, ich bin ja selber eine "junge" Mutter.

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Niemand empfindet in einer ähnlichen Lage gleich. Ich finde es keine gute Idee, hier um Tips und andere Entscheidungen zu bitten. Wende dich an eine professionelle NEUTRALE (!) Beratungsstelle wie Pro Familia, Arbeiterwohlfahrt AWO. Die können dir alle Auskünfte geben und Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen und dir auch den in Deutschland nötigen Beratungsschein ausstellen für den Fall, dass du dich letztlich für den Abbruch entscheiden solltest.

Bist ja nicht die einzige, die ungewollt schwanger geworden ist - mit 15, mit 20, mit 25, ... mit 45 - es kann jeder passieren.

Du oder besser ihr, scheint ja einen riesen SChreck bekommen zu haben. DAs ist auch verständlich. Nun machst du dir Gedanken über dein geplantes Leben und über das, was das Leben gerade von dir fordert. Leider ist diese erste Zeit der Schwangerschaft sehr überfrachtet von hormonellen Einflüssen. Dazu kommt Übelkeit und anderes. Gar nicht so leicht da einen klaren Kopf zu behalten. Mit 20 kannst du eine gute Mutter sein. Wenn du dann auch noch im Rückhalt liebevolle Eltern hast, sind das tolle Vorraussetzungen für euer Baby und euer weiteres Leben. Ein Abbruch macht dein Leben "danach" auch nicht leichter, zumal du ja kein menschenfeindlicher Mensch bist, sondern nur den Zeitpunkt anklagst. Ich erlebe es gerade hautnah, wie eine junge Frau nach ihrem Abbruch leidet und gerne alles wieder rückgängig machen würde. Nimm dir Zeit und hole dir auch Rat ausserhalb von pro familia. Es gibt da eine Institution pro femina. Die hören zu und geben nicht voreilig Ratschläge, können aber helfen wenn du möchtest - auch finanziell. Ich wünsche dir den Mut zu leben, auch wenn der Zeitplan nicht perfekt ist - was ist schon perfekt? Und muss alles perfekt laufen. herzlichst

Ich bin selber mit 20 schwanger geworden (allerdings geplant und mit Ausbildung).

Da ihr viel Unterstützung bekommen könntet, könnte sich euer Traum vom Eigenheim auch später noch erfüllen. Eine Abtreibung solltest du nur dann vornehmen lassen, wenn du dir zu hundert Prozent sicher bist, sonst wirst du später immer Zweifel haben, ob das so richtig war.

Sieh es mal so: Du bekommst jung ein Kind, kannst dich dem voll widmen und vielleicht magst du dann noch eines oder mehr. ;) Und danach kannst du dich voll ins Berufsleben stürzen, deine Arbeitgeber haben vielleicht nicht mehr so viel Angst vor Schwangerschaftsbedingtem Ausfall...

Ich denke, du klingst so, als ob sich das Kind einfach nur zu früh eingeschlichen hat. Deine Pläne für später können sich auch ändern, vielleicht magst du dann kein Eigenheim mehr? Geld ist nicht alles (okay, in userer Gesellschaft aber schon fast).

Wenn du als alte Frau an dein Leben zurückdenken würdest, was wäre dir wichtiger? Dass du schon früh ein Leben mit Eigenheim geführt hast oder dass du früh Kinder bekommen hast, die dich dein ganzes Leben begleitet haben?

....du liebe ungewollt schwangere ;)

wie geht’s dir inzwischen? schwirren dir immer noch so viele gedanken durch den kopf? es muss dich wirklich so sehr geschockt haben, dass du gleich reflexartig einen Abtreibungstermin festgemacht hast um somit schnell alles wieder in den vertrauten „normalzustand“ zu bringen. – ich kann’s echt gut nachvollziehen, wenn man überhaupt gar nicht damit rechnet, kann einen das schon erst mal total aus der bahn werfen... aber offensichtlich ist dir schon nach einer nacht der gedanke an abtreibung nicht mehr geheuer....

was ist eigentlich deine größte sorge, wenn du dir vorstellst das baby zu bekommen? ich find’s echt klasse, dass du schon von vornherein mit euren eltern als große unterstützer rechnen könntest! ihr habt wohl beide eine richtig tolle familie, die in guten und in schlechten zeiten, immer hinter euch stehen!? da seid ihr wirklich sehr zu beneiden! ich hab’ das gefühl, dass ihr sehr wertorientierte und gewissenhafte menschen seid und ihr euch die entscheidung bestimmt nicht leicht macht; wissen denn eure eltern schon von eurem überraschungswunder? auf alle fälle wünsch ich dir jetzt erst mal viel ruhe und gelassenheit in der neuen situation und ich würd mich freuen, wenn du wieder schreibst, was dich bewegt und wie es bei dir/euch steht...

ganz herzliche grüße von emilia

Bei deinen wunderschönen Worten stehen mir die Tränen in den Augen ( was sicherlich auch durch den " Hormonrausch" unterstützt wird ^^ ) DANKE ! :-)

Also, wir haben in der letzten Woche versucht, möglichst viele unterschiedliche Aspekte einer Schwangerschaft zu durchleuchten und einzuordnen. Wir haben Listen gemacht, noch und nöcher :-) Wir sind uns nach dieser Woche zu 88% sicher, dass wir eine Abtreibung emotional und auch irgendwie rational nicht mit unserem Gewissen und unseren Wertvorstellungen überein bekommen. Wir spielen zur Zeit das " Was wäre wenn .. " durch und fühlen uns dabei eigentlich sogar manchmal ziemlich gut, bzw können wir in einigen Situationen freude und stolz empfinden. Wie schon eine Nutzerin schrieb, möchten wir nicht, dass mein Mutterleib zum Grab wird .. Ich habe meine Mutter ins Vertrauen gezogen und sie war gleich Feuer und Flamme. Sie ruft mich jeden Tag an und fragt wie es mir geht und hat neue Ideen für das Baby und den Alltag auf Lager :-) Also ich muss schon sagen, unsere Eltern sind so wunderbare Menschen, dass wir uns wirklich zu 1000% ihrer Hilfe sicher sein können :-) Meine Mutter, hat zum Beispiel 4 Kinder, einmal Zwillinge und einen behinderten Sohn der im Rollstuhl sitzt. Sie ist alleinerziehend und hat so eine wunderbare Arbeit geleistet, dass alle bereits ihren eigenen Haushalt führen, 2 studieren und keiner kriminell oder sonst was geworden ist :-) Und wenn ich mir vorstelle, dass ich sowas vielleicht auch schaffen könnte also natürlich nur mit einem Kind, dann blicke ich schon wesentlich positiver in die Zukunft :-)

Und anstatt, dass wir morgen den Termin zum Abbruch wahrnehmen, haben wir morgen einen erneuten Termin bei der Gynäkologin und gucken, ob es sich das kleine Würmchen jetzt schon in meiner Gebärmutter gemütlich gemacht hat :-) :-)

Vielen Vielen Dank für den Beistand und den Zuspruch, also ich muss sagen, dieses Forum hat mir in der letzten Woche wirklich geholfen, nicht die falsche Entscheidung zu treffen und die Sache mit mir selber auszumachen. Danke Danke Danke :-) :-)

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Also gut, du bist in der 3.Woche schwanger ohne Ausbildung und so? Ok na ja das sind jetzt vielleicht nicht die bomben Voraussetzungen ein Kind auf die Welt zu bringen aber was passiert ist ist passiert. Du musst halb daran denken, dass du evt. schwer daran zu knabbern hast, wenn du abtreibst - und zwar unter Umständen dein Leben lang. das ist keine Entscheidung, die man mal eben schnell und leichtfertig treffen sollte....... Ich persönlich kenne einen Bekannte, die wurde auch "ungewollt" schwanger und hatte zu diesem Zeitpunkt auch noch keinen Ausbildungsplatz - gut sie hatte ihr Abi in der Tasche aber was sie künftig machen wollte war eben noch nicht sicher. Sie hat dann während der Schwangerschaft so kleinere Nebenjobs gemacht (ihr Freund war damals auch noch in Ausbildung) und das Kind ausgetragen. Nach acht Monaten in deinen sie zuhause war, hat sie dan ein Studium auf Lehramt begonnen und zieht das jetzt durch. Die Kleine ist inzwischen zwei Jahre alt und wenn die Mutter studieren ist bei der Oma. Es käme natrürlich darauf an, wie deine Eltern das mit tragen würden aber was ich damit sagen will - es gibt in dein meisten Fällen eine Lösung. Aber Abtreibung ist denke ich keine das hängt dir evtl. eweig nach. Wenn du während der SS bemerkst, dass du nicht bereit für ein Kind bist, besteht immer noch die Möglichkeit es zur Adoption frei zu geben.

Das wirst du dir selbst nur schwer verzeihen können, wenn du unter diesen Umständen dein Kind "wegmachen" läßt. (eigentlich gehört hier das t-wort hin) Laß dir Zeit mit deiner Entscheidung, denn sie ist endgültig. Du kannst dir von vielen Organisationen Rat und Hilfe holen und es würde mich sehr wundern, wenn ihr eure Eltern nicht von einer sehr positiven, helfenden Seite kennen lernen würdet!

Hey ..... also ich kann dich total verstehen !!!! vor 2 Jahren hatte ich genau das selbe Problem !! ich war 17, mit meinem Freund 4 Jahre zusammen und wir beide hatten unsere Ausbildung noch nicht beendet ! die Schwangerschaft war total ungeplant und das letzte was wir wollten !!! Wir waren so glücklich, haben unsere Zukunft schon genau geplant !!... Keiner und nichts auf dieser Welt konnte uns auseinander bringen ......... haben wir gedacht !!!

Als ich im Oktober 2010 auf meine Regel gewartet habe .... Und sie nicht gekommen ist, habe ich meinem Freund davon berichtet.Seine erste Reaktion war : bist du schwanger... ich will das Kind nicht !!! Als der Frauenarzt mir bestätigt hat das ich schwanger war, wusste ich das ich das Baby bekommen möchte ! ich habe meinen Freund mit zum Arzt genommen und ihm das Ultraschallbild gezeigt ... Alles vergeblich ... Er wollte dieses Kind nicht :( Meine und seine Famile standen 100% hinter uns ( egal ob ich das Kind bekommen wollte oder nicht ) Als er mir gesagt hat entweder das Baby oder ich .. ist mit die Welt unter den Füßen zusammen gebrochen .... Ich war damals 17 keine Ausbildung und habe Zuhause gewohnt ...

Ich habe das Baby nicht bekommen....

Ich leide jetzt unter extremen Depressionen habe meinen damaligen Freund verlassen und kann wahrscheinlich keine Kinder mehr bekommen.....

Was ich dir sagen will ... Denk an das Baby !!! Ich bereue jeden Tag das ich das Baby nicht bekommen habe !! Das nur weil ich damals keine Ausbildung hatte und mein Exfreund Angst um seine Karriere hatte .... Wenn ich jetzt ein Kind sehe was 2 Jahre als ist denke ich mir ... das könnte der/die Freund/in von deinem Kind sein ... Leider macht man diese Erfahrung erst wenn es zu spät ist :( ich hoffe du triffst die richtige Entscheidung !!

Danke für deine klaren Worte. Wir haben uns bereits gegen eine Abtreibung entschieden. Wir sind uns sehr bewusst darüber, woe hart und schwer es werden wird, aber wir können beide den Gedanken einer Abtreibung nicht ertragen. Beziehungsweise den Gedanken, dass der eigene Mutterleid zum Grab wird. Vielen Dank, für deine klaren und schonungslosen Worte, sie haben uns bei der Entscheidungsfindung sehr weitergeholfen. :-)

Herzliche Grüße von der, die sich mittlerweile auf das URSPRÜNGLICH ungewollte Leben freut :-)

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@LikeLeffers

schöööööönnnnn :) :) das freut mich :) wird sicher nicht leicht ! und lass die Leute reden! Pass auf dein Krümel auf:) schöne Schwangerschaft :)

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Hallo, natürlich habe ich keine Ahnung, wird aber wahrscheinlich auf die meisten zutreffen, die hier jetzt antworten. Eine Verwandte von mir war auch mit 20 Schwanger, natürlich in einer ganz anderen Situation. Sie befand sich gerade in der Ausbildung, ihr Partner ist selbstständig im Handwerk. Die Eltern von beiden haben das Paar unterstüzt, mehr mit Zuspruch und Betreuung als finanziell. Sie hat ihre Ausbildung beendet und arbeitet inzwischen wieder. Er ist mit seinem kleinen Unternehmen recht erfolgreich. Geheiratet haben sie inzwischen auch. Vor kurzem haben sie ein schönes großes Haus in bester Lage gebaut. Ich sehe in Deiner Schilderung jetzt keinen zwingenden Grund für einen Abbruch. Da gibt es sicher schwierigere Situationen. Verdau es erst mal und denk dann noch mal in Ruhe drüber nach. Beratung ist ja auch vorgeschrieben, hör Dir doch mal an, was die so meinen.

Grüße, lukas

Hallo.

Ich bin auch 20 und meine Mutter war auch mit 20 mit mir schwanger...nur sie macht mich schon mein ganzes Leben dafür verantwortlich, dass ich ihr Leben ruiniert habe, aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Heutzutage ist zum Glück schon sehr viel möglich, da die Eltern doch einem helfen und schauen, dass es den Kindern besser geht, als Ihnen selbst in ihrer Vergangenheit.

Wenn ich jetzt ungewollt schwanger werden würde, würde ich es nicht abtreiben können, auch wenn ich darüber nachdenken würde, dass es besser wäre, ich könnte es nicht. Ich würde dieses Kind zur Welt bringen und meinem Onkel und meiner Tante, die mittlerweile schon bald 40 sind geben, da sie seit Jahren versuchen, dass meine Tante schwanger wird.

Ich würde somit jemanden haben, der es großzieht und ich kann trotzdem meinem Job nachgehen und meine Träume verwirklichen und wenn ich möchte, kann ich mich sogar mit um mein Kind kümmern und mein Onkel und meine Tante wären auch glücklich, da sie endlich nen kleinen Zwerg bei sich hätten, dem sie etwas beibringen könnten!

Man sollte seine Situation immer wieder mit Augen eines anderen sehen, dadurch lernt man viel und entscheidet auch viel erwachsener!

MfG CarolaA.

20 ist nicht 15 oder 16. eine ausbildung oder so kannst du auch noch nachholen. ein kind ist ein geschenk. Außerdem weiß man nie, wann oder ob überhaupt du wieder mal die gelegenheit hast ein kind zu kreigen. Es gibt viele stellen, die dir helfen können und anderes, außerdem glaub ich das du , wen du abtreibst es später bereuen wirst. Die meisten, die es schon gemacht haben, bereuen es. Denk vorher gut darüber nach. Du tötest ein Baby. ist dir das klar. Es gibt noch andere möglichkeiten, wenn du meinst du schafts oder willst das kind nicht. Man kan es auch zur adoption frei geben oder in ne banyklappe legen. dan haben wenigstens andere paare die chance ein kind zu haben, die vielleicht keines kriegen können und dein kind hätte die chance auf ein Leben und ein glückliches leben mit eltern die es lieben, um es sorgen können und ihenen vielleicht ein besseres leben bieten können. PS : Kinder sind ein Geschenk.

Überleg es dir mal so .. ihr wollt irgendwann mal Kinder.. wie du geschrieben hast.. stell dir vor du treibst dein Jetziges Kind ab, bekommst in 6 Jahren ein kind (gewollt) bringst es auf die Welt, schaust ihm in die Augen und weisst genau, das Kind könnte ein brüderchen oder ein schwesterchen haben, du schaust ihm in die Augen und denkst an dein ungeborenes..kannst du das?

Darüber muss man sich immer selbst klar werden, das ein Abbruch die Psyche total kaputt machen kann und man das echt nur dann machen sollte wenn man sich absolut sicher ist..

Ihr habt im Prinzip alles was ihr braucht, du hast geld dein Freund verdient geld .. ihr lebt zusammen und habt unterstützung, durch die du sicherlich auch nochmal irgendwann eine Ausbildung beginnen könntest.. es ist nicht 100% wie ihr es euch erträumt habt, aber ihr habt alles was ihr braucht und ich wüsste nicht was dagegen sprechen würde..wenn ihr doch sogar irgendwann eh mal Kinder wolltet.. ihr wachst schon in eure Aufgabe rein :)

Ansonsten gibt es auch noch adoption.. immernoch besser als das Kind zu töten, meiner meinung nach

Liebe grüße und alles gute Luna

seh vielleicht das ganze als Schicksaal oder als zeichen. Wenn das kind ungewollt und ungeplant war, war es vielleicht kein zufall sondern schicksaal. Das schicksaal hat es vielleicht so gewollt, dass su genau jetzt ein kind bekommst. Genau das Kind. Denk da vielleicht mal drüber nach.

Wenn du das Kind behälst, könnt ihr immer noch eure Träume erfüllen. Es ist alles zu schaffen. Auch mit Kind schafft man es eine Ausbildung zu machen, es ist nicht leicht aber man kan es schaffen. Ich hatte zwar schon eine Ausbildung, wollte aber nicht mehr in meinem Beruf arbeiten und habe eine Ausbildung angefangen als Altenpflegerin und habe es auch geschafft mit zwei Kinder.

es ist nicht leicht aber man kan es schaffen.

Warum sollte sie die schwierigere Variante wählen? Warum nicht das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben nutzen und einen Fehler ausgleichen, der nun mal passiert ist?

Man kann vieles schaffen. Mann kann es auch vermeiden und die gleiche Energie in die Verwirklichung der Lebenträume stecken.

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@Kajjo

Warum sollte sie die schwierigere Variante wählen?

Weil die leichtere nicht mehr zur Verfügung steht. Das Kind ist bereits auf dem Weg! Man kann es zwar loswerden, aber den Gedanken daran werden die meisten nie wieder los. Du kannst vorher nicht wissen, ob und wie sehr du darunter leiden wirst, ein Kind abgetrieben zu haben, wenn du die Möglichkeit hattest, es zu bekommen.

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@cyberoma

Nochmal danke, Cyberoma, so wollte ich auch antworten.

Ein entsehendes Kind kann man nicht als Fehler bezeichnen, es ist nunmal da und sie muss mit ihrer Entscheidung leben können....

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@cyberoma

Genau, man wird den Gedanken nie wieder los und es kann einem im Laufe des Lebens innerlich zerreißen. Natürlich gibt es auch welche die damit klar kommen, aber das weiß man leider vorher nie. Viele haben schon gesagt sie ertragen es und was war, sie bereuen es und brauchen nicht selten Psychologische Hilfe. Aber letztendlich muss sie das selber entscheiden. Beides hat Konsequenzen, die eine es zu bereuen und die andere für ihr leben härter arbeiten zu müssen damit man es schafft kind und Zukunft. Dabei würde ich lieber das zweite wählen und hart arbeiten.

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@cyberoma

Weil die leichtere nicht mehr zur Verfügung steht. Das Kind ist bereits auf dem Weg!

Der Schwangerschaftsabbruch ist ein gangbarer Weg: Legal, komplikationslos, medizinisch ungefährlich. Es stehen ausschlxießlich moralische Argumente dagegen und die hängen eben von der eigenen Moral ab und davon, ob man einen Zellklumpen bereits als "Kind" oder "Person" empfindet oder eben nicht.

Eventuelle psychologische Traumata werden verursacht von jenen Menschen, die gegen Abtreibung agitieren und so tun, als wäre es Teufelswerk. In Ländern wie Russalnd empfinden viele Frauen über Abtreibung nicht viel anders als über Verhütung. Da denkt so gut wie keine ihr Leben lang dran, sondern sie sind erleichettert und nehmen den Abbruch wie jede andere medizinische Maßnahme auch. Ihr redet den Frauen jene Problem erst ein, wegen derer sie dann auf den eventuell vernunftmäßig gebotenen Abbruch verzichten sollen.

Jede Frau hat das Recht auf reproduktive Selbstbestimmung und wir könen froh sein, dass Gesellschaft, Recht und Medizin in unserem Land soweit sind, dass jede Frau diese Wahl wirklich hat -- traurig, dass dann ausgerechnet mal wieder die Religion im Weg steht mit anachronistischen Vorstellungen und Bevormundungen und dem Einreden von Sünde.

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@Kajjo

Ich bin absolut nicht religiös, dafür aber zweimal schwanger gewesen und auch bei einem kleinen Zellkörper reagiert der Körper der Fra auf die Schwangerschaft. Das lässt sich nicht wegreden! Klar kann man einen Zellhaufen schnell wegmachen lassen, aber Frau war dann trotzdem schwanger und muss erstmal wieder auf unschwanger umstellen. Wer das ganz locker schafft, kann froh sein, aber das gilt nunmal für die wenigsten Frauen (vielelicht auch für "die Russinen", die machen das aber nicht so zum Thema?)

Ich bin durchaus für Abtreibung, allerdings auch für eine sehr sorgfältige Abwägung der eigenen Möglichkeiten!

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@Kajjo

Genau richtig, Kajjo! Danke!

Wer das ganz locker schafft, kann froh sein, aber das gilt nunmal für die wenigsten Frauen.

"ganz locker" ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck. Aber die meisten Frauen haben mit ihrem Entscheid, eine ungewollte Schwangerschaft (frühzeitig) abzubrechen, keine Probleme. Und die allerwenigsten brauchen psychologische Hilfe. Das ist nun mal Fakt. Alles andere ist eine Erfindung von Abtreibungsgegnern. Lest euch mal die wissenschaftliche Fachliteratur dazu (aber nicht jene, die von den Anti-Choicern propagiert wird). Etwa jede 5. Frau hat mal in ihrem Leben einen Abbruch (vor der Pillen-Ära war es etwa jede 2. oder 3.). Da würden ja Frauen massenweise auf den Couchs der Psychologen liegen...

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@Kajjo

Der Schwangerschaftsabbruch ist ein gangbarer Weg: Legal, komplikationslos, medizinisch ungefährlich.

Das ist doch reine Propaganda ,es gibt sehr wohl körperliche Risiken wenn sie auch klein sind ,auch bei 1% ist es eine Reale Sache für die Frau die davon betroffen ist.

Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder ........? "Beipackzettel" der Abtreibung

Abtreibung ist nicht ein banaler Eingriff wie zum Beispiel eine Blinddarmoperation, da es sich ja nicht darum handelt, ein krankes Organ zu entfernen, sondern ein kleines Lebewesen zu unterdrücken, das lebt und sich rasch entwickelt, in Wirklichkeit ein Sohn oder eine Tochter ist, die geboren werden wollen. Diese kleinen Lebewesen sehen ab der 6. Schwangerschaftswoche (SSW) ähnlich aus wie ein Kind in Miniatur, und mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft wird dieses Aussehen immer klarer erkennbar. Sie besitzen ein Herz, das ab der 3. SSW schlägt, beginnen sich ungefähr 8 Wochen nach der Empfängnis zu bewegen, und mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft werden ihre Bewegungen zunehmend komplexer und lebhafter.

Eine Abtreibung ist für die körperliche Gesundheit der Frau nicht vollkommen risikolos, auch nicht, wenn sie technisch korrekt im Krankenhaus durchgeführt wird.

Diese Gefahren sind heute vermindert, trotzdem erscheint es notwendig, die Frau zu informieren. Die unmittelbaren intraoperativen Risiken sind darauf zurückzuführen, dass die Wand der Gebärmutter während der Schwangerschaft sehr verletzlich und blutreich ist. Es besteht daher eine bestimmte Gefahr, dass im Laufe des Eingriffs die Sonde, die ja in die Gebärmutterhöhle eingeführt wird, einen Durchbruch der Uteruswand oder eine Schädigung der großen Blutgefäße dieses Organs verursacht, womit schwere Blutverluste verbunden sind. Jede dieser Komplikationen kommt im Mittel** 4 oder 5 mal auf 1000 Abbrüche vor.**

Manchmal ist der Blutverlust durch die Zerstörung eines großen arteriellen Blutgefäßes der Gebärmutter so groß und unstillbar, dass es notwendig ist, die Gebärmutter dringend chirurgisch zu entfernen, um das Leben der Frau zu retten.

Außerdem besteht die Gefahr von Schädigungen, die sich erst einige Zeit nach dem Eingriff bemerkbar machen.

Darunter fallen in erster Linie die Infektionen. Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen bezüglich der Keimfreiheit, passiert es während des Eingriffs häufig, dass Keime in die Gebärmutterhöhle verschleppt werden und so Entzündungen verursachen können. Manchmal sind diese Infektionen akut und zeigen sich wenige Tage nach dem Eingriff mit hohem Fieber. In der größeren Anzahl der Fälle jedoch erlaufen die Entzündungen in abgeschwächter Form und gehen unbemerkt vorbei. Trotzdem kann sich die Entzündung auch in diesen Fällen von der Gebärmutterhöhle in die Eileiter und in die Eierstöcke ausbreiten und dort Schäden verursachen, die zur Unfruchtbarkeit führen können. Die Unfruchtbarkeit, die durch Infektionen nach einer Abtreibung verursacht wird, ist eine der häufigsten körperlichen Komplikationen und kommt bei ca. 4% der Eingriffe vor.

Es bestehen auch Gefahren bezüglich weiteren Schwangerschaften. Die gewaltsame Erweiterung des Gebärmutterhalses verursacht Schädigungen seiner Muskelfasern, was zur Folge hat, dass der Gebärmutterhals bei einer nachfolgenden Schwangerschaft eher dazu neigt, sich vor dem Geburtstermin zu öffnen. Aus diesem Grunde verdoppelt sich die Möglichkeit von Fehl- und Frühgeburten in darauffolgenden Schwangerschaften nach einer Abtreibung, und sie verdreifacht sich nach zwei.

Schließlich verdienen die möglichen psychologischen Konsequenzen einer Abtreibung eine besondere Beachtung.

Häufig erscheinen die Schwierigkeiten, die mit einer unerwarteten und unerwünschten Schwangerschaft verbunden sind, einer Frau schwerwiegender, als die in Wirklichkeit sind, auch auf Grund der vorübergehend besonderen Hormonsituation. Tatsächlich zeigen viele Beobachtungen, dass die neuen Gefühlsbindungen, die sich nach der Geburt zwischen Mutter und Neugeboren einstellen, fast immer die Gefühlslage der Frau von Grund auf verändern und Probleme und Situationen, die am Anfang der Schwangerschaft dramatisch und unbewältigbar erschienen waren, nun leicht annehmbar erscheinen lassen. (Quelle Rahel EV )

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@kuhnel

Da würden ja Frauen massenweise auf den Couchs der Psychologen liegen...

So ist es wir alle wissen ,Psychologen haben Hochkonjunktur !!

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@ALATI

Keine dieser Frauen wurde gezwungen abzutreiben. Sie haben alle selbst entschieden, die letzte hat vermutlich gar nicht abgetrieben.

Sicher, es kommt öfter vor, dass Männer zum Abbruch drängen. Aber sie haben ja auch das Recht, ihre Meinung zu äussern. Zwingen können sie aber keine Frau, weder zum Abbruch noch zum Austragen. Und in den meisten Fällen entscheiden beide gemeinsam. Viele Frauen sind ambivalent, aber sie entscheiden!

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@ALATI

Rahel eV = eine anti-Abtreibungs-Organisation. Natürlich geben die auf ihrem „Beipackzettel“ wieder einmal null Quellen an für diese Behauptungen.

"sieht ab der 6. Schwangerschaftswoche (SSW) ähnlich aus wie ein Kind in Miniatur, ... ein Herz, das ab der 3. SSW schlägt...“ Da wird die SSW mit Wochen ab Befruchtung verwechselt. Wie’s mit 4 Wochen (6 SSW) und in der 7. SSW wirklich aussieht, siehst du hier: http://www.abtreibung-avortement.info/de/facts/embryo-bilder.htm. Das Herz ist erst nach 8 Wochen (10. SSW) fertig ausgebildet.

„Eine Abtreibung ist für die körperliche Gesundheit der Frau nicht vollkommen risikolos...“ stimmt. Aber das Risiko ernster Komplikationen ist winzig, deutlich unter 1%. Laut der neuesten Statistik des deutschen statistischen Bundesamtes für 2011 gab es in Deutschland 566 Komplikationen wie Perforation, hoher Blutverlust, Infektionen etc., das sind 0,5% insgesamt (nicht "jede dieser Komplikationen", sondern total). Worte wie "manchmal", "häufig" sind völlig fehl am Platz. Ausserdem sind diese Komplikationen gut behandelbar.

„Unfruchtbarkeit bei ca. 4% der Eingriffe“. Das ist totaler Unsinn. In breit angelegten Untersuchungen über Zehntausende von Frauen (WHO und andere) konnte keine erhöhte Unfruchtbarkeit bei Frauen nach Abbruch nachgewiesen werden.

„...die größte Gefahr, da zwischen 30 und 60 % der Frauen später mehr oder weniger schwere seelische Schäden davontragen“ – auch das völliger Unsinn. Die qualitativ besten Studien kommen zum Schluss: Frauen, die abgetrieben haben, unterscheiden sich in ihrer psychischen Gesundheit nicht von Frauen, die eine ungeplante Schwangerschaft austrugen. Quellen: American Psychological Association APA "Report of the APA task force on mental health and abortion" (5.7.2008); Brenda Major et al. "Abortion and Mental Health - Evaluating the Evidence". American Psychologist, 64, No. 9, 863–890 (2009) / Charles Vignetta E. et al. "Abortion and long-term mental health outcomes: a systematic review of the evidence". Contraception 78 (2008) 436-45 / Academy of Medical Royal Colleges / National Collaborating Centre for Mental Health, London, December 2011 "INDUCED ABORTION AND MENTAL HEALTH - A SYSTEMATIC REVIEW"

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@ALATI

@Alati / Rahel: Das ist eine Anhäufung unqualifizierter, teils falscher Behauptungen zwecks Missionierung gegen und Diskreditierung von Schwangerschaftsabbrüchen.

  • Die medizinischen Gefahren. Folgen und Nebenwirkungen von Schwangerschaftsabbrüchen sind DRASTISCH geringer als die von Schwangerschaften und Geburten.
  • Die Entwicklungsstufen bzgl. Herz, Bewusstsein und Co sind falsch dargestellt. Sie entsprechen einfach nicht den physiologischen Fakten.
  • Unfruchtbarkeit ist keine häufige Folge von Abbrüchen, schon gar nicht von frühen, legalen Abbrüchen. Das ist schlichtweg Falschinformation und Angstmacherei.
  • Die psychische Zukunft von Frauen mit Abbruch ist statistisch nicht nachweisbar anders als von Frauen ohne Abbruchshistorie. Im Gegenteil zeigt sich, dass Frauen mit psychischen Problemen öfter ungewollt schwanger werden und öfter abbrechen. Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich!
  • Es ist bekannt, dass Frauen in Gesellschaften, in denen Abbrüche normal und unkompliziert angesehen werden, so gut wie keine postabortiven Traumata erleiden. Ihr Abtreibungsgegner schafft Euch den aremn Frauen selbst die Probleme, wegen deren Ihr dann dagegen seid. Das halte ich für unmoralisch. Würde man Abbrüche als normalen medizinischen Eingriff darstellen, so würde quasi keine Frau damit hinterher Probleme haben.
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@annemarie37

Natürlich deshalb betont ihr ja auch immer es wäre die Entscheidung der Frau . Dann seid ihr am Ende fein raus !

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@Kajjo

@Kajjo Gerade du wirfts mir vor was du im Grunde selbst exzessiv betreibst Probaganda und falsche "Tatsachen" .

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@ALATI

@ALATI, zu allen deinen Links ein dickes DH, ich habe sie gelesen, ja, natürlich haben die Frauen sich dann ' entschieden', aber ihnen blieb nichts anderes übrig, sie sind in die Enge getrieben worden, außerdem hat eine Frau in der Schwangerschaft schon meistens Stimmungsschwankungen, manche wollen nur noch ' endlich Ruhe haben' und -- -- geben nach, da sie es nicht mehr verkraften können, weiter bedrängt zu werden -- -- obwohl sie gar nicht wollen! Das ähnelt einer Gehirnwäsche....!

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@annemarie37

Viele Frauen werden unbewusst gezwungen, durch ihre Mitmenschen.. ethische gründe.. ein Kind so früh.. abschaum... schonmal daran gedacht ;)

Lg

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@ALATI

Psychologen haben Hochkonjunktur

wegen Depressionen und Burn-Out und lauter halbgaren Diagnosen, die Niemand wirklich nachvollzieht... Schwangerschaftsabbrüche sind nicht der Grund für unsere Psychiologisch aversierte Gesellschaft.

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@Luna1095

Unter Druck zu stehen ist etwas anderes als gezwungen zu werden.

Auch unter Druck ist ein Mensch in der Lage sich anders zu entscheiden, als man es von ihm erwartet.

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@Kayahi

Indirekt/unterbewusst gezwungen... das ist kein Druck .. sorry ;)

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Vor der Abtreibung kommt die Beratung, jedenfalls in Deutschland, und zwischen beiden müssen wenigstens 3 Tage "Bedenkzeit" liegen.

Ich bin mit 20 gewollt schwanger geworden.War da grad am Ende der Ausbildung. Obwohl es geplant war,war ich dann,als es tatsächlich so weit war,überrascht :)

Du hast doch noch genug Zeit dich mit dem Gedanken anzufreunden.Du bist weder zu jung noch hast du schlechte Voraussetzungen für ein Kind.

Freut euch,auch wenn es anders gekommen ist als geplant. Das Leben wäre doch langweilig wenn alles so laufen würde wie geplant!

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