Schwanger am Bandschleifer arbeiten?

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5 Antworten

Jede schwangere Arbeitnehmerin ist sehr gut durch das Mutterschutzgesetz geschützt, schau mal hier:

https://www.bmfsfj.de/blob/94398/64e51451218cf392d0731b55914b4980/mutterschutzgesetz-data.pdf

Zunächst einmal ist dein Arbeitgeber nach Kenntnis der Schwangerschaft in die Pflicht genommen.

Er muss auf Grundlage „seiner“ Gefährdungsbeurteilung und meist in Zusammenarbeit mit dem Betriebsarzt oder der aufsichtführenden Behörde (z.B. Gewerbeaufsichtsamt) den Arbeitsplatz prüfen, anpassen oder gegebenenfalls ein arbeitsplatzbezogenes, generelles Beschäftigungsverbot (also ohne besonderes ärztliches Attest) aussprechen. Darunter fallen z.B. Arbeiten mit gesundheitsgefährdenden Stoffen, erhöhte Unfallgefahr, schweres Heben, ständiges Stehen, Akkordarbeit usw. Der Arbeitgeber kann die Schwangere auch in eine andere Abteilung (z.B. Büro) versetzen.

Ein individuelles Beschäftigungsverbot spricht der behandelnde Facharzt ganz oder teilweise per Attest aus und ist auf den persönlichen Gesundheitszustand der werdenden Mutter bezogen. Dabei muss noch kein krankhafter Zustand vorliegen, es genügt alleine die Möglichkeit eines Schadenseintrittes infolge der weiteren Beschäftigung. Dies trifft z.B. auch für psychische Belastungen am Arbeitsplatz, anhaltende Rückenschmerzen oder auch bei Übelkeit und Erbrechen zu.

Das Attest beim individuelles BV ist klar abzufassen. Es muss neben der Rechtsgrundlage die voraussichtliche Geltungsdauer („zunächst bis ...“) enthalten. Der Facharzt kann auch den Umfang, d.h. die begrenzte Arbeitsmenge („nicht mehr als ... Arbeitsstunden pro Tag“) bzw. die Art der untersagten Tätigkeit möglichst genau und mit allgemein verständlichen Angaben darstellen. Es ist auch möglich darzustellen, welche Art von Tätigkeit die Schwangere ausüben darf (Positivliste).

Beim Beschäftigungsverbot hat die Schwangere gegen ihren Arbeitgeber Anspruch auf zeitlich unbegrenzte Zahlung des vollen Arbeitsentgelts (Mutterschutzlohn). Dieses bekommt der Arbeitgeber auf Antrag über das Umlageverfahren 2 (U2-Verfahren) von deiner Krankenkasse erstattet.

Wenn du den Eindruck hast, dein Arbeitgeber nimmt das Mutterschutzgesetz auf die leichte Schulter, solltest du dich an die aufsichtführende Behörde wenden.

Wenn du befürchtest, dass bei Fortdauer der Beschäftigung dein Leben oder deine Gesundheit oder die deines Kindes gefährdet ist, solltest du mit deinem FA ein individuelles Beschäftigungsverbot besprechen.

Alles Gute für dich und eine gesunde Schwangerschaft!

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Kommentar von isebise50
28.10.2016, 11:20

Vielen Dank für deinen Stern heyheymymy!

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Ich würde mal sagen es kommt darauf an im welchem Monat du bist. Des Weiteren würde ich lieber deinen Hausarzt fragen der wird dir wesentlich kompetenter antworten als wir.

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Kommentar von heyheymymy
23.10.2016, 16:11

Noch ganz früh 5. Woche.

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Kommentar von DougundPizza
23.10.2016, 16:12

Ja dann würde ich behaupten das wäre nicht so wild, aber wie gesagt rede mit deinem Hausarzt .

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das sollteste deinem Frauenarzt fragen ob du damit schaden nehmen könntest. Es ist auch nicht auszuschließen dass du mit Feinststaub belastet bist. Kläre das mit Arzt

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Kommentar von heyheymymy
23.10.2016, 16:13

Metallstaub? Den habe ich dort jede menge habe aber so eine einfache atemschutzmaske die den grossteil fernhält.....habe meinen nächsten Termin erst am 31. Diesen Monat.....

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hat das unternehmen nen betriebsarzt? wenn ja dann frag dort nach, ob die arbeit die du ausführst während der schwangerschaft machbar ist.

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Das entscheidet der Arzt/Frauenarzt!

Also hin und beraten lassen!

Nur die können dann ein Arbeitsverbot aussprechen!

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Kommentar von heyheymymy
23.10.2016, 16:14

Mein nächster Termin ist erst am 31.

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