Schulwechsel auf normales Gymnasium?

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7 Antworten

Hallo, vermutlich fühls du dich auch nicht mehr wohl in deiner jetzigen Umgebung und stehst auch sehr unter Druck. Überlege zusammen mit deinen Eltern, was für dich besser ist. Wenn du auf ein normales Gymnasium zurückkehrst, wirst du dich schnell einleben, das Lernen wird dir vermutlich auch große Freude machen, hinzu kommt noch mehr Freizeit. Wichtig ist auch, dass dein Notendurchschnitt in zwei Jahren so gut ist, dass du dir dein Studienfach wirklich aussuchen kannst. Das ist auf dem jetzigen Gymnasium wohl weniger gewährleistet, oder?

Alles Gute!

Bei der Antwort spielen mehrere Faktoren eine wichtige Rolle.

Fangen wir mal damit an: was heißt Hochbegabtenschule? Also ist es eine Schule für Höchstleister oder für Hochbegabte (IQ>130)? Wie sieht die Förderung auf dieser Schule aus? Was habt ihr für eine Klassenstärke?

Also an vielen Hochbegabtenschulen sind die Klassenkleiner und es gibt ein individuelles Förderprogramm, wenn das bei dir auch so ist, würde ich auf der Schule bleiben :-)

Dann ist ein weiterer Faktor deine Motivation: lernst du für die Schule oder denkst du, dass du es nicht nötig hast, weil du hochbegabt bist?

Die guten Noten in der Schule bekommen nicht die Schüler, die am cleversten sind, sondern diejenigen, die am meisten lernen.

vielleicht sind deine Freunde auch aus diesem Grund besser geworden? aben sie gemerkt, dass man für gute Noten fleißig sein muss?

Und was die Unterrichtszeit betrifft muss ich dich wohl auch enttäuschen. Die wenigsten Schüler haben nur bis 14 Uhr Schule.

Patient101 04.01.2014, 01:48

Die Schule ist hauptsächlich für Hochbegabte mit einem IQ über 130, aber es gibt auch Ausnahmen wie mich, die zwar keinen IQ über 130 haben, dafür aber im Test in einigen Gebieten herausragend sind (in meinem Fall Mathematik). Inselbegabung würde ich es nicht nennen, da ich in den anderen Gebieten jetzt nicht schlecht bin... Zum Thema Förderung muss man sich zu Beginn des Schuljahres für "Enrichments" eintragen, die man jeweils nach dem verpflichtenden Stundenplan besuchen muss. Da kann man zwischen 4 aussuchen, je nach dem was einen speziell interessiert. Danach kann man noch eine extra Stunde nehmen. Man sucht sich halt den Extra-Unterricht aus, wo man nicht besonders gut ist aus. Dort wird man vom Lehrer einzeln gefördert und man kann sich Aufgaben wünschen. Die Klassenstärke beträgt in meiner Klasse ca. 12 Schüler, so auch in den beiden obigen Klassen.

Ich glaube einfach dass ich zu überfordert bin mit dem ganzen Stoff und wollte wissen ob es mir auf einem normalen Gymnasium leichter fällt.

Ich habe noch mit meinem damaligen besten Freund Kontakt (aus meiner Klasse), der jetzt auf einem anderen Gymnasium ist. Er geht dort in die 11. Klassen, da die noch das G9 haben. Er erzählte mir, dass er gar nicht mehr zu lernen braucht, weil er das Meiste schon wusste.

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Auf dem Gymnasium nur bis 14 Uhr? Jeden Tag mindestens bis 15! :)

Bei Hochbegabten hab ich schon oft gehört, dass sie auf 'normalen' Gymnasien unterfordert sind und deshalb schlechtere Noten schreiben.

Das Abitur auf dem Gymnasium für Hochbegabte wäre, glaube ich, nicht anders als das auf einem normalen. Denn ich glaube in keinem Bundesland gibt es eigene Schul'gesetze' (mir fehlt grad das Wort) für die Oberstufe für Hochbegabtengymnasien.

Also ich würde dir raten vielleicht so eine Art 'Probewoche' (falls es bei euch soetwas gibt) an der anderen Schule zu machen. Dann siehst du ob es dir gefällt und der Stoff wirklich einfacher ist. :)

Hi, ich bin hochbegabt und besuche die 12. Klasse eines normalen Gymnasiums.

Was ich dazu sagen kann, ist, wenn du die Chance hast, bleib auf jeden Fall auf deiner jetzigen Schule! Die normalen Schulen sind der Horror. Es ist nicht einfach "einfacher", es ist wirklich seelenzerreißend. Hört sich übertrieben an, ist aber die Wahrheit. Ich kenne sogar welche, die es depressiv gemacht hat. (Was ich damit unter anderem sagen will, ist, dass du dort nicht unbedingt bessere Noten hättest.)

Ich habe mir immer gewünscht, auf einer Schule für HBs zu sein, jedoch fehlte mir das Geld. Du allerdings hast dieses Glück in deinem Leben und du solltest ernsthaft darüber nachdenken, das einfach aufzugeben.

Aber jeder Mensch ist verschieden, wer weiß, vielleicht kommst du ja klasse auf einem normalen Gymnasium klar. Ich kann es nicht wissen. Ich kann dir nur sagen, wie es mir - und vielen anderen (potenziellen) Mensanern - dort geht.

Liebe Grüße

Jenny

Meine Tochter besucht ebenfalls die 10. Klasse an einem Regelgymnasium. Sie hat von 07.45 bis 15.00 Uhr täglich Unterricht und an zwei Tagen sogar bis 16.35. Glaube bloß nicht, dass das Regelgymnasium weniger Unterricht hat. Wenn du nur darauf abzielst, wirst du schwer enttäuscht sein!. Sie ist nicht hochbegabt und schreibt auch einsen und zweien, selten mal eine drei.

Zum Studieren wird dir dein "hochbegabten" Abitur nichts bringen. Den Unis ist vollkommen egal auf welchem Weg man die allgemeine Hochschulreife erlangt, auch egal ob im Berliner Ghetto oder in Münchener Reichenviertel, egal welches Bundesland, wo es auch schon krasse Unterschiede im Niveau gibt.

Der einzige Vorteil wird sein, dass du wohl in Richtung Stipendium was in der Hand hättest, wenn du das nötig hast.

Ansonsten kenn ich auch genug Leute, die von einem normalen Gym auf ein berufliches Gym sind. Das ist nicht unbedingt leichter oder schwerer, die Fächer zu 80% eigentlich auch gleich, aber die Lehrer kommen halt wirklich aus dem Berufsleben und nicht nur von der Uni, dadurch ist das alles lebendiger und die Noten sind deutlich besser.

Also ich bin hochbegabt und bin auch 14: ich habe gelernt mich anzupassen. Aber das kann auch kaputt machen. Man sollte vorsichtig sein. Ich hätte eine klasse überspringen sollen aber meine Eltern waren dagegen. Seit dem schreibe ich lauter einser(Gymnasium) und lerne wirklich nichts dafür. Ich finds besser als Hbschule. Denn ich habe umso mehr zeit für Freundinnen und dergleichen. Aber was die richtige Entscheidung ist musst sowieso du sagen

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