Schule will mich nicht aus dem Reli-unterricht lassen?

25 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich bin davon überzeugt, dass man dir das Fach Ethik, Philosophie oder LER anbieten muss. Erkundige dich bei anderen Schülern, Vertrauenslehrern und ggf. bei dem zuständigen Schulamt.

Ich finde es sehr bedenklich und abscheulich, dass oben genannte Fächer immer noch als "Ersatzfächer" für das längst antiquierte Unterrichtsfach "Religion" bezeichnet werden.

Und du fragst nicht einmal nach dem Grund, warum dem Fragesteller der "Austritt" angeblich verweigert wird? - Wahrscheinlich schon deshalb nicht, weil sonst deine gegen Religionen gerichtete Antwort nicht mehr passen würde!

Das wiederum finde ich "bedenklich und abscheulich"!

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@cherami
warum dem Fragesteller der "Austritt" angeblich verweigert wird?

weil das einfach keine rolle spielt. er hat das gesetzliche Recht dazu, das ihm von niemandem verweigert werden darf. Ein "warum" ist hier völlig egal!

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@Phylangan

@Phylangan

Dein Blickwinkel für Schulregeln und eventuell besondere Schulen mit nochmals eigenen Regeln scheint ziemlich verengt zu sein. - Oder glaubst du tatsächlich, dass eine Schule ohne Rechtsgrundlage einem Schüler, nur so seinen "religiösen Weg" vorschreiben würde? - "Der Schule" als Einrichtung, ist das doch völlig egal!

Also gibt es, wenn die Frage überhaupt ernst zu nehmen ist, garantiert Gründe für die bisherige Weigerung. - Diese scheint der Fragesteller aber uns allen naiver Weise zu verschweigen.

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@cherami

GRUNDGESETZ ist GRUNDGESETZ, KEINE Schulregeln oder sonstige Regeln stehen über dem GRUNDGESETZ. Der einzige Grund um ihm den Austritt zu verweigern ist der das er evtl. noch keine 14 ist. Ansonsten brauch man gar nicht lange diskutieren und kann direkt zum Anwalt gehen. So einfach ist das!

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Reden ist eine Sache, schreiben in Briefform eine ganz andere. Wir Menschen sind launisch, vor allen Dingen in der Pubertät. Halte es also einfach:

Nutze so gute Informationen wie sie Nadelwald z.B. eingestellt hat, schreibe ruhig handschriftlich einen Brief an die Schule mit Bezug auf die Rechtslage, mache eine Kopie und schicke per Einschreiben mit Rückschein an die Schule. Begründe ruhig in dem Schreiben dass Du diese Form zu wählen gezwungen bist nachdem weder Deine noch Deiner Mutter persönliche mündliche Wunschäußerung akzeptiert wurden. Setze Frist von 14 Tagen, verwahre Dich vorsorglich vor jeder deshalb in anderen Fächern angedachten Benachteiligung.

Der nächste Schritt ist dann die nächsthöhere Behörde. Welche das ist findest Du in der Regel mit Adresse auf der Seite des zuständigen Landesministeriums. Da gehört auch das Landesschulrecht hin welches sicherlich auf diese Frage noch mal für Dein Bundesland eingeht. Auch hier wird per Einschreiben mit Rückschein hingeschrieben und selbstverständlich bleibt eine Kopie bei Dir.

Danach macht ein Anwalt Sinn. Und hier macht es Sinn das Internet für eine ausführliche Recherche zu nutzen.


Religionsunterricht ist nicht dazu da dass irgendeine Religion Werbung für sich macht. Religion ist Teil vieler Gesellschaften, prägt diese zu einem durchaus großen Teil im Alltag. Viele Kriege werden aus angeblich religiösen Gründen vom Zaun gebrochen und wir als drittgrößter Waffenexporteur der Welt profitieren davon wirtschaftlich immens. Es kann also durchaus Sinn machen zu wissen Was sich hinter des Kaisers neuen Kleidern verbirgt. Des Kaisers neue Kleider ist ein Märchen. Lese es mal.

Ich selbst bezeichne mich als gläubigen Menschen. Für mich ist es Ausdruck von Unglauben einem Nichtgläubigen Menschen Religion aufzwingen zu wollen. Tatsächlich aber kam genau auf diese Weise Religion in unsere Gesellschaft:

Nach heutigem Wissen können wir davon ausgehen dass etwa Mitte des 3. Jahrhunderts unserer Zeitrechnung Politik / Macht und Religion anfingen "miteinander ins nichtstoffliche Bett zu gehen, diesbezügliche Regeln aufzustellen". In jener Gegend die wir heute als Deutschland bezeichnen wurde Religion von den Herrschern bestimmt. Als dann die Reformation tobte war es für manche damals als sehr tolerant angesehene Herrscher schwierig festzustellen welcher Ort zu welcher Religion gehört. Es wurden also Menschen übers Land geschickt. Diese befragten die Bevölkerung. Ihre einzige Frage war: Ist euer Pfarrer verheiratet oder nicht? War er verheiratet wurde der Ort als evangelisch eingetragen, war er es nicht dann war es ein katholischer Ort. Die sogenannten Pfarrer kannten aber oft genug weder die eine noch die andere Religion und interessierten sich auch nicht dafür. Ebenso wenig wie die Bevölkerung für die sie zuständig waren. Sie hatten andere Aufgaben: Sie waren dafür zuständig Riten zu zelebrieren wie die Winter- und Sommersonnenwende, den Erntedank, das Fest der Aussaat und so fort. Sie waren dafür zuständig zwei Menschen zu Eheleuten zu erklären in einer Zeremonie, Neugeborene nach festgelegtem Ritus in die Menschengemeinschaft willkommen zu heißen, später den jungen Menschen rituell in der Welt der Erwachsenen willkommen zu heißen. Es handelt sich bei all diesen Riten um sehr alte Riten.

Wir hier bezeichnen uns gerne mit lautstarken Worten als christliche Gesellschaft. Aber lese mal die Bibel und dazu zum besseren Verständnis die "Bibel in gerechter Sprache". Kannst Du online. Schon bei der Genesis wirst Du feststellen dass wir absolut nicht nach den dort festgestellten Gedanken leben. Sogenannte Christdemokraten bzw. Christsoziale stellen sich vor laufende Mikrophone und verkünden lachend dass selbstverständlich Männer durch Jugendämter in Verantwortungslosigkeit massiv unterstützt werden. In genau diesem Jahrhundert. Das ist ein klarer Widerspruch zur Genesis. Du kannst also durch die Beschäftigung mit der Thematik die Verlogenheit der Gesellschaft, ihre Faulheit erkennen lernen, ihre Ablehnung sich mit den angeblichen Grundlagen ihrer Einbildungen auseinander zu setzen.

Die Frage, wem gepredigt werden soll, wird von einem gewissen Jesus von Nazareth, g.s.S.N., in der Bibel beantwortet. Schaue mal online nach wie seine Antwort lautet. Ich unterstelle mal mit gutem Recht aus langjähriger Erfahrung mit Menschen wie Du sie beschreibst dass an Deiner Schule diese Bibelstelle unbekannt ist. Sie gibt Dir das Recht vom Religionsunterricht fern zu bleiben. Und verpflichtet jene Unbelesenen Deinen Wunsch zu respektieren. - Vorausgesetzt die Überlieferung der Bibel interessiert sie tatsächlich.

Wenn du 14 Jahre alt bist bist du religionsmündig. du kannst selbst entscheiden welcher Religionsgemeinschaft du angehören oder nicht angehören möchtest. Ebenso kannst du selbst entscheiden ob du am Religionsunterricht teilnehmen möchtest oder nicht. Wenn du nicht am Religionsunterricht teilnehmen willst dann teilst du das der Schule schriftlich mit. Begründen musst du deine Entscheidung nicht. Danach musst du den Religionsunterricht nicht mehr besuchen, sondern besuchst den Ethikunterricht. Wenn kein Ethikunterricht angeboten wird hast du frei. Die Schule kann sich nicht weigern dich aus dem Religionsunterricht zu entlassen, und du bist auch nicht an Fristen gebunden. Du kannst auf das Schulgesetz verweisen, in NRW Beispielsweise auf §31 Absatz 6, In Hessen §8 Absatz 3 oder Niedersachsen § 124 Absatz 2.

In Bayeren allerdings müssen dich allerdings deine Eltern vom Religonsunterricht abmelden wenn du noch formell Mitglied der Kirche und jünger als 18 Jahre bist.

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