Schule wegen Depression abbrechen?

4 Antworten

Hallo Plurox104,

bevor ich auf Deine Frage eingehe, möchte ich etwas Grundsätzliches anmerken: Auch wenn meine Antwort als "Expertenantwort" erscheint, ist sie das nicht im eigentlichen Sinne! Ich bin "Experte" auf einem bestimmten Gebiet nur durch die Anzahl der hilfreichsten Antworten geworden. Bei gesundheitlichen Problemen, wozu ja auch seelische Erkrankungen gehören, sollte man daher auf jeden Fall einen echten Experten hinzuzuziehen!

Ganz gewiss ist das Schuleschwänzen keine Lösung! Solltest Du noch immer an Depressionen leiden, wäre es sinnvoll, eine erneute Behandlung aufzunehmen bzw. (falls Du noch immer in Behandlung bist) diese weiter fortzusetzen.

Du kennst wahrscheinlich das Gefühl, tiefer Hoffnungslosigkeit und Traurigkeit. Du hast auch möglicherweise das Empfinden, dass der Schmerz nie aufhört und hast die Aussicht auf Besserung aufgegeben. Das kommt daher, dass man in eine Art Negativspirale geraten kann, die einen mehr und mehr nach unten ziehen kann. Vergiss jedoch eines bitte nicht, auch wenn es sich momentan anders anfühlt: Deine Situation ist nicht hoffnungslos! Es gibt in der Regel einen Weg aus der Depression!

Doch so wie Deine Depression nicht über Nacht entstanden ist, so wird sie auch nicht über Nacht wieder verschwinden. Doch sei guten Mutes! Viele andere vor Dir haben es geschafft, ihre Depressionen zu überwinden und führen heute wieder ein normales Leben. Ein wichtiger Schlüssel ist die Hoffnung - Hoffnung auf Besserung! Das solltest Du nie aus den Augen verlieren!

Neben der Hilfe durch Ärzte oder Therapeuten kannst Du auch selbst eine Menge gegen Deine Depression tun. Nachfolgend möchte ich Dir einige Strategien aufzeigen, die im Kampf gegen Depressionen nützlich sind.

Es kann z.B. sehr hilfreich und heilsam sein, sich an einen vertrauenswürdigen, einfühlsamen Menschen zu wenden. Es könnte ein guter Freund/Freundin, ein Verwandter oder ein fähiger Berater sein. Wenn Du es lernst, über Deine Gefühle zu sprechen, wirst Du merken, dass allein das schon eine heilende Wirkung hat.

Ein Problem zu verleugnen und es nicht zu bearbeiten, macht alles nur noch schlimmer. Dein Gesprächspartner könnte Dir auch dabei helfen, verkehrte Denkmuster zu korrigieren. Dadurch magst Du mit der Zeit einiges aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

In den meisten Fällen sind bei Depressionen auch Minderwertigkeitsgefühle mit im Spiel. Wie kann man diesen Gefühlen geschickt entgegenwirken? Oftmals haben wir in uns eine innere Stimme, die überkritisch ist und uns zu unrecht verurteilt. Das kann zu verzerrten Denkmustern führen, die dann letztendlich in eine Depression münden.

Es geht also darum, falsche Denkweisen zu erkennen und gedanklich dagegen anzugehen. Sei Dir immer darüber im Klaren, dass jegliches negatives Denken Dein Selbstwertgefühl Stück für Stück verringert. Anders ausgedrückt: Negative Gedanken nähren die Depression und halten sie am Dasein.

Manche emotionale Probleme reichen bis weit in die Vergangenheit zurück. Es könnte z. B. sein, dass Dir früher jemand, möglicherweise durch unbedachtes Reden o.ä., irgendwie Schaden zugefügt hat. Damit die Sache nicht immer wieder hoch kommt, wäre es ratsam zum Vergeben bereit zu sein. Das bedeutet jedoch nicht, etwas herunter zu spielen oder so zu tun, als sei nichts geschehen. Es geht eher darum, alle negativen Gefühle "fortgehen zu lassen".

Wenn man wegen früherer Fehler anderer zu Verbitterung neigt, schadet man sich nur selbst. Schließe, soweit irgend möglich, mit der Vergangenheit ab und grüble nicht immer wieder darüber nach (es sei denn, der entstandene seelische Schaden ist so groß, dass man nicht so einfach darüber hinweggehen kann; dann benötigst Du dringend Hilfe von außen). Dadurch durchlebst Du alles erneut und gibst dem Verursacher die Macht, Dir immer wieder erneut Schmerz zuzufügen.

Zum Schluss möchte ich Dir, falls Du an Gott glaubst, noch einen Mut machenden Gedanken mit auf den Weg geben, der aus der Bibel stammt. Er soll Dir zeigen, dass Du Gott nicht gleichültig bist und er Dir gern helfen möchte. Er lautet: "Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Blicke nicht gespannt umher, denn ich bin dein Gott. Ich will dich stärken. Ich will dir wirklich helfen. Ja, ich will dich festhalten mit meiner Rechten der Gerechtigkeit" (Jesaja 41:10).

Dieser Text macht eines deutlich: Gott liegen die Niedergedrückten sehr am Herzen und er ist bereit, denen zu helfen, die sich an ihn wenden. Wenn Gott auch unsere Krankheiten nicht durch ein Wunder heilt, kann er uns doch zum einen den Verstand geben, die richtigen Schritte im Kampf dagegen zu unternehmen und zum anderen auch die Kraft geben, die schlimmen Gefühle, die mit einer Depression verbunden sind, zu ertragen und nicht unterzugehen.

Ich wünsche Dir, dass Du Dich mit der Hilfe und Unterstützung anderer nach und nach aus Deiner Depressionen befreien kannst! Und denke immer daran: Du stehst nicht völlig allein da! Es gibt Menschen, die Dir helfen wollen und auch können!

Scheue Dich nicht, diese Hilfe auch in Anspruch zu nehmen. Und denke daran: Der Weg aus einer Depression ist zwar nicht nicht unbedingt ganz einfach, doch ist er - gerade auch mit professioneller Hilfe - in vielen Fällen zu schaffen! Alles Gute und viel Erfolg dabei!

LG Philipp

Vielleicht ist dein Problem keine Depression sondern Angst vor Menschen. Vielleicht solltest du mal eine Therapie gegen soziale Ängste machen. Vielleicht hilft dir das besser als die Medikamente.

Der österreich Arzt hat auch gesagt Depression wie in China. Und ich hab auch Suizid Gedanken

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@Plurox104

Also was dir vielleicht helfen kann, ist, dass du unter Menschen gehst, die gerne mit einander reden. Auch mit deiner Familie kuscheln kann helfen. Mehr menschliche Wärme wäre sicherlich gut!

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Genau das selbe Problem hatte ich auch, aber ohne Behandlung.

Du hast vielleicht eine Soziale Phobie?! Da musst du echt aufpassen. Hast Du keine Freunde in der Schule? Wenn man ein paar hat geht man auch gerne in die Schule und die Phobie macht sich dann nicht ganz so bemerkbar.

Ich kann dir nur ans Herz legen: Mach die Schule fertig und mach nicht den selben Fehler wie ich.

Woher ich das weiß: eigene Erfahrung

16, Depressionen? -> Hausarzt

Hallo

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  • Wird mein Hausarzt meine Vermutung auf eine Depression überhaupt wahrnehmen? (weil ich erst 16 bin)

Ich möchte dass meine Eltern NICHTS von meiner Depression wissen.. Ich möchte nicht noch mehr Schaden an meiner Familie fügen.

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