Schuldgefühle, meiner Lehrerin Probleme zu bereiten, loswerden?

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2 Antworten

Hey LilliD98,

ich finde es gut, dass du deiner Lehrerin von deinen Problemen erzählt hast und in ihr eine enge Vertraute gefunden hast. Dass sie deine Suizidgedanken nicht gemeldet hat, zeigt, dass du ihr wirklich wichtig bist. Ich kenne mich mit der Rechtslage nicht aus, könnte mir aber gut vorstellen, dass sie Ärger bekommt, wenn du dir etwas antust und sie davon wusste. Selbst Ärzte, die eine Schweigepflicht haben, müssen so etwas im Ernstfall der Polizei melden. 

Wenn du deiner Lehrerin schreibst, dass sie dich melden soll, wird sie automatisch vom Schlimmsten ausgehen und denken, dass du dich umbringen willst - auch wenn du das Gegenteil behauptest. Warum solltest du das ihr gegenüber sonst erwähnen? Sie wird das wahrscheinlich an die Schulleitung weiter geben müssen. Ob du dann wieder in eine Klinik musst, liegt vermutlich im Ermessen deines Arztes. 

Vielleicht nimmst du das gute Verhältnis zu deiner Lehrerin lieber als Ansporn, dir nichts anzutun. Das ist die einfachste Lösung. Klar ist das Leben nicht einfach und eine psychische Krankheit ist eine wirklich schlimme Sache. Trotzdem gibt es meiner Erfahrung nach immer einen Ausweg. Dich umzubringen hätte keinerlei Effekt, außer großes Leid für all deine Freunde, Familie und Vertrauten. Du lebst nur einmal und die Welt ist trotz allem irgendwie ab und zu schön. Nimm dir nicht die Chance auf eine glückliche Zukunft!

Schließlich geht es irgendwann nicht mehr weiter runter. Wenn du ganz unten angekommen bist, führen alle Wege wieder nach oben. Du schaffst das schon! Alles Gute!

Vielen Dank für die tolle Antwort! Ich denke, meine Lehrerin würde mir das schon glauben, wenn ich ihr das genauso so schreibe wie es ist. Dass ich mir eigentlich nichts antun will, aber sie vorsorglich absichern will, falls ich es doch tue... Wenn ich mir etwas antun würde und sie es niemandem erzählt hat, wùrde sie ihren Job verlieren und was das sonst noch für Konsequenzen für sie hat, mag ich mir gar nicht ausmalen.... Sie ist schon die ganze letzte Zeit meine einzige Motivation zum Leben gewesen. Nur habe ich ab und zu Panikattacken und habe Angst, dass ich mir als Kurzschlussreaktion etwas antue und sie darunter leidet...

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@LilliD98

Finde ich schön, dass deine Lehrerin dich zum Weitermachen motiviert. Trotzdem gibt es noch viel mehr Gründe nicht aufzugeben. Du hast eine Chance auf Heilung und wenn sich deine Krankheit etwas bessert, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Ab und zu muss man sich durchs Leben kämpfen, aber es lohnt sich am Ende.

Vielleicht schaffst du dir ein Haustier an, für das du immer da sein musst oder ein schönes Hobby mit Tieren. Dann würdest du dir zweimal überlegen, ob du dich als Kurzschlusshandlung umbringst. Versuche irgendwie mit den Panikattacken umzugehen, schließlich gibt es zwischen ihnen auch ab und zu lebenswerte Momente, oder nicht? Das wird schon.

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Danke:) Ich habe übrigens schon vier Haustiere :D... Es gibt zwar auch schöne Momente, allerdings überwiegen die schlechten, meiner Empfindung nach. Es gibt viel mehr Dinge, die mir Angdt machen. Dinge, die mich verzweifeln, trauen und aggressiv werden lassen. Dinge aus der Vergangenheit, an die ich mich ständig zurückerinnere... Obwohl meine Kindheit nicht schlecht war, habe ich nur noch negativr Situationen aus meiner Vergangenheit in meinem Kopf.... Auch Gedanken an die Zukunft lassen mich mehr Dinge erkennen, die ich niemals bewältigen kann... Um dem zu entfliehen, bin ich oft bereit auf die positiven Dinge zu verzichten.

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@LilliD98

Versuch dich an den schönen Dingen zu erfreuen. Auch wenn es vielleicht nur Kleinigkeiten sind. Wenn du frühst aufwachst, denk dir lieber zwei oder drei Sachen aus, auf die du dich an diesem Tag freust. Und wenn es nur normale Sachen sind, wie abends einen Film zu schauen, ein gutes Buch zu lesen oder mit dem Hund spazieren zu gehen. (Keine Ahnung ob du einen Hund hast :D )

Grübel nicht schon frühs darüber, was an dem Tag alles doof ist oder schief gehen kann. Letztendlich ist vieles in einer psychischen Krankheit Kopfsache. Du könntest versuchen, dich ein Stück weit umzuerziehen und dir eine positivere Lebenseinstellung zuzulegen. Auch wenn das verdammt schwer ist.

Klar kommen dann immer mal blöde Momente, gerade wenn man denkt, man wäre ein Stück weit aus dem Loch draußen. Aber auch das schaffst du. Und dass dir das Thema Zukunft Angst macht ist nur verständlich. Ich glaube das geht sehr vielen Menschen so. Mir auch. Versuch nicht das beängstigende, komplizierte, unbewältigbare Ganze zu sehen sondern arbeite Stück für Stück daran. Mach eins nach dem anderen in kleinen Portionen, so wie du dich damit wohl fühlst. Schließlich hüpfst du ja eine Treppe auch nicht mit einem Schritt hoch, sondern nimmst Stufe für Stufe.

Dann ist das alles gar nicht mehr so gruselig und durchaus zu schaffen. Wenn du dir etwas vornimmst und das wirklich willst, wirst du es auch schaffen. Lass dich von Rückschlägen nicht unterkriegen und versuchs nochmal. Dann wird das schon und du wächst daran. "What doesn't kill you makes you stronger"  - im wahrsten Sinne des Wortes ;)

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Vielen Dank. Danke für die Mühe, mir eine so lange Antwort zu schreiben....das hat mich wirklich gefreut:)

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@LilliD98

Gern geschehen. :) Kannst mich gerne anschreiben wenn es dir mal nicht gut geht. Ansonsten alles Gute für dich!

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Schreib ihr auf jeden Fall, dass sie es melden soll. Und es wäre sogar besser so, da du dich ja als suizidgefährdet einstufst. Bitte schreibe weiter mit deiner Vertrauenslehrerin und erzähle ihr, was dich bedrückt, was du ja sowie so bestimmt schon tust. Bitte nimm die Hilfe an, die dir geboten wird, weil dir geht's wirklich mies. Es ist wäre nicht schlimm, wenn du in eine Klinik kommen würdest, weil dort werden sie dir bestimmt helfen mit deinen Deprissionen umzugehen. Spreche mit Vertrauten wirklich über alles was in dir vorgeht, weil nur so kann dir geholfen werden. Jedes Menschenleben ist kostbar, auch deins.
Also versuche ich gerade dir dein Leben zu retten ;)

Ich wünsche dir alles Gute

TroubleSpy;)

Danke für die Antwort, aber ich habe doch geschrieben, dass ich mich NICHT als suizidgefährdet einstufen würde.... Und in einer Klinik war ich ja schon. Für die Krisenbewältigung hat es mir auch geholfen....nur auf die länger Zeit nicht.... Die ambulante Therapie hilft mir schon und Medikamente nehme ich auch. Danke nochmal:)

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Danke

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