Schuldgefühle als Überlebender von Drillingen?

3 Antworten

Hallo,

das ist ein wirklich schwerer Start ins Leben. Ähnlich schwer fühlt es sich an, wenn die Mutter bei der Geburt gestorben ist.

Aus meiner Erfahrung kann ich dir raten, den Geschwistern emotional klar zu sagen, dass sie dazu gehören, dass sie willkommen sind, dass sie an deinem Leben teilhaben dürfen und dass du deren Schicksal achtest und sie würdigst. Sie haben zwar keinen Körper, aber als Seelen sind sie existent.

Wenn du dieses Geschehen aus einer höheren Perspektive anschaust, bleibt dir nur, deine Unkenntnis der Hintergründe demütig zu akzeptieren und dennoch an einen höheren Sinn zu glauben.

Du kannst dich für Schuld oder Dankbarkeit entscheiden.

Zur Dankbarkeit brauchst du große Demut, die dein Verstand nicht akzeptieren mag.

Schuld ist da leichter zu tragen.

Ich rate dir zur Dankbarkeit mit dem Gefühl, dass du dein Leben auch zu Ehren deiner Geschwister lebst.

Ich bin mir im Klaren, dass ich dir nur ansatzweise Mut machen kann, deshalb halte auch für möglich, dass dir eine Therapeutin helfen könnte, noch tiefer in deine Gefühle zu kommen, um sie schließlich ganz loslassen zu können.

Ich wünsche dir viel Kraft zur Dankbarkeit und Freude...

Meine Güte, ich bin davon nicht betroffen.

0
@avouer

Na dann nimm, was ich zur Dankbarkeit geschrieben habe...

0

avouer unfreundlicher gehts wohl nicht oder?! Chinama hat dir eine ausführliche Antwort gegeben und du motzt nur rum - von einem DANKE mal ganz zu schweigen!

1
@Chinama

@Chinama, es geht nicht um sie, sondern, wie immer, um Falco........

0
@biggie55

 Ich wußte garnicht, dass Falco 2 totgeborene Zwillinge hatte. Nun-ja, ich bin schließlich kein Falcologe, habe folglich auch keine Falcologie "studiert".

0

Auch hier werte Suchende und Forschende in einem, es fallen die dsbzgl. Resultate recht unterschiedlich aus. Es sei exemplarisch als Art Paralelle daran erinnert, dass Frauen, die abtrieben, dies recht unterschiedlich verarbeiteten. Manche bekommen Skrupel, die ein Leben lang anhalten, wieder andere sind für eine Weile betroffen und bestürzt, fangen sich dann aber wieder, während wieder andere die Abtreibung einfach wegstecken. So, das nur mal als Vorspann. Nun ganz konkret, so wie es der Materialismus, der große Gegenspieler des Idealismus erheischt:

Es kommt allemal maßgeblich darauf an, wann (Alter des Kindes) ein Kind in dieses Geschehen eingeweiht und in welche Weise es darüber informiert wird. Damit nicht genug, auch das sonstige moralische "Ensemble" gilt es zu beachten. Wer als Eltern resp. Elternteil da christlich ausgerichtet ist, wird andere Reaktionen beim Kind hervorrufen, als jene Väter und Mütter, die eben nicht diese Moral postulieren. Bekanntlich lautet beim Christentum die Maxime "mea culpa, mea maxi culpa", also stets die eigene Schuld hervorhebend. Bekanntlich gibt es dazu noch den weiteren Spruch. "wir Sünder hier auf Erden..." Wer nun als Eltern so ausgerichtet ist, wird beim Kind ziemlich rasch und wohl nicht selten dauerhaft Schuldgefühle evozieren, so auch bei Jenen, die da 2 weitere Geschwisterchen eigentlich hätten, aber durch bestimmte Umstände eben nicht erhielten.

wer nun undialektisch, also metaphysisch drauf ist, wird zwangsläufig statisch denken, d.h. eine "wenn - dann " Folge vornehmen, sprich eine Art Suppentopf-Logik befolgen. Dies heißt dann in etwa, tritt Ereignis A ein, dann erfolgt zwangsläufig als Resultat "B". Manche meinen daher, es müsse wohl so zu einem posttraumatischen Syndrom kommen. Diese Herrschaften irren indes, denn nur partiell ist dies die Folge, folglich unterliegen sie dem pars pro toto Prinzip!

Fazit: berücksichtigt man nun also all die vorliegenden Erfahrungen plus Imponderabilien, kommt man wohl zu dem Schluß, dass ein Mensch, so wie von dir skizziert, recht unterschiedlich empfinden und reagieren wird. Mir ist bewußt, dass dich diese Antwort nicht befriedigen wird, schon weil du auf möglichst absolute Gewißheit aus bist. Sorry, genau das kann und will ich dir nicht bieten. Ich sage daher mit Luther, ohne Lutheraner zu sein: "hier steh ich, ich kann nicht anders"

    AMEN !

Ich brauche und erwarte keine absolute Gewissheit. Wie oft denn noch?

0
@Candy1982

wichtig war mir, dass ihn avouer versteht, was ich mal annehme

0

Was möchtest Du wissen?