Schuldfrage: Fremdgehen?

Das Ergebnis basiert auf 33 Abstimmungen

Die fremdgehende Person hat immer Schuld egal was vorgefallen ist 45%
Beide haben ihren Teil dazu beigetragen 45%
Die Betrogene Person ist Schuld. Sie hätte es wissen müssen 9%

19 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Die fremdgehende Person hat immer Schuld egal was vorgefallen ist

Daran, dass die Beziehung nicht mehr funktioniert haben natürlich beide schuld.

Dass die Person nicht geht ist die eigene Schwäche, an der man selbst arbeiten muss. Wenn es in einer Beziehung nicht läuft und man sich unglücklich fühlt, dann geht man. Das klingt nach einer toxischen, kaputten Beziehung, an der beide festhalten. Also entweder man lässt los und hält nach anderen ausschau, oder bleibt... Fremdgehen ist etwas, dass man selbst aktiv tut und wofür man sich selbst entschieden hat in dem Moment.

"wenn du so weiter machst und mich emotional nicht gehen lässt, dann gehe ich bald einfach fremd".

Das ist für mich eine unfaire Aussage. Für mich wird hier die Schuld die ganze Zeit im anderen gesucht. Nach dem Motto : Selbst schuld, wenn du betrogen wirst.

Eine Andere Situation wäre das, wenn man eine berechtigte Angst vor dem Partner hat. Wenn man um z. B. um sein Leben fürchten muss oder geschlagen wird... Dann ist es nicht die eigene Schuld, dass man aus Angst bleibt

Die fremdgehende Person hat immer Schuld egal was vorgefallen ist

Sehe das genauso wie Mugua, es ist viel besser, wenn die Person Y klare Fronten schafft und Schluss macht, weil die Wunden die das Fremdgehen bei dem Hintergangenen hinterlassen, tun ungeheuer weh und sind schwer zu heilen. Es ist fairer, wenn man die eine Sache beendet, bevor man eine Liebschaft anfängt. Für alle Beteiligten die sauberere und ehrlichere Lösung. Hat Person Y denn seinen Fehltritt wenigsten gestanden oder hat es Person X zufällig herausgefunden? Das ist oft noch zusätzlich verletzende, wenn der arglose Partner durch Zufall auf das Fremdgehen stösst. Hab mal von einem Fall gehört, wo eine Frau nach dem Ableben ihres Ehemannes eine fremde Frau am Grab gesehen hat und dann von dem Doppelleben und den unehelichen Kindern erfuhr. Das muss fürchterlich gewesen sein.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Ein guter Punkt, das ist glaube ich tatsächlich noch mal ein besonders schwerer Schlag ins Gesicht. Aber sagen wir Person y war so ehrlich und hat es gesagt.

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ob man erst fremdgeht und dann den partner verlässt oder erst den partner verlässt und dann mit einem anderen schläft, ist völlig egal, weh tut es immer...und schuld ist immer der andere.

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wenn ein mann in einer ehe steckt (oder in einer eheähnlichen gemeinschaft) ist er, sobald kinder da sind, moralisch verpflichtet, alles mitzumachen, was die ehefrau will, denn auch frauen drohen gern mal mit trennung und eine solche ist zumeist mit dem finanziellen ruin verbunden.

ich habe erlebt, wie frauen ihren mann weggeworfen haben, sobald das kind da war, weil sie der meinung waren, dass der künftig nur noch stört, wenn sein engagement über das bezahlen hinaus geht, gern auch noch verbunden mit erstreitung des alleinigen sorgerechts. ich kenne frauen, die sich wortwörtlich hochgeschlafen haben, und welche, die ehen, familien und firmen zerstört haben, wann immer da was zu holen war.

und den kriegsgrund liefert immer der mann. provoziert man ihn nur genug, kommt es zu gewaltausbrüchen, streicht man ihm den sex, geht er fremd.

sex kann in beziehungen sehr gern als druckmittel eingesetzt werden. wenn die dame des hauses genervt ist, gibts eben keinen. und wenn der ehemann dann in den puff geht oder eine affaire beginnt, ist er an allem schuld.

umgekehrt wäre das natürlich theoretisch genauso möglich. nur ist es unwahrscheinlich, denn für eine frau ist es bei weitem einfacher, sex von einem mann zu bekommen. wenn sie den will, findet sie innerhalb kürzester zeit einen interessenten. so herum lässt sich dieses druckmittel also nicht wirklich anwenden. zudem geht die erziehung bei mädchen gern mal in die richtung, dass der sex eklig ist und man ihn eh nicht braucht. warum das so ist, dürfte klar sein, es ist ein machtinstrument, und das wird auch eingesetzt, wenn es nötig ist. das wussten schon die alten griechen, lysistrata ist in der frauenwelt noch heute eine heldin. und

genau diese situation ist übrigens auch das, was die frauenbewegung am meisten daran hindert, gleiche verhältnisse für beide geschlechter zu erreichen. wer attraktiv genug ist, muss sich nicht anstrengen.

und deswegen ist das fremdgehen des mannes die grösste furcht, denn es befreit ihn von den fesseln, die man ihm angelegt hat. zudem könnte es die rundum sorglos unterstützung unterbrechen, daher ist es moralisch verwerflich. und selbstverständlich ist eine frau, die beim fremdgehen des mannes mitspielt (er braucht ja eine) besonders geächtet, weil sie dieses druckmittel schwächt. interessanterweise gibt es statistiken, nach denen viel mehr frauen fremdgehen als bekannt ist (männer finden das jedoch fast nie heraus, frauen eigentlich immer).

zum sozialen problem wird es auch, denn während sich männe anstrengt um seinem weib ein leben in luxus zu ermöglichen, und dabei geld scheffelt, wächst die chance für ihn, sich leisten zu können, aus der beziehung zu brechen und eine neue zu beginnen. (gern mit dem gleichen modell frau, nur etwas jünger und meist auch etwas dümmer). das geht, sobald man soviel verdient, dass man nach einer trennung als mann attraktiv genug bleibt, dh sichtbar wird, dass auch die neue wieder auf händen getragen werden kann.

wenn männer und frauen unabhängig voneinander eine beziehung haben könnten, wäre das ein gutes modell.
starke frauen, die wissen was sie machen und nicht nur was sie wollen, die gut sind im beruf, anerkannt und sich selbst versorgen können -
und starke männer, denen das genauso geht.
wenn man sich mag, tut man sich zusammen. und wenn es nicht passt, geht man wieder auseinander, ohne sich gegenseitig ruinnieren zu müssen.
übrigens genau das, was während einer affaire passiert, wo beide ihr normales leben haben, aus dem sie nicht ausbrechen können, und deswegen darüber hinaus mal etwas (zumeist sex) miteinander teilen. partnerschaften ohne die idee dahinter, den anderen versorgen zu müssen, das wäre tatsächliche gleichberechtigung.

was glaubt ihr? ich denke, dann wäre fremdgehen nicht so verbreitet.

Die fremdgehende Person hat immer Schuld egal was vorgefallen ist

Fremdgehen ist keine Problemlösung.

Einfach zu einem anderen ins Bett steigen ist unreif, die Drohung auch.

Man hat ja schliesslich die Möglichkeit eine ungesunde Beziehung zu beenden.

In fremde Betten steigt man erst, wenn man frei ist.

Ich würde es eher aus einer anderen Perspektive betrachten, statt die Schuld bei einem (oder beiden) zu suchen.

X gibt Y keinen emotionalen Rückhalt mehr, in Form von Vernachlässigung (wie auch immer sich dies gestaltet.... egal ob "kein Sex", "nicht in den Arm nehmen", "kaum Unternehmungen", "kaum richtige Gespräche", "nicht in die Frezeit bzw. Aktivitäten mit einbeziehen").

Y motzt und droht.... in der Hoffnung das sich der Partner durch die Drohung dermaßen einschüchtern lässt das er sich um 180 Grad dreht.

Da ist der erste Fehler: Drohen (eine Drohung bzw. emotionale Erpressung hat in einer Beziehung nix verloren)

Der zweite Fehler: Zu glauben das sich ein Mensch "einfach mal eben so auf wundersame Weise" um 180 Grad drehen kann und/oder will. Egal ob im privaten oder beruflichen Bereich.

Der dritte Fehler: Zu glauben das ein stetes "drohen/ erpressen" - ohne selbst aktiv zu werden - schon mit der Zeit von sich aus wirken wird. Y könnte stattdessen auch einfach auf das eigene Bedürfnis/ das eigene Gefühl/ die eigenen Grenzen hören und mit der Zeit lernen Abstand zu nehmen.

Die Konsequenz aus diesem sich aufstauenden Wirrwarr: Y geht fremd.

Möglicherweise sah sie das als "Rache" a la "X wird schon sehen was er davon hat"

Möglicherweise sah sie das als Flucht aus ihrer aktuellen Realität. Als Egobooster, um sich wieder begehrt zu fühlen/ als Frau wahrgenommen zu werden.

Letztlich zeigt dies X: auch wer lange Zeit nur redet..... irgendwann folgt die Handlung.

Y erfährt dadurch: Es ist keine "Rache", die Beziehung zwischen Y und X wird dadurch nicht verbessert. Es wäre vielleicht von Vorteil wenn Y beginnt zu realisieren "Was will ich/ erwarte ich eigentlich - ist dies in dieser Beziehung nicht gegeben, wäre es vielleicht sinnvoll zu gehen".

Ich verstehe dieses "Wenn du mich emotional nicht gehen lässt" nicht? Man ist doch selbst für die eigenen Emotionen zuständig. Muss also eigenständig handeln wenn man merkt "mir tut da etwas/ jemand nicht gut"

Interessante Sichtweise, die du da nennst... Mit dem "emotional nicht gehen" meinte ich, dass Person x nach jedem Streit bettelt und fleht, dass Person y bleiben soll und ihr somit der "Schlussstrich" schwerer gemacht wird. Plump gesagt: dass sie Mitleid für den vermeintlich geliebten Menschen bekommt und somit doch bleibt.

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