Schuldenvergleich statt Privatinsolvenz. Wer hat Erfahrung mit der Postbank und kann Tipps geben?

2 Antworten

Ich habe mal jemand kennengelernt, der hatte 5000 E Schulden bei seiner Bank und ist hingegangen und hat er gesagt er ist zahlungsunfaehig und koennte hoechstens 1000 E zahlen. Ok meinte der Mitarbeiter, gemacht. Darauf meinte der Bekannte, das Geld hat er aber nicht parat, ob die Bank auch Ratenzahlung akzeptiert. Da musste der Bankmitarbeiter etwas schlucken und meinte dann an welche Summe dachte er denn so? Na so 20E. Ich weiss nicht mehr genau wies ausging, jedenfalls haben sie sich geeinigt. Im Grunde hat die Bank trotzdem ein gutes Geschäft gemacht, sonst hätte sie die Forderung wahrscheinlich einfach abschreiben müssen.

Das zeigt exemplarisch dass es klug sein kann zu verhandeln. Grundsätzlich wird die Bank aber selten bereit sein auch nur auf einen Teil ihrer Forderung zu verzichten, solange sie sich nicht ausführlich überzeugt hat, dass wirklich nichts zu holen ist, also mindestens eine Pfändung und EV muessen vorher passiert sein.

Die Privatinsolvenz ist noch einmal eine andere Geschichte. Da wird zunaechst eine Einigung mit allen Gläubigern gesucht. Ich waere vorsichtig mir Hilfe von dritter Seite zu besorgen, solange nicht klar ist, dass die Situation damit wirklich gebessert ist.

Bei Hilfe von Dritte muss man ja nicht gleich eine Privatinsolvenz beantragen, aber die können einem auch helfen, dass eine Verhandlung mit allen Gläubigern durchgeführt wird. Denn es bringt nichts, wenn sich nur um die Postbank gekümmert wird. Denn damit sind die anderen Probleme und Schulden nach wie vor da. Und sie können halt Mahnbescheide jederzeit beantragen und wenn dann ein Job vorhanden ist, jederzeit eine Lohnpfändung beantragen. So wie ich das verstanden habe, kommen zu den 50.000,00 ja noch 20.000,00 dazu, richtig? Wenn man jetzt nur einen herauspickt um mit dem eine Verhandlung durchführen, was passiert dann mit dem Rest? Sinnvoll ist es nur, wenn mit allen eine Verhandlung durchgeführt wird, denn ansonsten pfändet irgendwann wer. Titel haben eine Gültigkeit von 30 Jahren.

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@Nikita1975

der punkt ist, dass es zeitlich alles sehr knapp ist. argumentativ spricht alles für eine zahlungsunfähigkeit. die frage ist wer hat erfahrung mir der Postbank. ich persönlich würde bei der sachlage jeden EUR nehmen den ich bekomme und den rest abschreiben aber was macht die postbank und wie lange läuft die procedure. kann man auch vor einem pfändungsversuch einen vergleich erwirtschaften? hier geht es um ein chancen risikoabwägung ob man etwas gewinnen kann.

alternative 1: man sicht sich einen job ab 2500eur netto und rackert die nächsten 7 jahre die schulden ab

alternative 2: man sicht sich einen halbtags oder stressfreien job für 1300eur netto und ist nach einer privatinsolvenz auch schuldenfrei

alternaive 3: wie 1 nur man entwickelt sich beruflich so weiter, dass man in absehbarer zeit deutlich mehr verdient und alles wird gepfändet wenn man privatinsolvenz macht

schlecht wäre es, wenn man 1 Jhr für die abwicklung braucht und dann trotzdem ohne vergleich insolvent geht und dann weder job noch persprktive hat, deshalb die frage ob jemand weiß wie sowas zeitlich/kostenseitig/ pratisch weitergeht. Nikolaiki bringt ja zuversicht, aber 5000eur sind keine 50000eur. sowas geht wahrscheinlich nur bei 500Mrd. ;O)

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Auf einen Schuldenvergleich kann sich ein Gläubiger zwar einlassen - ist aber dazu nicht verpflichtet.

Auch wenn Du ein Privatinsolvenzverfahren beantragen würdest, muss diesem der Versuch einer außergerichtlichen Einigung ("Schuldvergleich") vorausgehen...

"... Was für kosten entstehen jetzt durch den Widerruf der Einzugsermächtigung falls sich doch noch ein Job findet?..."

Es könnte verschieden Kosten auf dich zukommen....: Mahnkosten, Vollstreckungskosten, Kosten für eine Vermögensauskunft (früher: Eidestattliche Versicherung), Konto- bzw. Lohnpfändung .... und weitere Zinsen...

Können Unterhaltsschulden bei Privatinsolvenz "verfallen"?

Hallo Leute!

Ich habe mal eine Frage bzgl. Unterhaltsschulden! Mein Vater hat bei mir bzw. bei meiner Mutter eine hohe Summe Unterhaltsschulden! Nun hat er ein schwieriges Scheidungsverfahren hinter sich, von welchem er auch die Kosten trägt. Nun eine Frage: welche Kosten gehen vor? Welche muss er zuerst zahlen? Die Unterhaltsschulden oder die des Scheidungsverfahrens? Und was passiert, wenn er eine Privatinsolvenz anmeldet? "Verfallen" dann auch die Unterhaltsschulden? Oder gibt es einen Weg, dass ich wenigstens einen Teil meines Geldes bekomme, ich habe nämlich mal gehört, dass es einen Weg gibt, dass die Unterhaltsschulden nicht einfach verfallen sondern auch nach der Insolvenz noch fortbestehen. Ich bedanke mich vorab für eure Antworten. Denn es ist doch sehr wichtig für mich dies zu klären, da es auch sehr eilig ist.

Liebe Grüße Liza

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