Schulden, was soll ich tun (Wichtig)?

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11 Antworten

Hi, ich kann den Beitrag von "archibaldesel" nur 100 x unterstreichen!!! Ich arbeite beruflich mit vielen Menschen, die u.a. auch dein Problem haben. - Wer Geld in dieser Situation nimmt ist ein kommerzieller Abzocker!!! - Nicht weiter hingehen!!! Das mit dem Versuch zur "Außergerichtlichen Schuldenbereinigung", der ja nur das ist was einem Antrag zur Privatinsolvenz sowieso vorausgehen muß, ist nix anderes als ein paar Briefe schreiben (wenn überhaupt) mit dem Ergebnis: Gläubiger "X" stimmt einem Tilgungsplan (30%, 50% ....) zu, Gläubiger "Y" stimmt nicht zu und dann stehst du da wo du vorher schon warst. Aber mit deutlich weniger Geld in einer ohnehin schon bescheidenen Situation. Laß dich von der Nettigkeit nicht blenden!!! Also: 1. Sofort P-Konto einrichten (1071,- Euro Pfändungsfreibetrag für 1 Person). 2. staatlich anerkannte Fachstelle zur Schuldnerberatung aufsuchen (AWO, Diakonie, Caritas, Kommune etc.,- je nach ortsüblicher Struktur). Die sind zwar auch nicht immer das "Gelbe vom Ei" (rechne mit gelangweilter unfreundlicher Routinearbeit). Die begleiten dich aber trotzdem kompetent und ggf. auch bis in das Insolvenzverfahren. Zudem können sie dich auch zu zusätzlichen Möglichkeiten zum Pfändungsfreibetrag betragen (Freibetrag für Kinder(Ausstellung einer Bescheinigung für dein Geldinstitut), Beratung zur Anerkennung von erhöhtem Mehrbedarf oder sogenannter "Überschießender Beträge" die du zusätzlich geltend machen kannst bei Lohnpfändung u.s.w., u.s.w.). Wenn du ein P-Konto hast und nicht mehr als den Pfändungsfreibetrag an Einkommen stelle sofort alle Tilgungszahlungen ein. Du mußt nichts zahlen. Bei 20.000 Euro wird es wohl so sein, daß Ratenzahlungen nur in ein "Schwarzes Loch" fallen und nicht einmal reichen, um die Verzinsung "einzuholen" - also überhaupt keinen Tilgungseffekt erzielen. - Warte bis du die eidesstattliche Versicherung abgeben mußt (mach das - die Welt geht nicht unter) und gehe zusammen mit der o.g. Beratung in die Privatinsolvenz. Dann bist du nach 6 Jahren durch und finanziell wieder unbelastet. Nach weiteren 3 Jahren müssen auch die Eintragungen bei der Schufa oder Creditreform oder was sonst noch an "Verschuldungsdateien" unterwegs ist gelöscht werden.

Viel Glück


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Kommentar von BienchenFalle
18.03.2016, 16:21

Vielen Dank für die lange, ausfürhliche Antwort. Also ist es deiner Meinung nach nicht sinvoll, da weiter hinzu gehen. 

Ich habe am 11 nächsten Monat einen Termin bei der Schuldnerberatung der Diakonie. Was soll ich bis dahin machen, ich habe einen gelben Brief bereits bekommen. Wie kann ich denen Schildern, dass ich derzeit nicht zahlen kann und sich evtl. die Schuldnerberatung bei denen meldet ? 

Grüße
Bienchen

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Kommentar von Grautvornix16
18.03.2016, 16:26

PS: Noch ein Nachtrag. Ein ähnlicher Verein mit Namen "Schuldnerhilfe NRW e. V." hat während der (kostenpflichtigen!!!) Schuldnerberatung (nur Gläubigerkontakt - ein paar Briefe für 600,- Euro!!!) mal eben selbst Insolvenz angemeldet. Die Leute haben danach noch nichtmal ihre Akten vollständig erhalten und der Teil, den sie bekommen haben zeigt, daß sie die paar Schreiben hätten selber machen können - für 4,20 Euro!!!!!!!). - Danach hat sich bei einer Person das Finanzamt (Gläubiger) gemeldet und gebeten, Anzeige zu erstatten um diesen "Vereinen" das Handwerk zu legen. Diese Vereine sind eine Seuche und menschlich gesehen das Allerletzte!!!

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Kommentar von canesten
04.06.2016, 09:52

Hallo,Grautvormix,deine Antwort finde ich gut.Habe auch Ärger:Es ist ein Inkassobrief gekommen.Habe geantwortet,dass mein Mann geschäftsunfähig ist.hast Du noch eine andere Idee?

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Wenn das die Vorstufe für das gerichtliche Verbraucherinsolvenzverfahren sein soll, an dessen Ende die Restschuldbefreiung steht, kann das plausibel sein. Dass die Schuldnerhilfe-Vereine derartige Kosten geltend machen, ist mir zwar neu, aber völlig auszuschließen ist das nicht. Meines Wissens machen die Wohlfahrtsverbände (z.B. Caritas oder Diakonie) und die staatlichen Schuldnerberatungsstellen das allerdings kostenlos. Sie haben allerdings häufig auslastungsbedingt recht lange Wartezeiten.

Ob die Verbraucherinsolvenz in deinem Fall wirtschaftlich sinnvoll ist, kann mit den rudimentären Daten zur wirtschaftlichen Situation natürlich nicht geprüft werden. Da wirst du dich entweder auf die schon durchgeführte Beratung verlassen müssen oder eine andere Beratungsstelle aufsuchen müssen. Rechtsanwälte und Steuerberater dürfen das übrigens auch machen - die nehmen aber definitiv Geld dafür, die Beträge differieren allerdings massiv!

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Kommentar von BienchenFalle
18.03.2016, 15:51

Ob dieses Geld (1100€) nun wirklich der Verein bekommt kann ich derzeit nicht sagen. Für den Verein muss ich einen Halbjährlichen Beitrag von 28,50€ Zahlen.

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Ja, es macht Sinn! Wie du beschreibst, ist der übliche Ablauf, mit Schulden umzugehen und sie abzubauen.

Wenn es realistisch ist, dass du diese Schulden in ein paar Jahren abzahlen kannst, muss auch kein Insolvenzverfahren sein (das auch Geld kostet und langwierigig ist).

Üblicherweise macht man seinen Gläubigern ein Angebot, nur z. B. 30 Prozent oder 50 Prozent der Gesamtschuld zu zahlen und handelt dazu Ratenzahlungen aus, die man auch wirklich einhalten kann.

Der Schuldnerberater sollte Erfahrung haben und abschätzen können, welche Angebote realistisch sein könnten.

Mit etwas Fingerspitzengefühl und Durchblick kannst du es auch selbst tun. Geh aber nicht auf alle Forderungen, Unterlagen nachzuweisen, von Inkasso-Unternehmen ein. Pass auf, dass sie deine Bankverbindung nicht erfahren.

Leg dar, dass du nicht zahlungsfähig bist, wenn du deinen  Gläubigern Angebote machst.

Geh noch heute zur Bank und wandle dein Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto um, sonst wird eines Tages aus irgendeiner Ecke überraschend gepfändet, und du kannst dir nicht einmal ein Brot kaufen.

Ohne P-Konto kann man bis auf Null pfänden.

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Wie hier schon steht: FINGER WEG!

Akute Hilfe und Anleitung, wie du dich gut auf den Termin bei der Diaknoie vorbereitest bekommst du hier: http://forum.f-sb.de/forumdisplay.php?2-Forum-Schuldenprobleme

Da sind genug hauptberufliche Schuldnerberater unterwegs und viele, die sich auskennen bzw. Insolvenzen durch haben.

Stell deinen Fall vor

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Man geht zu einer anerkannten und kostenfreien Schuldnerberatungsstelle ( Caritas , Diakonie o.ä.) Es muss mit langen Wartezeiten gerechnet werden . Ich war damals auch in einer Kanzlei , bekam aber vom örtlichen Amtsgericht Gerichtskostenbeihilfe , weil die Beratungsstellen bei uns im Ort komplett überlastet waren . Frag doch mal bei Gericht nach . Ansonsten erscheint es mir sehr unseriös Geld von jemandem zu verlangen der eh schon keins hat . Der Insolvenz muss ohnehin ein außergerichtlicher Vergleich vorausgehen , der in den meisten Fällen abgelehnt wird . Die Rechnung kommt ohnehin am Schluss , nach Erteilung der Restschuldbefreiung, vom Gericht . Wenn du keine Insolvenz willst und meinst dich mit deinen Gläubigern auch über eine Ratenzahlung einigen zu können , kannst du das auch versuchen ohne noch über 1000€ für eine solche " Beratung " oben drauf zu zahlen . Wenn deine Gläubiger nicht mit sich reden lassen , bleibt eh nur die Inso . 20000€ Schulden sind ne Menge Geld , also lass das ! Wirf dich gleich Montag ans Telefon und klappere die kostenlosen Beratungsstellen in deiner Umgebung ab . Macht mehr Sinn !

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Bitte lasse Dich auf keinen Fall darauf ein. Alleine die Tatsache, dass es eben keine Wartezeiten bei denen gibt, macht sie verdächtig. Es kann schon sein, dass die Insolvenzeröffnung an sich Geld kostet, diese Rechnungen kommen aber vom Amtsgericht.
Ich verstehe, dass der Druck hoch ist und die gelben Briefe schlaflos machen. Aber die Mahnverfahren dauern lange. Bis nächsten Monat passiert Dir nichts. Du könntest auch versuchen, den zuständigen Gerichtsvollzieher zu kontaktieren und die Situation erklären.
Die Awo Fulda hat auch eine Beratung. Da schon versucht?

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Kommentar von BienchenFalle
19.03.2016, 13:50

Ich habe bei der örtlichen Beratungsstelle der Diakoni angerufen. 
Fulda ist nur ein paar Minuten entfernt, evtl. bekomme ich dort einen früheren Termin. Vielen Dank. 

Den bericht habe ich auch gelesen. Ich finde leider, - oder Gott sei Dank- keinen negative Bericht über diesen Verein. 

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Kommentar von DieMoneypenny
19.03.2016, 14:29

Hab auch mal gegoogelt und nichts gefunden. Aber so viel Geld, wenn man eh schon pleite ist...?!
Versuch das mit der Caritas mal. Drücke die Daumen, dass man dich da gut berät.
Ansonsten stellt sich die Frage, ob ein Anwalt mehr kosten würde als der Verein. Da ist man am Ende meist am Besten aufgehoben.

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Auf jeden Fall machen!

Gläubiger haben die üble Angewohnheit, private Tilgungspläne zunichte zu machen, weil immer mindestens einer "NÖ" sagt.

Die SBS verhandelt mit denen eine mögliche Tilgung, vcersucht dabei auch Nachlässe auszuhandeln.

Scheitert dieser Versuch, dann geht es in die Privatinsolvenz.

Und ja, so eine Begleitung und Organisation einer Tilgung ist nun mal nicht umsonst zu haben. Auch eine Privatinso kostet!

ABER man ist dann in absehbarer Zeit seine Schulden los und gerät nicht in einhe endlose Spirale aus Zinsforderungen und ständigen Vollstre3ckungsversuchen (die wieder durch Gebühren die Summen höher treiben)

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Du solltest zur Caritas oder Diakonie Schuldnerberatung gehen. Beide sind sehr kompetent und Kostenlos. Die sind stattlich und brauchen dich sonst würde man ihre Einrichtungen schließen. Und wenn du erstmal keinen schnellen Termin bekommst, schreibst du die Gläubiger an und erklärst denen deine Situation und das die Schuldnerberatung sich bei Ihnen meldet.

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Du solltest zu einer Schuldnerberatung der Stadt oder des Kreises gehen. Ich habe immer ein Problem damit, wenn jemand Leuten, die eh schon kein Geld haben, die letzte Kohle abzockt. Und EUR 1.100 sind nicht wenig. Für mich sieht das Angebot sowieso nach einer Privatinsolvent aus. Dafür gebrauchst du keine Schuldnerberatung....

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Kommentar von marcussummer
18.03.2016, 15:45

Falls das eine Verbraucherinsolvenz werden soll, braucht der Fragesteller aber eine "geeignete Stelle", welche den außergerichtlichen Schuldenbereinigungsversuch unternimmt. Kann gut sein, dass der Verein genau dafür zugelassen ist.

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Soweit ich weis gibt Caritas , kostenlose Beratung . Wie kompetent das ist kann ich nicht beurteilen .

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Kommentar von BienchenFalle
18.03.2016, 15:54

Dankeschön, ich habe bei der Diakonie angefragt, diese haben erst für nächsten Monat einen Termin für mich frei. Ich habe bedenken, dass bis dahin alle Gläubiger mit dem knüppel hinter mir stehen. 

Grüeß
Bienchen

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Kommentar von ingwer16
18.03.2016, 15:58

Ok , versteh ich . Mir kommt s komisch vor das ne Schuldnerberatung , zu der man geht wenn man kein " Land mehr sieht " .... Doch recht kräftige Gebühren verlangt .... Gibt mir zu denken !
Ist bei Caritas vielleicht ein telefonischer , schnellerer , Kontakt / Info möglich ?

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@ marcussumer .... Was ist ein P- Konto ?
Klar könnte ich Googlen....

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Kommentar von ingwer16
18.03.2016, 16:03

Ups - sorry! Sollte n Kommi werden 🙄😔

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Kommentar von ingwer16
18.03.2016, 16:17

Danke 👍🏻

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