Schulden und ev?

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7 Antworten

Teile Deinem Gläubiger sofort schriftlich mit, dass Du leider derzeit zahlungsunfähig bist und am xx.01.2017 bei GV Max Muster, Musterstr. 1, PLZ Musterstadt unter Geschäftsnummer 01234567890 eine Vermögensauskunft abgegeben hast.

Wenn Du sicher gehen willst, verschickst Du diesen Brief als Einschreiben-Einwurf (Porto: 2,85 €) und machst Dir nach Zustellung einen Screen-Shot der Online-Sendungsverfolgung.

Wenn Du Deinem Gläubiger dies jetzt mitteilst, dann müsste er direkt einen Mahnbescheid beantragen - es entstehen also keine außergerichtlichen Kosten durch Beauftragung eines Inkassounternehmens oder eines Rechtsanwaltes.

Wenn dieser Gläubiger einen Mahnbescheid beantragt und Du einen erhälst, ist es dennoch wichtig, dass Du diesen prüfst und gegen unberechtigte Ansprüche mit dem beigefügte Formular Teil-Widerspruch einlegst.

Danach wird es gegen den Teil dem Du nicht widersprochen hast einen Vollstreckungsbescheid gegeben und wenn der Gläubiger dann die Zwangsvollstreckung beauftragt, wird der Gerichtsvollzieher diesem eine Fruchlosmeldung zusammen mit Deiner Vermögensauskunft zukommen lassen.

Natürlich kann es auch passieren, dass dieser Dein Konto oder Deinen Arbeitslohn pfändet, wenn ihm Deine Bankverbindung oder Arbeitgeber bekannt sind. Da hilft dann nur die Umwandlung in ein P-Konto. Vom Lohn wird natürlich nur der pfändbare Teil einbehalten.

Eine neue Vermögensauskunft wirst Du, wenn sich nichts verändern sollte, frühestens in zwei Jahren wieder abgegeben müssen, falls ein Gläubiger dies beantragt.

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Die Vermögensauskunft schützt dich erstmal ca. 2 Jahre vor jeglichem Bezahlen, einfach das Aktenzeichen (beim Gerichtsvollzieher nachfragen wenn du es noch nicht hast) mit der Bitte um Stundung hinschicken.

Mit dem folgenden will ich dir wirklich nicht auf den Keks gehen, aber ich muss das schreiben: Schulden werden immer mehr! Versuche mit dem/n Gläubiger/n eine Ratenzahlung/einen Vergleich zu vereinbaren der deinem Einkommen angemessen ist. Sonst fressen dich die Schulden irgendwann auf, physisch und psychisch.

Viel Glück!

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Die Abgabe der eidestattlichen Versicherung tilgt ja nicht deine Schulden, sondern sagt nur, daß Du sie momentan nicht bezahlen kannst.

Eine Forderung verjährt nach 3 Jahren. Ist die Forderung durch Vollstreckungsbescheid oder Gerichtsurteil festgestellt, verjährt sie erst nach 30 Jahren. Schon alleine um die Verjährung zu verhindern, werden deine Gläubiger also Mahn-/Vollstreckungsbescheide schicken.

Unabhängig von der Abgabe der EV musst Du prüfen, ob die Forderung gerechtfertigt ist oder nicht. Insbesondere bei den Nebenkosten (Inkassokasten usw) wird oft zuviel berechnet. Ist die Forderung unbegrpndet legst Du Widerspruch gegen den Mashnbescheid ein, sind Teile der Forderung unbegründet Teilwiderspruch. Es folgt dann der Vollstreckungsbescheid. Sobald der rechtskräftig ist, kann der Gläubiger Vollstreckungsmaßnahmen einleiten. Der Gläubiger kann dir den Gerichtsvollzieher vorbeischicken, dein Konto oder deinen Arbeitslohn pfänden. Und wenn das alles nichts bringt, verlangt der Gläubiger die Abgabe der EV, Die hast Du ja nun schon abgegeben, die gilt für alle Gläubiger, das musst Du innerhalb der nächsten 2 Jahre (glaube ich) nicht nochmal machen.

Unabhängig davon solltest Du dein Bankkonto in ein P-Konto umwandeln, damit keine Kontopföndungen durchgeführt werden können. Und dann solltest Du dir überlegen ob Du deine Schulden bezahlen kannst, oder Privatinsolvenz einleitest.

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Kommentar von tolikschatz
03.02.2017, 19:02

"Schon alleine um die Verjährung zu verhindern, werden deine Gläubiger also Mahn-/Vollstreckungsbescheide schicken."

Die werden eher gleich titulieren, ist günstiger.

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Teile dem Unternehmen mit, dass du eine EV abgegeben hast. Vermutlich werden die (je nach Höhe der Forderung) trotzdem einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen, da sie nur so dauerhaft Anspruch auf die Forderung haben. Dem Gericht wird aber bekannt sein, dass du die EV abgegeben hast und somit auch keinen Gerichtsvollzieher erneut schicken. Die EV muss in 2-3 Jahresabständen immer wieder neu abgegeben werden und dabei nachgewiesen werden, dass du nicht zahlungsfähig bist.

Wenn du keine Chance siehst, die Forderungen jemals abzuzahlen, empfehle ich dir den Weg zu einer Schuldnerberatung, um den Weg in die Privatinsolvenz zu bestreiten (nicht den Antrag auf Restschuldbefreiung vergessen!) um irgendwann wieder einen "sauberen" finanziellen Status zu haben.

Die EV wird in die Schufa eingetragen, was dir in vielen Fällen Probleme bereiten wird (Handyvertrag, Ratenkauf usw.) Die Privatinsolvenz dauert zwar max. 6 Jahre Wohlverhaltensphase, aber danach hättest du alle Gläubiger erledigt und einen finanziellen Neustart.

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Kommentar von Artus01
03.02.2017, 15:33

Die EV wird in die Schufa eingetragen

Klar, macht aber nichts, denn der VB steht schon längst drin. Somit ist die Schufaauskunft ohnehin im Eimer.

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Kommentar von Bley1914
08.02.2017, 20:50

Nur als hinweis bei der Privatinsolvenz. Straf  oder Bußgelder gehen nicht in die Privatinsolvenz. Krasses Beispiel
Steckt Haus an 300.000.- Schaden, das geht nicht in die Privatinsolvenz.

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Die EV die du Unterschrieben hast, ist die Feststellung zu dem Zeitpunkt,
Normal in Deutschland das nur eine EV innerhalb von 2 Jahren gefordert wird.
Die Schulden gehen damit nicht weg, bezahlt werden müssen sie schon.

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Teile dem neuen Glübiger mit daß Du bereits am ...... eine Vermögensauskunft abgegeben hast.

Wende Dich schnellstes an eine öffentliche Schuldnerberatung (Caritas, Verraucherzentrale, AWO etc.), nicht an irgendwas hier aus dem Internet.

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Wenn du schon eine EV abgegeben hast kannst du keine zweite machen. Es mußten in der ersten auch alle Schulden angegeben werden warheitsgemäß. Die neue Forderung die du bekommen hast häätest du auch angeben müssen, jetzt kann es sein das dein EV nichtig wird da du falsche angaben gemacht hast und die Schulden verschwiegen hast.

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Kommentar von Xipolis
05.02.2017, 16:46

Es handelt sich dabei um eine Offenlegung von Einkommen und etwaigen Vermögenswerten, nicht von Schulden.

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