Schulden in der Ehe teilbar? -Privatinsolvenz und unterhalt?

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4 Antworten

Schulden sind immer nur von der Person zurückzuzahlen, die sie gemacht hat - egal wann die Schulden gemacht wurden und ob die Person dabei verheiratet ist/war oder nicht.

  • Hat der Mann für die Schulden/ Kredite also allein unterschrieben, muss er sie auch ganz allein zurückzahlen. 
  • Hat die Frau mit unterschrieben, muss sie auch mit zurückzahlen - in diesem Fall kann der Kreditgeber die gesamte Schuldensumme auch von nur einem der Beiden zurückfordern, wenn der andere nicht zahlungsfähig ist.

Wurde ein Kredit "ehebedingt" aufgenommen - also z.B. für Haushaltsgeräte, Möbel... - so muss er zwar auch nur von dem zurückgezahlt werden, der dafür unterschrieben hat, aber 

  • bei der Aufteilung des "Zugewinns" am Ende der Ehe kann dies dann berücksichtigt werden, indem dem anderen Ehepartner ein Teil der Schulden dann seinem "Anfangsvermögen" zugerechnet wird.

Schulden haben in der Regel keinen Einfluss auf die Unterhaltszahlungen. Unterhalt hat immer Vorrang vor der Schuldentilgung.

  • Zuerst muss also immer der Unterhalt gezahlt werden.
  • Wenn danach noch ausreichend Geld zur Verfügung steht (oberhalb seines "Pfändungsfreibetrages"), muss der Mann davon dann seine Schulden tilgen.

Wenn der Mann aber allein einen "ehebedingten Kredit" zurückzahlt, so könnte dadurch sein "unterhaltsrelevantes Einkommen" (nach dem die Höhe des Unterhaltes festgelegt wird) herabgesetzt werden.......

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Ob sich die Ehefrau an den Schulden beteiligen muss, hängt davon ab, ob es GEMEINSAME Schulden sind oder nicht. Grundsätzlich sind nur solche Schulden gemeinsam, für die beide Eheleute gemeinsam unterschrieben haben. Ein Kredit, ein Vertrag usw,., für den nur er alleine unterschrieben hat, sind nur seine Schulden, mit denen die Frau nichts zu tun hat. Ausnahme: Auch dann, wenn ein Ehegatte die Schulden allein eingegangen ist, kann er ausnahmsweise vom anderen Ehegatten die Hälfte der Schulden ersetzt verlangen, wenn mit den Schulden GEMEINSAME AUSGABEN gezahlt wurden, z.B. ein gemeinsamer Urlaub. Das trifft natürlich für Geschäftsschulden nicht zu, denn es war ja kein gemeinsames Geschäft, sondern nur sein Geschäft.

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Der Unterhalt für das Kind ist davon unberührt, aber die Ex-Frau muss die Hälfte der in der Ehe gemachten Schulden übernehmen und ihrerseits abstottern..

Eigentlich werden solche Dinge im Scheidungsverfahren geregelt. Er sollte sich unbedingt anwaltlich beraten lassen!


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es zahlt der die schulden der sie gemacht hat.

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