Schuld am Selbstmord (Rechtskunde)?

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12 Antworten

Rechtlich  trifft in da keinerlei Schuld.

Eine Selbsttötung ist kein Mord! Eine Selbsttötung ist nicht strafbar - deshalb kann ein Mitwisser auch nicht juristisch belangt werden. Der Mitwisser trägt keine Verantwortung für das Handeln von Person A.

Man könnte ihm lediglich einen moralischen Vorwurf machen, die Drohung nicht ernst genommen zu haben, aber keinen juristischen.

Es ist noch nicht einmal unterlassene Hilfeleistung. Da zu dem Zeitpunkt des letzten Kontakts keine akute Verletzung oder akute Lebensgefahr erkennbar war. Unterlasse Hilfeleistung wäre jemanden mit aufgeschnittenen Pulsadern oder vergiftet noch lebend zu finden und keinen Notarzt zu holen.

PS. Akute Suizidgefahr ist manchmal sogar für einen Arzt schwer abschätzbar. Wie soll das ein unbedarfter Laie, anhand eines Whatsapp Textes erkennen können.

Suizid ist nicht strafbar, somit kann B in keiner Weise verantwortlich gemacht werden.

Anders wäre es, wenn B aktiv auf A einwirkt und sie, vielleicht auch als instabile Persönlichkeit, zu einem Suizid veranlasst, B also den Tatentschluss sowie Tatausführung kontrolliert, er die Tatherrschaft hat.

Es gibt einen ziemlich guten Thriller zu der Thematik "dein Wille geschehe" von Michael Robotham. Dort manipuliert der Täter die Opfer bis hin zur Selbsttötung. 

Nein, B wollte das ja nicht. Was B aber hätte machen sollen, ist die Polizei und Rettung verständigen, als A mit selbstmord droht. 

Wenn jemand mit einer anderen Person keine Beziehung führen möchte muss diese es akzeptieren, man kann das nicht erzwingen. 

Person A leidet offenbar an einer Borderline Persönlichkeitsstörung. Person B ist nicht strafbar.

Kein Konsequenzen für B. Da Selbsttötung nicht strafbar ist, gibt es auch keine Kosequenzen für B.

Man kann nur vorwerfen, dass nicht die Polizei  oder ein Notfallpsychiater gerufen wurde. Das ist unterlassene Hilfeleistung. Alles andere hat nichts mit Schuld zu tun. Da müsste man schon jemanden absichtlich und perfide triggern. Also mit klarem Plan mit Mordabsicht.

BahnKontro 30.04.2016, 11:25

Person B wusste ja nicht was sie machen sollte. Ich meine woher soll Person B wissen ob das jetzt nur so daher gesagt ist weil Person B keine Beziehung mit Person A will oder ob das ernst ist...

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Goodnight 30.04.2016, 11:37
@BahnKontro

Person B versucht A abzuhalten.. Hat es also sehr wohl gewusst!

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Bitterkraut 30.04.2016, 11:39
@Goodnight

Das spielt so oder so keine Rolle. Es leigt keine Strafbarkeit vor. Für niemanden.

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Goodnight 30.04.2016, 11:44
@Bitterkraut

Unterlassene Hilfeleistung ist strafbar, die Ermittlungen können wegen geringfügiger Schuld eingestellt werden.

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furbo 01.05.2016, 13:42

Das ist unterlassene Hilfeleistung.

Nein. Einen Menschen, der freien Willens seinem Leben ein Ende bereiten will, muss man nicht davon abhalten. Der TB der unterlassenen Hilfeleistung wird dadurch nicht berührt.

Sollte der Suizid aber nicht erfolgreich verlaufen und das Opfer liegt schwerverletzt auf der Straße, ist das ein Unglücksfall i. S. des § 323c StGB und es gibt eine Hilfsverpflichtung. 

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Keine Konsequenzen.

Was mir Sorgen macht, ist, dass euer Rechtskunde-Lehrer das nicht gewusst hat.

Selbstmord ist keine Straftat, also gibt es auch keine Anstiftung zum Selbstmord.

Nein. Was für ein Blödsinn. B besitzt keinerlei Verantwortung für den Sebstmord von A, schon gar keine rechtliche!

Ich kenne mich mit der Rechtslage nicht aus aber vom rein logischen denken her würde ich sagen nein, Person b kann nichts dafür und auch nicht verfolgt werden. Ausser wenn Person b wusste das Person a krank sei.

Ok, danke schonmal für eure echt irre schnellen Antworten! Respekt Leute. Beste Seite.

Weitere Antworten und vor allem Meinungen sind natürlich gerne gewünscht! 

Keine natürlich.

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