Schuhverkauf, steht das Recht auf meiner Seite?

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3 Antworten

Jein!

Zunächst mal hast du im Prinzip nichts falsch gemacht und die Käuferin müsste die Schuhe auch abnehmen. So einfach vom Vertrag zurückzutreten, geht natürlich nicht. Auch deine Forderung, die durch die Nicht-Abholung zusätzlich entstehenden Versandkosten zu übernehmen, ist im Prinzip berechtigt. 

Allerdings hast du ein Problem. Die jetzige Situation, dass du sowohl die Schuhe, als auch das Geld in Händen hältst, ist natürlich nicht tragbar. Daher musst du ihr in jedem Fall entweder die Schuhe zukommen lassen. 

Daher stellt sich die Frage ob du wirklich auf Überweisung der Versandkosten bestehen willst. Evtl. wäre es zu überlegen, ihr tatsächlich das Geld abzüglich der dir entstandenen Transportkosten zurück zu erstatten und die Schuhe anderweitig zu verkaufen. Dann hättest du mit dieser Käuferin keinen Ärger mehr. 

vierfarbeimer 06.12.2015, 18:23

Schmarrn. Die Käuferin muss die erneuten Versandkosten vorab überweisen. Die Verkäuferin hat überhaupt kein Problem. Es ist Sache des Käufers für die Versandkosten vorab gerade zu stehen.

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Interesierter 06.12.2015, 19:06
@vierfarbeimer

Kein Schmarrn, sondern Realität.

Die Käuferin hat einen Herausgabeanspruch gegenüber der Verkäuferin. Diesen wirst du wohl kaum bestreiten können.

Nun stellt sich nur noch die Frage, ob die Fragestellerin ein Zurückbehaltungsrecht zur Durchsetzung ihrer Forderung auf Übernahme der Versandkosten hat. Dies würde ich in diesem Fall verneinen.

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franneck1989 07.12.2015, 08:25
@Interesierter

Kein Schmarrn, sondern Realität.

Da liegst du leider falsch. Die Käuferin befindet sich schlichtweg in Annahmeverzug

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Interesierter 07.12.2015, 12:23
@franneck1989

Mit dieser Ansicht wäre ich vorsichtig. Aus der fehlgeschlagenen Auslieferung auf einen Annahmeverzug zu schliessen, ist gewagt.

Fakt ist aber, dass die Verkäuferin die Ware nicht als Faustpfand zur Durchsetzung von über die vereinbarte Vergütung hinaus gehenden Forderungen verwenden kann.

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Ich gehe davon aus, dass ihr kein Rückgaberecht vereinbart habt. In dem Fall kannst du selbstverständlich auf die Erfüllung des Kaufvertrages bestehen. Sollte sich zudem herausstellen, dass die nicht erfolgte Zustellung durch die Käuferin zu verantworten ist (beispielsweise unterlassene Abholung bei DHL trotz erfolgter Benachrichtigung), muss sie natürlich auch die Versandkosten für den zweiten Versuch übernehmen.

vierfarbeimer 07.12.2015, 09:00

Jup! So isses.

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Interesierter 07.12.2015, 12:39
@vierfarbeimer

So einfach isses eben dann doch nicht.

Die Hauptpflicht der Käuferin war die Zahlung. Diese hat sie unstrittigerweise geleistet. Warum die Übergabe nicht statt fand, darüber können wir nur spekulieren. Wir wissen aber Eines genau: Eine Übergabe der Ware fand nicht statt. Die Ware liegt weiterhin bei der Verkäuferin. Diese verweigert jedoch die Herausgabe und will mit dieser Weigerung von der Käuferin die abermalige Vorab-Zahlung der Versandkosten erzwingen. 

Selbst wenn der Verkäuferin ein Erstattungsanspruch zusteht, ist dieser auf keinen Fall vor Versand des Paketes fällig und berechtigt sie gem. § 273 BGB auch nicht zur Zurückbehaltung der Ware.

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Ja, du hast Recht. Ihr habt einen Kaufvertrag geschlossen, da kann die Käuferin nicht einfach ihr Geld zurückverlangen.

Sie hat auch keinen Grund zum Meckern. Schließlich hatte sie eine Woche Gelegenheit, das Paket abzuholen und du hast ihr sogar noch angeboten, ihr die Schuhe ein zweites Mal zu schicken.

vierfarbeimer 06.12.2015, 18:20

Stimme voll und ganz zu.

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Interesierter 06.12.2015, 22:58
@vierfarbeimer

Ich nicht! 

Die Situation sieht doch momentan so aus, dass die Verkäuferin sowohl die Ware, als auch das Geld hat. Folglich hat die Käuferin einen Anspruch auf Herausgabe der Ware. 

Natürlich kann die Verkäuferin die Erstattung der erneuten Versandkosten verlangen. Sie hat jedoch kein Zurückbehaltungsrecht. Sie darf also die Ware nicht als Faustpfand für die Erstattung der Versandkosten verwenden. 

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vierfarbeimer 07.12.2015, 08:58
@Interesierter

Die Begriff Zurückbehaltungsrecht und Faustpfand hier ins Spiel zu bringen ist völlig unzulässig. Die Verkäuferin hat niemals die Absicht erkennen lassen, dass sie die Ware zurück behalten will.

Die Käuferin muss schlicht nur aus den Socken kommen und die Versankosten überweisen. Sie darf froh sein, wenn sich diese Versandkosten wegen Mehraufwendungen für sie nicht erhöhen. Wenn sie die Sache so lange aussitzen will bis irgendwann doch noch die Heinzelmännchen kommen und ihr die Schuhe bringen, ist das ihr Problem. Die VerKäuferin muss gegenwärtig gar nichts tun.

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Interesierter 07.12.2015, 12:29
@vierfarbeimer

Die Verkäuferin hat niemals die Absicht erkennen lassen, dass sie die Ware zurück behalten will.

Warum verschickt sie die Ware dann nicht einfach vereinbarungsgemäß? Sie tut es deswegen nicht, weil sie vor dem Versand die Kostenerstattung auf dem Konto haben will. Sie übt damit ein Zurückbehaltungsrecht zur Durchsetzung ihrer Forderung auf erneute Zahlung der Versandkosten aus. Was daran unzulässig sein soll, könntest du mir vielleicht mal bei Gelegenheit erklären.

Sobald die Käuferin die Lieferung anmahnt, ist die Verkäuferin im Verzug.

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AalFred2 07.12.2015, 12:35
@Interesierter

Ich kann deine Argumentation nicht nachvollziehen. Der Kaufvertrag dürfte als Gegenleistung für die Ware den Kaufpreis + die Versandkosten beinhalten. Die Versandkosten haben sich nun durch das Verschulden der Käuferin verdoppelt. Sie hat somit die Gegenleistung noch gar nicht vollständig erbracht. Damit hat sie auch kein Anrecht auf den Versand der Ware.

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