Schützt die Basisrente wirklich von einer Privatinsolvenz?

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4 Antworten

Hallo bluewave1810,

richtig, in der Ansparphase ist das gesamte Kapital insolvenzgeschützt (im Rahmen des § 851 c Abs. 2 ZPO). Wie es sich mit den Beiträgen verhält, welche über den gesetzlichen Wert hinausgegen, ist von der Rechtsprechung noch nicht geklärt worden. Da man eine solche Basisrente jedoch nicht kündigen kann, könnte man damit argumentieren, dass der Insolvenzverwalter dieses Vermögen nicht für die Insolvenzmasse verwenden kann.

In der Leistungsphase (das ist der Zeitpunkt ab dem du die Rente bekommst) gelten dann die allgemeinen Reglungen für den Pfändungsschutz. Hier fällt der pfändbare Teil der Rente in die Insolvenzmasse.

Es gibt hier doch einige Dinge zu beachten, die gesetzliche Grundlage hierzu ist die Zivilprozessordnung (ZPO) und Insolvenzordnung (InsO). Dein Makler hat mit der Aussage, dass die Basisrente besonderen Bestimmungen in Bezug auf Insolvenz unterliegt, recht.

Ich hoffe diese Information hilft dir weiter.

Viele Grüße

Christina vom Allianz Hilft Team

Im Prinzip ist das schon richtig, dass die Leistungen aus einer Basisversicherung zur Altersversorgung dienen. Aber gib dann vorsichtshalber einen Verwertungsausschluß ab. Dann hat der Insolvenzverwalter keine Zugriffsmöglichkeit. Kann sein, dass das doppelt gemoppelt ist - daher rate ich, dass du das mit deinem Makler durchsprichst. Kann sein, dass es wirklich nicht notwendig ist.

Hallo bluewave1810, soviel kannst Du gar nicht sparen damit Du im Alter so leben kannst wie heute. Bedenke: Gib Dein Geld niemals Dritten. Zinsen gibt es eh keine und falls doch greift ab einer bestimmten Höhe das Finanzamt wieder zu...Spare für dich ganz allein und erzähle es niemanden...Du sparst doch nicht für Vertreterprovisionen, Bankerboni oder Verwaltungs-bzw. Bearbeitungskosten und wie das immer heißen mag. Den 50€ Schein den Du für DICH weg legst liegt nächste Woche auch noch da. Leider ist das Netz und auch diese Plattform voll von Bürgern die sich von Versicherungsvertretern, Anlageberatern, Banken usw...über den Tisch gezogen fühlen. Ausser völliger Unkenntnis kommt in so einem Beratungsgespräch auch noch die psychologische Variante hinzu. Der Kunde geht hin um sein Gewissen zu beruhigen, da er ja "was fürs Alter machen" will. Sein Gegenüber hat oftmals das absolute Geheimrezept (und seine Provision vor Augen) und so wird man sich schnell handelseinig. Zwei Jahre später weiß der Kunde gar nicht mehr was er abgeschlossen hat. So muss es nicht ablaufen aber leider scheint das oft genug vorzukommen. Spare Dein Geld und denke an Immobilienkauf zur Selbstnutzung. Das bleibt dir dann. Spare erst einmal bis ein gewisser Grundstock zusammen ist. Im Alter mietfrei wohnen ist mehr als sinnvoll. Glaube mir, Dein Berater hat für sich schon dafür gesorgt... Es ist so das derzeit ein Riester ( Rürup Vertrag später u.U. gepfändet werden kann. Ob voll oder teilweise hängt vom Einzelfall ab. Bei evtl. Inanspruchnahme von Grundsicherung kann eine Anrechnung vorgenommen werden. Das bedeutet das Du für den Staat und nicht für dich sparst. Wie zielführend das ist musst Du selbst entscheiden. Ich riestere jedenfalls nicht. Es ist nicht ausgeschlossen das sich diese Rechtslage mal ändern wird aber dann findet unsere Bundesregierung andere Möglichkeiten an unser Geld zu kommen. Gesetze werden selten zum Wohl des Bürgers gemacht. Bereits jetzt sind 40% der künftigen Rentner von Altersarmut betroffen. Diese Zahl nimmt stetig zu.

....Liebe Grüße, Peter

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