Schützenverein beitreten - Kosten, Verpflichtungen und empfehlenswerte Vereine (NRW, Ruhrgebiet)?

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3 Antworten

Für die Region kann ich keinen Verein direkt empfehlen (kenne keinen). Dass es die Rentnerfraktion gibt, die im Schützenhaus den geselligen Teil übernimmt ist normal, davon lebt ein Verein ehrlich gesagt auch - zahlen Beitrag und verursachen keinen Aufwand. Im Zweifel organisiert die altgediente Truppe die meisten Vereinsangelegenheiten. Ein Verein, der allerdings nur aus diesen Mitgliedern besteht wird Dir eher keinen Spaß machen.

Generell ist es aus eigener Erfahrung ein positives Signal, wenn im Verein viele auch wettbewerbsorientiert schießen, es vielleicht auch Mannschaften gibt, die an Ligawettbewerben teilnehmen. Das musst Du natürlich nicht selbst machen, das sind aber die Schützen, die dem Sport wegen dort sind und Ahnung haben, also auch was zeigen können. Die haben meist auch weniger Problem, wenn man mehr zum Schießen und nicht zur Geselligkeit hingeht.

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Kommentar von sakyra91
13.01.2016, 18:52

Danke für die Infos.

Ein Verein mit solch wettbewerbsorientierten Mitgliedern wäre für mich wirklich am interessantesten.

Gibt es denn Vereine die du generell empfehlen könntest? Etwas im näheren Umkreis (bis 50km) lässt sich mit dem Auto ja auch noch erreichen.

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- Die jährlichen Gebühren einer Mitgliedschaft in einem
Schießsportverein hängen meist  von der Größe des Vereins und  dem was
geboten wird ab......: zwischen 35€ pro Jahr für einen
Dorf-Luftgewehrverein und 350...400€ ( oder mehr ) für einen
Großkaliberverein mit teurer Anlage in der Hauptstadt ist so gut wie
alles drin.

Die wenigsten Vereine rufen aber mehr als irgendwas um
die 70.... 100€ pro Jahr auf, für Studenten, Azubis, Rentner oder
andere Menschen mit eher geringem Einkommen gibts aber oftmals auch noch
Ermäßigung.

- Es gibt durchaus unterschiedliche Arten von
Vereinen, wobei das Standartklischee des Schützenvereins vom Typ....: "
rote Nase - grüne Jacke " tatsächlich auf eine nicht kleine Anzahl von
Vereinen zutrifft, in denen sich wenig um´s sportliche schießen, dafür
aber umso mehr um diverse Feierlichkeiten, Schützenfeste und sonstige
gesellige Anlässe dreht.

Zur Erklärung......: In Deutschland sind die Schießsportvereine in mehreren unterschiedlich großen Verbänden organisiert.

Der
mit Abstand größte Verband ( 1,37 Mio. Mitglieder, 15000 Vereine ) ist
der DSB. Die erwähnten Klischeevereine gehören übrigens zu fast 100%
diesem Verband an.

Dem DSB wird gern nachgesagt, daß die
Strukturen altbacken sind, daß die Disziplinen eher langweilig sind und
das ziemlich spießig und verbissen an Traditionen und olympischem
Gedanken festgehalten wird.

Nun, so ganz von der Hand zu weisen ist das nicht.....

Der
zweitgrößte Verband ( 50000 Mitglieder, 2000 Vereine ) ist der BDS....:
der hat sich vor etlichen Jahren gegründet weil viele Schützen was
moderneres und nicht so verknöchertes wie im DSB haben wollten.

Der
BDS ist bei weitem nicht so Luftgewehr-, Kleinkaliber-und
Traditionslastig wie der DSB, dafür aber eben erheblich kleiner und
entsprechend sind Vereine in der Nähe natürlich auch schwieriger zu
finden.

BDMP ( 27000 Mitglieder ) und VdRdBW sowie DSU ect. sind
weitere kleinere Verbände, die natürlich noch weniger angeschlossene
Vereine haben.

Zusammenfassend kann man sagen, daß der DSB in
Deutschland die meisten Vereine mit größerer eigener Schießanlage hat,
die interessanten Disziplinen werden aber z.T. in den " moderneren "
Verbänden angeboten.

Die elegante Lösung dieses Problems sind dann
zum Glück immer mehr DSB-Vereine, die zwar zum einen ihre " Traditionen
" pflegen, daneben aber eben eine große Schießanlage und dazu eine
BDS-oder BDMP-Untergruppe haben.

In den größeren DSB-Vereinen
findet man das inzwischen sehr oft....: sprich die Anzahl solcher "
modernen " DSB-Vereine dürfte in etwa so groß sein wie die Gesamtzahl
der Vereine der kleineren Verbände.

- Man muß nicht
zwangsläufig an Veranstaltungen, Wettkämpfen oder " Schützenfesten "
teilnehmen, wobei die Geschichte mit dem " Schützenfest " sowieso
vorwiegend in den kleinen Traditionsvereinen stattfindet.

Es gehört aber eigentlich dazu, sich sportlich mit anderen zu messen.....

Allein
für sich Löcher in die Pappe zu machen ist nach relativ kurzer Zeit
langweilig......, der Wunsch dann vielleicht doch mal das ein oder
andere Spaßturnier mitzumachen kommt dann eigentlich immer ziemlich
schnell.

- Anfang-Mitte 20 ist kein unübliches Alter
fürs Sportschießen, manche Disziplinen haben aber allein schon wegen der
Kosten einen höheren Altersdurchschnitt.

Großkaliber geht
eigentlich intensiv / öfter erst, wenn man es sich leisten kann, sprich
50 bis 100€ im Monat für Munition übrig hat.

- In meinem ehemaligen Verein konnte man täglich von 10 bis 20 Uhr trainieren, sowas ist aber extrem selten.

Normal
ist, daß es pro Woche einen oder mehrere Termine für die
unterschiedlichen Disziplinen gibt....: in meinem derzeitigen
Stammverein wird z.B. Großkaliber-Kurzwaffe Dienstags, Donnerstags und
Samstags für jehweils zwei Stunden geschossen.

Als normale
Trainingseinheit gilt da normalerweise ein Durchgang nach
Wettkampfbedingungen, man kann aber natürlich auch nach seinen
speziellen Bedürfnissen trainieren.

Jeh nachdem wie viele Vereinswaffen der Verein hat muß man sich eventuell mit anderen Schützen ohne eigene Waffe abstimmen.

Munition wird dann normalerweise zum ermäßigten Preis direkt auf dem Stand abgegeben.

-
Ein Sonderfall ist die Schwarzpulverei....... , da muß man sich ohne
eigene Sprengstofferlaubnis an einen Schützen dranhängen der sowas
schießt.

Das schwarzpulvern ist beim Schießsport übrigens eine Facette mit hohem Suchtpotential.....

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Google nach SLG Bochum-Ost. Ungestört alleine auf dem Schießstand und ohne Vereinskollegen und leben - kannst du vergessen. Das schmink dir mal direkt ab.

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Kommentar von grubenschmalz
13.01.2016, 17:29

Ergänzung: deine Freundin wird vermutlich erst mal keine WBK bekommen, da die Erlaubnis versagt werden _kann_, wenn jemand kein Deutscher ist oder sich weniger als 3 Jahre in Deutschland aufhält.

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Kommentar von kheido
13.01.2016, 18:15


Google nach SLG Bochum-Ost.

Na ich weiß nicht........: Ein Verein mit politischem Gesinnungcheck und Psycho-Untersuchung der nur deutsche Staatsbürger aufnimmt, warscheinlich nicht einmal eine eigene Anlage hat und dazu noch einem eher kleinen Verband angehört  in dessen Vorstand es ständig Beissereien um die Position des Alphamännchens gibt....?

Ob ausgerechnet sowas das richtige für Neulinge im Schießsport ist.....?


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Kommentar von Ninombre
13.01.2016, 18:39

Die schießen, wenn ich es richtig verstehe, nur Großkaliber. Wäre die Frage an die Fragesteller, ob das so angestrebt wird. Macht Spaß, ist aber teuer, gerade zum Lernen.

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