Schüttdämmung zwischen Dachsparren

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Hallo Vincent,

mit dem PU-Schaum-Schmarrn würde ich nicht anfangen. Es ist auch zu überlegen ob du die Mineralwolle wirklich rausnehmen willst (jede Menge Staub einatmen, Entsorgungskosten - und wenn die Wolle nicht feucht geworden ist dämmt sie ja trotzdem noch). Die Idee mit der Schüttisolierung (oder evtl. einer Einblasdämmung) ist sehr gut. Technisch muss hier aber nicht mit PU-Schaum abgedichtet werden, sondern eine Rieselschutzbahn eingebracht werden. Bitte bei dieser Bahn unbedingt darauf achten, dass die Holzbalken weiterhin Luft zum atmen haben - also eine für diesen Zweck geeignete, diffussionsoffene Bahn verwenden. Das ganze sauber in den Zwischenraum legen, unten an der Holzdecke mit Holzleisten fixiren, am Holz entlang hochführen, drüber, im nächsten Feld wieder runter, wieder Holzleiste usw.

Wenn das alles sauber gemacht ist kannst du die Wärmedämmschüttung (z.B. Perlite Isoself) einbringen. Obendrüber muss zwar nicht zwingend eine Abdeckung gemacht werden - aber Holzfaser-Abdeckplatten und darauf eine Spanplatte machen das ganz sauber und bringen am Dachboden dann doch noch einen gewissen Nutzeffekt.

Bei der gesamten Maßnahme bitte die Dachbodentreppe nicht vergessen! Unbedingt erneuern - oder mit einer sogenannten Wärmeschutzhaube ergänzen damit dir die warme Luft nicht durch diesen Kamin abhaut.

Hallo,

mich würde mal interessieren was der Energieberater nun sagt und welche Lösung du tatsächlich umsetzen wirst.

Danke schon mal für deine Antwort und Danke für die hilfreichste Antwort!

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@bdplank

Nach allem Abwägen wurde es dann der Klassiker: Zimmerdecke runter, alte Dämmung raus, Mineralwolle rein, Dampfsperre, Zimmerdecke wieder rauf. Ich habe inzwischen zwei Zimmer gemacht, der Rest folgt. Pro Zimmer brauchte ich etwa 2,5 Tage. Die ausstehenden Zimmer werden aber wesentlich schneller gehen, da kleiner und weniger verwinkelt. Kosten pro Zimmer ca. 300,- €, die Materialien kosten ein Vermögen (Eine Rolle Dampfsperre über 150,- €).

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Hallole zusammen

Ich hatte Schüttdämmung in zwischenbodenbereich unterm Dach und würde das nie wieder machen den wenn man nochmal darnn muß dann hast du das problem das der ganze Brösel runtergkommt. Und wenn beidseitig im Folienmaterial( Duplexfolie ) eingeschlossen nur dann macht das auch Sinn und erfolg.. ich hab die Zwischensparrendämmung aufgedickt mit 25 Cm Steinwolle..Die vorhandenen ( 12 cm ) wurden wiederverwendet und die fehlende menge zusätzlich aufgefüllt.. Duplexfolie zum Wohnraum und nach oben so das die feuchtigkeit wegkann und dein Problem ist Geschichte.. PU Schaum ist nicht dauerhaft gut es sei den diese ist so abgedichtet das keine Wespen ran können .. mir haben diese Tierchen bestimmt einen halben qm die vom Vorbesitzer des Hauses verarbeitet wurden weggefressen und zum Nestbau verwendet.. eine rücksprache mit einem Energieberater halte ich für einen sehr gute Idee allerdings sollte dieser auch vom Fach ( Bau ) sein und keiner der das im 8 Wochen kurs als ARGE Aktion gelernt hat.. Joachim

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Einige Häuser ( in Fam. ) saniert ,daraus lernt man

Egal was du machst, du hast nicht mehr Platz zur Verfügung als jetzt. Kannst du denn keine Aufsparrendämmung machen? Klar, dann muss die Eindeckung herunter.

Grundsätzlich stimme ich dem Beitrag von "Seehausen" zu (es gibt aber noch andere geeignete Schüttdämmungen als von ihm erwähnt). Dachboden hatte ich so auch mal gemacht, kein Problem. Beim Dach sieht’s aber schon anders aus, da könnte die Schüttisolierung ein Problem werden (Druck auf die Ziegel, durchrieseln, richtiges anbringen der Dampfsperre zwischen Wärmedämmung und der sie tragenden Schicht, Unterlüftung der Dachziegeln, damit das Holz nicht vermodert usw). Wurde auch alles von "bdplank" erwähnt, obwohl ich seine Details nicht so ganz verstanden habe. Fazit: da kann jede Menge schief laufen, wenn es nicht sachkundig gemacht wird! Auf jeden Fall weitere Infos einholen, wenn auch wenn du das selbst machen willst, am besten vorher etwas investieren und Sachverstand einkaufen, sonst könnte es später eventuell teurer werden.

Sachverstand wird eingekauft, Termin mit einem Energieberater ist kommenden Dienstag. Um mit diesem ein aktives Gespräch führen zu können will ich natürlich eigene Vorschläge einbringen und andere Meinungen im Hinterkopf haben. Dann kann ich auch die richtigen Fragen stellen, z.B. nach Dampfsperre und Hinterlüftung. Von daher bekommt man bei Gute-Frage oft sehr kompetente Antworten, zumindest in Baufragen. Auch für deine kompetente Antwort herzlichen Dank!

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"Schüttdämmung" - was meinst du damit? Isofloc? Das ist nichts anderes als Altpapier, weshalb sich darin Tiere aller Art sehr wohl fühlen!!

Eine bauphysikalisch einwandfreie, bauvorschriftengerechte, effiziente, wirtschaftliche, auf die Örtlichkeit abgestimmte und wirkungsvolle Dämmung kann Dir nur ein erfahrener Altbausanierer (Architekt) oder ein Sachverständiger ausrechnen. Das ist nichts für Heimwerker, schon gar nicht bei gutefrage.net.

Tiere fühlen sich in Zellulosedämmung aus Altpapier NICHT wohl!

Als Schutz ist diese Dämmung mit Borsalz versetzt - Ökologisch ist nach meiner Meinung anders, weil Entsorgung nur als Sondermüll möglich...

Einfacher ist auf jeden Fall eine Mineralwolldämmung, die auch selbst eingebracht werden kann, wenn die Abdichtung anschließend winddicht erfolgt...

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@BesserRichtig11

Ich habe schon ganze Kolonien glücklicher Mäuse und Insekten in Isoflocdämmungen erlebt! Außerdem massenweise Schimmel, da nur selten eine ordnungsgemäße Dampfsperre eingebracht werden kann.

Das gilt übrigens für alle "Schüttdämmungen".

Machen wir uns nichts vor: Es gibt kein Dämmmaterial, dass nicht in irgendeinem Bereich schwerwiegende Mängel hat! Das Problem ist nur, dass diese Mängel immer verschwiegen werden.e

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