Schriftlicher oder mündlicher Untermietervertrag?

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2 Antworten

Verträge im Grundsatz gerade keiner besonderen Form bedürfen. § 126 Abs.1 BGB

Also nein, normalerweise müsste ein mündlicher Untermietervertrag völlig ausreichen, weil ...

a) § 126 Abs.1 BGB gültig sind.

b) Der Vermieter des Hauses deiner Eltern schriftlich dem Job Center bestätigt hat, dass er über das Untermieterverhältnis bescheid weiß und es akzeptiert.

c) Auf den Kontoauszügen einzusehen ist, dass die monatliche Miete auf das Konto der Eltern geht.

d) Bei drei Bescheiden haben Sie davon gewusst das es nur mündlich existiert und nach 18. Monaten, wenn Sie den vierten Bescheid bearbeiten, ist es ein Problem?

Sorry, wäre es ein Problem, wäre es schon beim ersten Bescheid ein Problem gewesen und nicht erst beim vierten. Diese Richtlinien ändern sich nicht so schnell, schon gar nicht jede Woche ...

Ich würde erst mal ein Schreiben an den zuständigen Sachbearbeiter verfassen, wo ich Ihm mitteilen würde, dass ich im Moment keinen schriftlichen Untermietervertrag einreichen kann, da dieser vorerst nur mündlich besteht, wie es nach § 126 Abs.1 BGB völlig rechtens ist.

Und wenn dies jetzt doch nicht ausreichen sollte, er mir Bitte mitteilen soll, auf welcher rechtlichen Grundlage er handelt und ich dazu verpflichtet bin, jetzt einen schriftlichen Untermietervertrag einzureichen, nachdem es die letzten drei Bescheide irrelevant gewesen ist.

Wenn Er dies gemacht hat, würde ich Ihn bitten, mir bitte etwas Zeit zu geben, damit ich mich mit meinem Rechtsanwalt beraten kann und ggf. einen schriftlichen Untermietervertrag fristgerecht nachreichen werde.

Wahrscheinlich wird es nie dazu kommen, weil ein mündlicher Untermietervertrag völlig ausreicht. Denn sonst hätten Sie beim ersten Bescheid schon darauf bestanden!

Problem bei der Sache ist aber ...

Du schreibst dein Cousin ist stark depressiv und bekommt im Moment nicht geregelt, trotz Therapie.

Daher stimme ich Pucky99 zu, "... es ist wahrscheinlich mit weniger Aufwand verbunden, den Vertrag schriftlich zu fixieren, als sich mit dem JC rumzuärgern ...".

Es ist wahrscheinlich mit weniger Aufwand verbunden, den Vertrag schriftlich zu fixieren, als sich mit dem JC rumzuärgern. Leistungsrelevant sollte es esetzlich nicht sein. Das JC sieht die Zahlungen ja auf den Kontoauszügen.

Toton 01.08.2016, 13:31

Stimme dir zu, in diesem Fall ist es leichter einen schriftlichen Untermietervertrag einzureichen, als sich Wochen und Monate mit dem Job Center zu streiten.

Und am Ende musst du Ihn sowieso ein reichen, auch wenn du gesetzlich Abgesichert bist, weil das Job Center sich stur stellt und nicht zahlen. Das können Sie ja auch in die länge ziehen, wenn Sie möchten.

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