Die Frage ist leider nicht näher erläutert. Daher ist nicht klar, auf welche Gesichtspunkte sie zielt.

Herodot schrieb eine Universalgeschichte, die einen großen Zeitraum und viele Völker einbezieht. Seine Darstellung ist sehr vielfältig (Geographie, Ethnographie, Politik, Wirtschaft, Kultur, ein wenig Gesellschaft). Dies ist ein Unterschied zu der Konzentration auf politische Zeitgeschichte bei Thukydides und überhaupt nicht einseitig.

Herodot stammt aus der Stadt Halikarnassos in Kleinasien, und war teils griechischer, teils karischer Herkunft. Er hat ausgedehnte Reisen in verschiedene, auch weit entfernte Länder unternommen, sich umgesehen und erzählen lassen.

Sein Geschichtswerk ist wie jede Geschichtsschreibung auch subjektiv geformt und von seinem Weltbild geprägt. Parteilichkeit und absichtliche Einseitigkeit kennzeichnet ihn aber nicht.

Er berichtet vor allem das, was er gesehen, gelesen oder in Erzählungen gehört hat. Zum Teil berichtet er über verschiedene Versionen.

Herodot zeigt Sympathie für die Griechen bei der Verteidigung ihrer Freiheit gegen das Perserreich, ist aber auch gegenüber "Barbaren" (ein meistens von ihm wertfrei verwendetes Wort) verständnisbereit.

Einzelne Personen und Sattaten lobt oder tadelt er nicht einseitig. Die Anerkennung für die Leistungen Athens sind in den Perserkriegen sind mit Einwänden und Hinweis auf Schwächen in anderen Zusammenhängen verbunden.

Der antike Schriftsteller Plutarch hat Herodot Bösartigkeit unterstellt, weil unter anderem unehrenhafte Beweggründe von Personen behaupte und Erfolge als Zufall erkläre. Die Vorwürfe könne im Einzelfall diskutiert werden, aber ingesamt steckt dahinter Übertreibung, die wohl auch von einem verletzten Lokalpatriotismus (Plutarch war Böotier und deren wichtigste Stadt Theben schneidet in der Schilderung der Perserkrige nicht gut ab) angetrieben ist. Richtig ist, hinter manchen Darstellungen eine bestimmte Deutung Herodots anzunehmen.

Das Lesen eines Buches kann in der Frage weiterführen:

Reinhold Bichler; Robert Rollinger: Herodot. Olms : Hildesheim. 2. Auflage 2001 (Studienbücher Antike ; 3). 209 Seiten. ISBN 978-3-487-10931-2

Liebe mileycyrusfan,

jeder Mensch berichtet zunächst einmal aus seinem subjektiven Empfinden heraus. Das Gegenteil von Subjektivität ist die Objektivität, die unabhängig von den Beobachtungen eines Einzelnen (Individuum)eine Beschreibung möglichst Objektiv, also wahrheitsgetreu widerzuspiegeln. Nun zu Herodot:

Cicero bezeichnet ihn als den "Vater der Geschichtsschreibung". Bei seinen Schilderungen über die griechisch-persischen Kriege im 5.- und 6. Jhd. v. Chr. stützte er sich noch auf Zeugenaussagen. Über frühere Ereignisse, die bis dahin nur mündlich (Subjektiv) überliefert wurden, übertrug Herodot in seine Historiensammlung. Herodot machte umfangreiche Reisen durch die ihm damals bekannte Welt und seine sprachlichen wie völkerkundlichen Forschungsergebnisse schrieb er ebenfalls in seine Historien nieder. Dieser einzigen schriftlichen Hinterlassenschaft verdanken wir unser Wissen über die antike Welt seiner Zeit!

Gruß Gabi40

Herodot beschrieb schon mehrere Seiten.

Sein Werk ist ja historisch umfassend und auch ethnographisch wertvoll.

Manche werfen ihm sogar vor, dass er zu viele Seiten wiedergab und zuviel Material eingearbeitet hat. Dadurch wirkt das Werk manchmal auch etwas "tratschig".

Einseitigkeit kann man in dem starken Schwerpunkt auf Ägypten (II. Buch) sehen oder - wie hier erwähnt - in der kritischen Betrachtung Böotiens.

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