Schreibweise von Eigennamen (Durchkopplung)?

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1 Antwort

Wenn es Eigennamen sind, kein Bindestrich. Das wäre z.B. bei "ein Asus Zenbook" oder "Möbelhaus Müller". 

Wenn ein Name mit einem Substantiv verbunden wird, mit Bindestrich. Also z.B. "ein Medion-PC" oder "ein Müller-Möbelhaus".

"Sie sprang vom 10-Meter-Turm" aber "das ist ein 10 Meter hoher Turm". Grund: Im ersten Fall sind die 10 Meter Teil des Substantivs Turm. Im zweiten Teil sind sie es nicht.

Ich persönlich bin da ganz Deiner Meinung. Andersherum sieht es einfach nur merkwürdig aus.

Aber die Regeln verstehe ich irgendwie genau andersherum?

Hier:

"§ 46 Man setzt einen Bindestrich in Zusammensetzungen, die als zweiten Bestandteil einen Eigennamen enthalten oder die aus zwei Eigennamen bestehen : Blumen-Richter, Foto-Müller

§ 50 Man setzt einen Bindestrich zwischen allen Bestandteilen mehrteiliger Zusammensetzungen, deren erste Bestandteile aus Eigennamen bestehen.

Goethe-Schiller-Archiv, Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium

§ 51 Man kann einen Bindestrich in Zusammensetzungen setzen, die als ersten Bestandteil einen Eigennamen haben, der besonders hervorgehoben werden soll, oder wenn der zweite Bestandteil bereits eine Zusammensetzung ist : Goethe-Ausgabe, Goethe-Geburtshaus

also :
Moebel-Mueller
oder
Mueller Moebel
oder
Mueller-Moebel

Wie $ 51 sagt, wird im letzten Fall durch den Bindestrich der Eigenname besonders hervorgehoben."

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@FrageCompany

Tatsächlich verhält es sich bei der Durchkopplung von Eigennamen so, dass sie nicht an die Vorgaben der deutschen Rechtschreibung gebunden sind. Allerdings wird vielerorts verlangt, dass Eigennamen mit Bindestrichen geschrieben werden (etwa in Verlagen).

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@ColonZero

Alles klar! Allerdings wirkt für mich eine durchgekoppelte Schreibweise in den meisten Fällen wirklich befremdlich. Etwa "Frisör-Schmidt", da würde ich immer "Frisör Schmidt" schreiben, das klingt logischer, weil man ja den Inhaber "Schmidt" mit dem Beruf "Frisör" in Verbindung bringt. Man betrachtet im Grunde beide Substantive unabhängig voneinander, oder?

Das liest sich ja auch ganz anders: "Frisör-Schmidt" liest sich "Frisörschmidt" und "Frisör Schmidt" liest sich "Frisör, (Pause) Schmidt". Ich kenne niemanden, der "Frisörschmidt" liest oder ein Schild in der Stadt, auf dem "Frisör-Schmidt" steht. Machen also alle Betriebe den gleichen Fehler?

Ebenso wenig würde ich "Landgasthof-Fuchs", "Apotheke-Feller" oder "Unternehmensgruppe-Fritz" durchkoppeln, das ergibt für mich keinen Sinn. Ich finde, dass man "Landgasthof Fuchs" als Kurzform verstehen könnte von "der Landgasthof der Familie Fuchs"; durchgekoppelt klingt das eher für mich wie eine Sekte, der "Fuchs vom Landgasthof", ein ganz gefährlicher Typ (durchgekoppelt = andere Bedeutung/Absicht).

Die Betonung liegt ohne Durchkopplung doch auf dem zweiten Substantiv (hier: Fuchs) und mit Durchkopplung auf dem ersten Substantiv (hier: Landgasthof), wobei ich finde, dass eine Betonung auf "Landgasthof" wenig sinnvoll ist, wenn überhaupt gehören "Landgasthof" und "Fuchs" gleich betont.

Liege ich mich dieser Beobachtung denn nicht auch irgendwo richtig?

Danke!

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