Schreckhaftes Pferd schon beim Führen im Gelände? Was tun?

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3 Antworten

die frage beantwortet sich ganz von allein.

Aus verschiedenen Gründen musste ich sie zweimal in kurzer Zeit umstellen. Jetzt steht sie seit 3 Wochen in...

sie ist unsicher - und du gibst ihr nicht das gefühl, dass du gut auf sie aufpassen kannst. 2 mal in kurzer zeit umstellen ist der eine teil.  3 wochen ist der andere teil.

kein pferd gewöhnt sich so dermassen schnell ein.

bleibe mit dem pferd auf dem reitplatz. mach viel bodenarbeit und gib ihr zeit, sich einzugewöhnen. vermittle ihr feste bezugspunkte durch routine und immer gleiche abläufe. wenn du zum stall kommst, mach immer dieselbe reihenfolge. damit gibst du dem pferd sicherheit.

wenn der erste ablauf "durch" ist, also herkommen, pferd fertigmachen, abäppeln und was sonst so anfällt, gehts zum reitplatz oder wiese. da reitest du, machst bodenarbeit und machst vertrauensarbeit.

zum ablschluss sattelst du ab und gehst dann noch mal mit pferdi an der trense ein paar meter vor die tür.

beim ersten mal 20 schritte vom hof weg, dann kehrst du um. am zweiten tag geht ihr 22 schritte... jedesmal 2 mehr als beim letzten mal. 

verhalte dich neutral. nicht loben, wenn sie brav ist und nicht tadeln, wenn sie nicht brav ist. hat sie einen punkt, an dem sie nicht mehr weiterwill, bestehe auf 2 weiteren schritten. umgekehrt wird, wenn DU es sagst. dann gehst du am nächsten tag 10 sritte weniger und baust wieder mit 2 schritten mehr auf.

wenn das 6 wochen klappt, beginnst du dasselbe zum ende der arbeitseinheit unter dem sattel. wieder beginnst du mit 20 schritten und steigerst täglich um 2 schritte.

unterdessen dient die bodenarbeit dazu, dein pferd überhaupt erst mal richtig kennenzulernen. ein pferd "funktioniert" nur dann, wenn es sich bei seinem menschen sicher fühlt.

für die bodenarbeit solltest du zumindest mittels eines natural horsemanship trainers die grundzüge der körpersprache mit dem pferd erlernen. das wäre ganz ganz gut investiertes geld.

Ergänzend:

Wenn du mit einem anderen pferd gemeinsam ausreiten kannst, nutze diese Möglichkeit.

Und

Hab

GEDULD...

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Hallo,

vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich habe seit kurzem eine Westerntrainerin, die mir helfen kann.

Würdest du gar nicht ins Gelände reiten derzeit, auch nicht mit einem anderen Pferd zusammen?

Würdest du sie von einem sicheren Menschen (z.B. der Trainerin) ins Gelände reiten lassen?

Das sind so Gedanken, die ich mir dazu gemacht habe.

Danke für noch eine Antwort dazu!

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Ups da habe ich mich in den Zeilen verlesen... Dachte seit 3 Wochen besteht dieses Problem. In dem Fall zählt meine Antwort nicht unbedingt. Entschuldige. 

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Sie verlässt sich nicht auf dich? Warum nicht.

Vorläufig würde ich nur mit Führpferd gehen bis du die Sicherheit hast und das Pferd deine Sicherheit spüren kann.

Neue Umgebung und Herde ist nicht in drei Wochen erledigt, das dauert bei den meisten Pferden viel länger, manche Pferde brauchen gar ein ganzes Jahr bis sie sich in die neue Situation eingefunden haben.

Futtertechnisch würde ich jetzt eher mal etwa Bierhefe und ein Zinkpräparat zugeben - da es sich um einen Isi handelt, auch noch etwas Lebertran.

Und dann arbeite mit ihr am Problem - am besten mit Hilfe eines Trainers.

Hallo, 

klingt für mich nach Augenprobleme, evtl sieht sie schlechter. Solche Pferde lassen sich das kaum anmerken, sie erschrecken sich plötzlich leicht und oft. Wenn ein Artgenosse dabei ist, welcher ihr auf im Alltag im Stall und auf der Weide Sicherheit gibt, dann tut er dies auch im Gelände. 

Tierarzt einmal in die Augen schauen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

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