Schöne Definition für "hoheitliche Macht"?

5 Antworten

Hoheitliche Macht ist immer eine Gestaltungs-, Verfügungs- und Verhinderungsdominanz über identifizierbaren Hoheitsterritorien mit einer identifizierbaren Bevölkerung als Staatsvolk.Die staatliche und hoheitliche Souveränität ergibt sich in diesem Geschehen über staatspolitische, staatskonventionale und staatsrechtliche Positionen - wie eine „souveräne Spitze“, ein „staatliches Gewaltmonopol“, eine „staatliche Rechtseinheit“, eine "staatliche Legitimation" oder einheitliche, gesamtstaatliche „öffentliche Funktionen“.

Das ist sicherlich keine "schöne", sondern eher sperrige Beschreibung.


Dann werde ich die heute Nachmittag mal verschönern.

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@tommy40629

Die "Verschönerung" würde mich dann interessieren - vielleicht schreibst Du Deine Definition als Replik nochmals ein. Danke!

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@tommy40629

Weggelassen habe ich "Die staatliche und hoheitliche Souveränität...."

Hoheitliche Macht ist immer eine Vorherrschaft in und über Staatsgebieten einschließlich der Hoheitsgewässer. Die Vorherrschaft betrifft die Verfügung, Gestaltung und Verhinderung über Hoheitsterritorien mit einer z.B. durch Zählung bestimmbaren Bevölkerung als Staatsvolk. 

Bleibt noch zu klären: 

Verfügung, Gestaltung und Verhinderung über Hoheitsterritorien.
Ich denke, dass sollen die Gesetzgebungshoheit, Wehrhoheit und Finanzhoheit eines Staates sein.

Der Begriff "Verfügung" legt sich dabei auf die Gebiete Zivilrecht, Öffentliches Recht, Strafrecht, Prozessrecht mit jeweils verschiedenen Bedeutungen.

Da braucht man locker mehrere Stunden um die Trennung sauber aus dem Kopf erklären zu können.

Ich denke, dass sogar die liebe Frau Merkel diesen Begriff nicht erklären kann.

Am Ende bin ich dann hier angekommen:

Hoheitliche Macht ist immer eine Vorherrschaft in und über Staatsgebieten einschließlich der Hoheitsgewässer. Die Vorherrschaft betrifft die Gesetzgebungshoheit, Wehrhoheit und Finanzhoheit eines Staates über seinen Hoheitsterritorien mit einer z.B. durch Zählung bestimmbaren Bevölkerung als Staatsvolk.

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@tommy40629

Sehr gute Definition!

Staatliche Hoheit (wen wir von Staaten reden und nicht von Organisationen - die wie die Weltbank z.B. oder die UN natürlich auch Hoheitsrechte besitzen und in dieser Formation spezifische Eingriffsrechte und Sanktionsrechte aufweisen) bedeutet  Verfügungs-, Gestaltungs- und Verhinderungsmöglichkeiten. Realisierbar über legislative, exekutive und judikative Institutionen, Einzelpersonen (bei Diktaturen) und Organisationen (z.B. wie dem "Wächterrat" im Iran).


Diese unterschiedlichen "Möglichkeiten" oder Verfahrensmodi sollten implizit der staatlichen Aufgabenfelder sein - eine Einzelklassifizierung (von z.B. "Verfügungshoheit" als Rechtshoheit) würde ich nicht annehmen wollen.


Den Begriff Hoheitsgewässer kannst Du rausstreichen, da Du dann auch den Luftraum einbeziehen müsstest. Hoheit ist immer Hoheit über genau definierte und arrondierte Territorien und (i.A.) auch einer Bevölkerung - sowie möglich über Rechtsinhalte (z.B. Immunitätsrechte, Grundpfandrechte, Nießbrauchrechte, Dienstrechte, Gerichtsrechte, der Verleihung von Rechtstiteln, Satzungsrechte, Allodrechte usw. usw.) - man denke an die Überseegebiete wie Gibraltar oder Guantanamo Bay - beide staatshoheitliche Gebiete mit eigenen Rechtscharakter.

Ganz richtig ist der Aspekt der Prädomination als Voherrschaft über etwas und jemanden ausgehend von etwas und jemanden.

Die einzelnen Hoheitsinhalte (wie Finanz-, Gesetzgebungs- oder Wehrhoheit) ergeben sich aus den Ordnungs- , Sach- und Kontroll- aufgaben des Staates.



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Nee...

Die hoheitliche Macht ist die Darstellung des Staates im Innen- und Außenverhältnis.

Bedenke bitte, auch in der Außenpolitik, insbesondere auch in niedergelassenen Botschaften, wird die hoheitliche Macht des Staates dargestellt.

Als "Ausübung hoheitlicher Macht" werden jene Aufgaben bezeichnet, deren Erfüllung dem Staat kraft öffentlichen Rechts obliegen. 

Kürzer geht es nicht!

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